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Forschung & Innovation: Europäische Kommission ruft angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen zu Partnerschaften auf

European Commission - IP/11/1059   21/09/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Forschung & Innovation: Europäische Kommission ruft angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen zu Partnerschaften auf

Brüssel, 21. September 2011 – Heute hat die Europäische Kommission öffentliche und private Akteure dazu aufgerufen, ihre Kräfte auf europäischer Ebene zu bündeln, um den großen gesellschaftlichen Herausforderungen mit Antworten aus Forschung und Innovation zu begegnen. In ihrer Mitteilung zieht die Europäische Kommission erste Lehren aus Pilotprojekten und zeigt Schritte auf, wie noch mehr öffentlich-private und öffentlich-öffentliche Partnerschaften gebildet werden können, die noch effizienter sind.

Die Kommissionsmitteilung legt nahe, dass die verwaltungstechnischen Rahmenbedingungen einfacher und flexibler werden müssen, sobald sich Partnerschaften auf EU-Ebene als notwendig und nützlich erweisen. Engpässe und Hindernisse bei der grenzübergreifenden Forschung gilt es abzubauen, und alle Partner, einschließlich der EU-Mitgliedstaaten und der privaten Partner, müssen sich für die Projekte finanziell langfristig engagieren.

Forschung und Innovation bieten nicht nur Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen – wie die Alterung der Bevölkerung, die Auswirkungen des Klimawandels, die knapper werdenden Ressourcen – sondern auch neue große Chancen für das Wachstum. Vor allem angesichts der derzeitigen Haushaltseinschnitte sind die Probleme jedoch häufig für einen Mitgliedstaat oder ein Unternehmen allein zu groß, um sie im Alleingang lösen zu können.

Die Vorschläge, die aus dem in der Mitteilung skizzierten Ansatz hervorgehen, werden gegen Ende des Jahres in das „Horizont-2020“-Paket der Kommission einfließen.

Dazu Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft: „Europa muss seine Ressourcen optimal einsetzen. Nur so lassen sich Herausforderungen wie bessere Gesundheit, umweltfreundlicherer Verkehr und eine modernere Industriebasis bewältigen. Die Mitgliedstaaten und die Industrie müssen sich stärker und langfristig in strategischen Partnerschaften engagieren. Eine Verkürzung der Zeitspannen bis zur Vermarktung innovativer neuer Produkte und Dienstleistungen wird die Führungsposition Europas festigen und der Wirtschaft neuen Schwung geben“.

Hintergrund

Auf europäischer Ebene wurden schon zahlreiche Initiativen ergriffen. So wird die EU-Forschungsförderung auf dem Gebiet der 6000 bekannten seltenen Krankheiten, von denen über 20 Millionen europäische Bürger betroffen sind, besser koordiniert. Die Gemeinsame Technologieinitiative Clean Sky, die von der EU und der Luftfahrtindustrie unterstützt wird, entwickelt neue, umweltfreundliche Flugzeugtechnologien. Ferner hat die Europäische Kommission eine Europäische Innovationspartnerschaft als Pilotprojekt im Rahmen Ihrer Strategie für die Innovationsunion angestoßen, die sich mit dem Thema „Aktivität und Gesundheit im Alter“ befasst. Ziel dieser Pilot-Partnerschaft ist es, bis zum Jahr 2020 in der Europäischen Union die durchschnittliche Lebensspanne in Gesundheit um zwei Jahre zu erhöhen. Hierbei werden mit der Partnerschaft drei sich ergänzende Ziele verfolgt: Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität der Europäer, Unterstützung der langfristigen Tragfähigkeit und Effizienz der Gesundheits- und Sozialsysteme sowie Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie.

Die Mitteilung der Kommission zur Schaffung einer „Innovationsunion“ (siehe IP/10/1288) und MEMO/10/473) hat bereits deutlich gemacht, wie wichtig europäische Partnerschaften in Forschung und Innovation sind. Einige Forschungs- und Innovationstätigkeiten sind so umfangreich und komplex, dass sie einer EU-weiten Koordinierung bedürfen, um Überschneidungen und den ineffizienten Einsatz öffentlicher und privater Gelder zu vermeiden. Partnerschaften können auch den Forschungs- und Innovationszyklus beschleunigen, da Ideen schnell und effizient in nützliche Produkte und Dienstleistungen verwandelt werden können.

Partnerschaften bringen Akteure des öffentlichen Sektors auf europäischer und nationaler Ebene in öffentlich-öffentlichen Partnerschaften (P2P) und Akteure des öffentlichen und privaten Sektors in öffentlich-privaten Partnerschaften (PPP) mit folgenden Zielen zusammen:

  • Aufbau einer kritischen Masse, damit die benötigte Größenordnung und der erforderliche Umfang erreicht werden, um wettbewerbsfähig zu werden und zu bleiben und um wichtige gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen;

  • Umstellung von kurzfristigen auf langfristige Konzepte;

  • Erleichterung der Entwicklung einer gemeinsamen Vision und Aufstellung einer strategischen Agenda;

  • Beitrag zur Entwicklung von einem projektgestützten zu einem programmgestützten Ansatz in der europäischen Forschung und Innovation; dieses breit angelegte Konzept bindet alle potenziellen Partner ein;

  • Schaffung maßgeschneiderter Strukturen und Vereinbarungen für Partnerschaften, abhängig von deren Art und Zielen.

Im Zuge des siebten Forschungsrahmenprogramms (RP7) wurden wertvolle Erfahrungen aus den verschiedenen Partnerschaftsformen gewonnen. Hierunter fallen öffentlich-öffentliche Partnerschaften in der Forschung in Form gemeinsamer Programmplanungsinitiativen (JPI) und Initiativen nach Artikel 185, PPP aus den gemeinsamen Technologieinitiativen (JTI) und dem Konjunkturprogramm sowie Europäische Industrieinitiativen im Rahmen des SET-Plans.

MEMO/11/623

Weitere Einzelheiten zur europäischen Innovationspartnerschaft zum aktiven und gesunden Altern:

http://ec.europa.eu/active-healthy-ageing

Weitere Informationen über gemeinsame Programmplanungsinitiativen:

http://ec.europa.eu/research/era/areas/programming/joint_programming_de.htm

Weitere Informationen zu ERA-NET/Artikel-185-Initiativen:

http://ec.europa.eu/research/fp7/index_en.cfm?pg=coordination

Weitere Informationen zu Technologieinitiativen:

http://cordis.europa.eu/fp7/jtis/

Weitere Informationen zu PPP im Rahmen des Konjunkturprogramms:

http://ec.europa.eu/research/industrial_technologies/ppp-in-research_en.html

Weitere Informationen zur Innovationsunion: http://ec.europa.eu/research/innovation-union/index_en.cfm


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