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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Chancengleichheit: Wirtschaftshochschulen geben maßgeblichen Impuls für höheren Frauenanteil in Spitzenpositionen

Brüssel, den 26. September 2011 – EU-Justizkommissarin, Viviane Reding, kam heute mit Leitern europäischer Wirtschaftshochschulen zusammen, um darüber zu diskutieren, wie junge Frauen an eine Karriere in der Wirtschaft herangeführt werden können und der Anteil der Frauen in den Unternehmensvorständen in Zukunft erhöht werden kann. Obgleich rund 60 % der Hochschulabsolventen Frauen sind, sind sie in den Vorständen der größten börsennotierten Unternehmen in Europa (Anteil von nur 12 %) und unter den Vorstandsvorsitzenden (nur 3 %) nach wie vor unterrepräsentiert. Den Wirtschaftshochschulen kommt eine wichtige Aufgabe zu, denn sie bereiten junge Frauen auf eine Karriere in der Wirtschaft vor und können ihnen helfen, in führende Positionen zu gelangen. Dazu bieten sie spezielle Seminare, Ausbildungsprogramme und Netzwerkinitiativen an. Ihre Initiativen knüpfen an einen Aufruf von Vizepräsidentin Reding an Unternehmen an, sich freiwillig dazu zu verpflichten, die Zahl der Frauen in den Vorständen bis 2015 auf 30 % und bis 2020 auf 40 % zu erhöhen (MEMO/11/124).

Wirtschaftshochschulen prägen die Einstellung unserer künftigen Wirtschaftselite. Sie wecken das Interesse junger Frauen und Männer an einer Karriere in der freien Wirtschaft,“ so EU-Justizkommissarin Reding, Vizepräsidentin der Kommission. „Es gilt sicherzustellen, dass unsere weiblichen Talente eine Topmanagementkarriere überhaupt erst in Erwägung ziehen. Ich freue mich sehr, dass gerade europäische Wirtschaftshochschulen einen Beitrag zu diesem Prozess leisten wollen. Es zeigt mir die feste Entschlossenheit des Bildungssektors, das Geschlechterungleichgewicht an den Wurzeln anzupacken.“

„Diese großartige Initiative der Europäischen Kommission fügt sich perfekt in unsere Strategie ein, uns auf eine der wichtigsten Fragen für europäische Wirtschaftshochschulen und die Wirtschaft zu konzentrieren: Wie lassen sich die unsichtbaren Barrieren beseitigen, die weibliche Studienabgänger davon abhalten, internationale Topkarrieren anzustreben, obgleich sie die gleiche gute Ausbildung genossen haben wie ihre männlichen Kommilitonen,“ erklärte Olivier Oger, Dekan der französischen Wirtschaftshochschule EDHEC.

Thema des heutigen Treffens, zu dem Dekane verschiedener europäischer Wirtschaftshochschulen und Unternehmerinnen zusammengekommen sind, ist die Rolle der Frauen im Topmanagement europäischer Unternehmen. Organisiert wurde es von der Wirtschaftshochschule EDHEC, dem Global Telecom Women's Network (GTWN) und dem Unternehmen McKinsey & Company.

Hintergrund

Angesichts der Alterung der europäischen Bevölkerung lässt sich das Beschäftigungsziel von Europa 2020 (Erwerbsquote von 75 %) nur erreichen (siehe IP/10/225), wenn es gelingt, Frauen stärker in das Erwerbsleben einzubinden, Dazu bedarf es gemeinsamer Anstrengungen der Regierungen, Sozialpartner und Unternehmen.

Nur 12 % der Vorstandsmitglieder in Europas größten Unternehmen sind Frauen. Die Vorstandsvorsitzenden sind gar zu 97 % Männer. Die Fortschritte waren in den vergangenen Jahren sehr verhalten: Der Anteil der weiblichen Vorstandsmitglieder in der EU ist in den letzten sieben Jahren jährlich um wenig mehr als einen halben Prozentpunkt gestiegen. Wenn nichts geschieht, wird es bei diesem Tempo noch 50 Jahre dauern, bis in den Leitungsgremien ein annehmbares Geschlechterverhältnis (ein Mindestanteil von 40 % Frauen bzw. Männern) herrscht. In der Zwischenzeit bleiben weibliche Talente in den börsennotierten Unternehmen der EU ungenutzt.

Am 1. März traf EU-Justizkommissarin Reding mit Vorständen und Aufsichtsräten von börsennotierten Unternehmen zusammen, um über die Unterrepräsentation von Frauen in den Vorständen zu sprechen. Sie forderte alle börsennotierten Unternehmen in Europa auf, die Erklärung „Frauen in Vorständen – Verpflichtung für Europa“ zu unterschreiben und sich dadurch freiwillig zu verpflichten, den Frauenanteil im Vorstand bis 2015 auf 30 % und bis 2020 auf 40 % zu erhöhen (siehe IP/11/242 und MEMO/11/124).

Die Erklärung (in englischer Sprache) ist auf der Website von Vizepräsidentin Reding veröffentlicht. Sie zeigt, was Unternehmen tun, um den Frauenanteil im Topmanagement zu erhöhen. Jedes börsennotierte Unternehmen kann die Erklärung unterzeichnen und zum guten Beispiel für andere werden. Im März 2012 wird die Kommission überprüfen, ob deutliche Fortschritte erreicht und glaubwürdige Selbstregulierungsinitiativen für mehr Frauen in Entscheidungspositionen entwickelt worden sind. Auf dieser Grundlage wird die Kommission dann über die nächsten Schritte entscheiden.

Weitere Informationen

SPEECH/11/604

Erklärung „Frauen in Vorständen“ (in englischer Sprache):

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/womenpledge/index_en.htm

Europäische Kommission – Ausgewogene Mitwirkung von Frauen und Männern in Positionen mit Entscheidungskompetenzen:

http://ec.europa.eu/justice/gender-equality/gender-decision-making/index_de.htm

Homepage von Viviane Reding, Vizepräsidentin der EU-Kommission und EU-Justizkommissarin:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/index_de.htm

ANNEX: List of Participants

Business Schools and Universities Represented

Cambridge University: Judge Business School

EDHEC

Erasmus University: Rotterdam School of Management

ESMT

IESE

IMD

University of St. Gallen – Institute for Leadership and Human Resource Management

London Business School

Oxford University: Center for Corporate Reputation

Women Members of the Board of Directors

Bridget Boone – Member of the Board of Directors of Fortis Private Equity Group, FB Acquisition Finance Holding B.V., Fortis Private Equity Holding Nederland B.V. and NeSBIC Groep B.V. , BGL Société Anonyme

Bridget Cosgrave – Member of the Board of Directors SES , Essinor , Steria and President GTWN

Hélène Deslauriers – Member of the Board of Directors of Southwest Water (UK) and Fluxys

Candace Johnson – President of the Board of Directors of Succes Europe, Croissance Europe and Innovation Europe, Founding Member of the Board of Directors of SES , Founding President of GTWN

Lady Barbara Judge (CBE) – Member of the Board of Directors Statoil ASA , NV Bekaert SA and Magna International Inc .

Organizations represented

EPWN – European Professional Women’s Network

Financial Times Non-Executive Director's Club

GTWN – Global Telecom Women’s Network

GUBERNA - Belgian Governance and Board Members Association

Institut des Administrateurs

WOB - Women on Board

EFMD – European Federation of Management Development

McKinsey & Co.

Luis Enriquez – Global Partner

Scott Beardsley – Global Partner

Astrid Marechal – Partner (Responsible for “Women Matter” report)

Mieke van Oostende – Partner (Responsible for “Women Matter” report)

Contacts :

Matthew Newman (+32 2 296 24 06)

Mina Andreeva (+32 2 299 13 82)


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