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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Nachhaltige Energie –Top-Thema für die globale Entwicklung: Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Entwicklung, wird zum Mitglied der Hochrangigen Gruppe „Nachhaltige Energie für alle“ der Vereinten Nationen ernannt

Brüssel, 20. September 2011 – Heute wurde EU-Kommissar Piebalgs zusammen mit Führungspersönlichkeiten von Unternehmen, Regierungen, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft zum Mitglied der Hochrangigen Gruppe „Nachhaltige Energie für alle“ (High-level Group on Sustainable Energy for all) ernannt. In New York wohnte er der Einsetzung der Hochrangigen UN-Gruppe in Anwesenheit von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon bei. Die Hochrangige Gruppe wird eine globale Agenda ausarbeiten, um das Ziel der nachhaltigen Energieversorgung für alle bis 2030 zu erreichen und klare Maßnahmen festzulegen, die auf globaler bzw. regionaler Ebene zu treffen sind.

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs erklärte: „Mit Mittelzuweisungen von rund 1 Mrd. EUR für den Energiesektor in Entwicklungsländern nimmt die EU eine Führungsrolle bei der Förderung der weltweiten Energieversorgung ein. Dank unserer Energiepartnerschaft mit Afrika haben bereits 13 Millionen Menschen Zugang zu Energie. Wir müssen uns mit der Industrie, Wissenschaftlern und Partnerländern verbünden, um den Zugang zu nachhaltiger Energie für alle bis 2030 zu fördern. In Bezug auf Maßnahmen zur Armutsminderung und zur Bekämpfung des Klimawandels wird die EU weiterhin ganz vorne dabei sein.“

2012 wird ein entscheidendes Jahr, in dem die nachhaltige Energie ganz oben auf der Entwicklungsagenda steht: die Vereinten Nationen werden das Internationale Jahr der nachhaltigen Energie für alle ausrufen und im Juni kommenden Jahres findet der Rio+20-Gipfel statt.

Ziel der Gruppe

Erreicht werden soll das Ziel der nachhaltigen Energie für alle durch drei miteinander verknüpfte globale Zielsetzungen bis 2030:

  • Universaler Zugang zu modernen Energiediensten

  • Verbesserung der Energieeffizienz um 40 %

  • Erzeugung von 30 % der weltweit verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen.

Die Initiative „Nachhaltige Energie für alle“ wird von den Partnern energische Maßnahmen fordern – verstärkte Schaffung günstiger Rahmenbedingungen, erweiterten Kapazitätsaufbau, neue und verstärkte Finanzierung und verbesserte Dienstleistungen. Zusätzliche neue Selbstverpflichtungen der Staaten und der Aufbau öffentlich-privater Partnerschaften werden angeregt, um private Investitionsströme zu fördern.

Die Herausforderung

Weltweit haben rund 1,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu elektrischem Strom. Bis zu einer weiteren Milliarde Menschen haben nur Zugang zu unzuverlässigen Stromnetzen. Fast 3 Milliarden Menschen sind zum Kochen und Heizen auf feste Brennstoffe (d. h. traditionelle Biomasse und Kohle) angewiesen. Durch ein gut funktionierendes Energiesystem, das den effizienten Zugang zu modernen Energieformen verbessert, hätten die Ärmsten der Armen mehr Möglichkeiten, sich den schlimmsten Auswirkungen der Armut zu entziehen. Zugang zu Energie gibt den Menschen die Möglichkeit, Einkommen zu erzielen, was wiederum Wohlstand und neue Märkte schafft.

Hintergrund

EU-Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Energie in Afrika – die Energiepartnerschaft EU-Afrika

2008 hat die EU die Energiepartnerschaft mit Afrika begründet, um die Elektrifizierung Afrikas zu fördern sowie den Zugang zu Energie und die Energieversorgungssicherheit zu verbessern und die Entwicklung erneuerbarer Energien im Hinblick auf die Stärkung der Energieeffizienz zu fördern. Diese Partnerschaft hat Früchte getragen: 2010 wurde gemeinsam mit der Afrikanischen Union das Programm für die Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien gestartet. Dieses Kooperationsprogramm soll einen Beitrag zum Erreichen der afrikanischen Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien bis 2020 leisten. Ziel des Programms ist es, in Afrika relevante Technologien für erneuerbare Energien auf den Markt zu bringen.

Das Programm wird einen wertvollen Beitrag zur Arbeit der neu geschaffenen Hochrangigen Gruppe „Nachhaltige Energie für alle“ der Vereinten Nationen leisten.

Der Zugang von Entwicklungsländern zu nachhaltiger Energie ist auch ein Kernelement der kürzlich vorgelegten Mitteilung der Kommission zur Energieversorgungssicherheit und internationalen Zusammenarbeit (KOM(539) vom 7. September 2011).

Weitere Informationen siehe IP/10/1122 und MEMO/10/407.

Weitere Informationen:

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung, Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Energie:

http://ec.europa.eu/energy/international/security_of_supply/cooperation_en.htm

Ansprechpartner:

Catherine Ray (+32 2 296 99 21)

Wojtek Talko (+32 2 297 85 51)


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