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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Kommission zeigt Weg zu ressourcenschonendem Wachstum auf

Brüssel, den 20. September 2011 – Die Europäische Kommission hat heute einen „Fahrplan“ für die nachhaltige Umgestaltung der europäischen Wirtschaft bis zum Jahr 2050 vorgestellt. Im Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa wird erläutert, wie wir das ressourceneffiziente Wachstum erreichen können, das für unser Wohlergehen und unseren Wohlstand in Zukunft unerlässlich ist. Der Fahrplan nennt die Wirtschaftszweige, die die meisten Ressourcen verbrauchen, und schlägt Instrumente und Indikatoren vor, an denen sich die Maßnahmen in Europa und weltweit orientieren sollten. Er ist auch eine Agenda für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum auf der Grundlage eines geringeren Ressourcenverbrauchs, wenn wir Waren produzieren und verbrauchen, denn durch Tätigkeiten wie Recycling, besseres Produktdesign, Ersetzung von Werkstoffen und Umwelttechnik werden Geschäfts- und Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen.

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Grünes Wachstum ist die einzige nachhaltige Zukunft - für Europa und für die Welt. Wirtschaft und Umwelt müssen Hand in Hand gehen – auf lange Sicht haben wir dieselben Interessen.“

Bessere Ressourcennutzung in einer belasteten Umwelt

Die weltweit steigende Nachfrage führt zu immer höherem Druck auf die Umwelt und zu größerer Konkurrenz um die Ressourcen. Wichtige natürliche Ressourcen wie Rohstoffe, Metalle, Energie, Biodiversität und Wasser wurden für den Antrieb des Wirtschaftswachstums eingesetzt, als wenn sie in unbegrenzter Menge vorhanden wären. Das ist langfristig nicht nachhaltig. Mit dem heutigen Fahrplan werden die Mittel vorgestellt, mit denen wir weiterhin Wachstum erzielen können, aber auf nachhaltige Weise.

Es werden Maßnahmen vorgeschlagen, die auf eine Umgestaltung von Produktion und Verbrauch abzielen. Dazu gehören auch Anreize für Investoren zur Förderung umweltfreundlicher Innovationen und eine größere Bedeutung für Ökodesign, Ökokennzeichnung und ein umweltfreundlicheres öffentliches Beschaffungswesen. Die Regierungen werden aufgefordert, die Besteuerung vom Faktor Arbeit weg auf Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch zu verlagern und Verbraucherinnen und Verbrauchern neue Anreize für den Umstieg auf ressourcenschonende Produkte zu geben. Der Fahrplan empfiehlt auch, die Preise so anzupassen, dass sie die wahren Kosten des Ressourcenverbrauchs widerspiegeln, insbesondere in Bezug auf die Umwelt und die Gesundheit.

Der Fahrplan zielt darauf ab, gegen ineffiziente Ressourcenverwendung in den Wirtschaftszweigen vorzugehen, die für den größten Anteil der Umweltauswirkungen verantwortlich sind: Lebensmittel, Gebäude und Mobilität. Auf diese drei Sektoren zusammengenommen entfallen 70-80 % aller Umweltbelastungen.

Es wird auch darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, die natürlichen Ressourcen, die die Grundlage unserer Wirtschaft sind, effizienter zu bewirtschaften. Der Druck auf Ressourcen wie Biodiversität, Böden und Klima nimmt ständig zu und wenn es nicht gelingt, die bestehenden Ziele zu erreichen, könnte dies langfristig verheerende Folgen haben.

Ressourceneffizienz auf allen politischen Ebenen anpacken

Der Fahrplan empfiehlt ein zahlreiche Politikfelder umfassendes integriertes Konzept auf europäischer und nationaler Ebene und die Konzentration auf die Ressourcen, die am stärksten unter Druck stehen. Zu den verwendeten Instrumenten gehören Rechtsvorschriften, marktorientierte Instrumente, die Neuausrichtung von Finanzierungsinstrumenten und die Förderung der Nachhaltigkeit in Produktion und Verbrauch. In einem partizipativen Prozess, an dem die politischen Entscheidungsträger, Sachverständige, NRO, die Wirtschaft sowie die Verbraucherinnen und Verbraucher teilnehmen, werden bis spätestens 2013 klar definierte Ziele und Indikatoren entwickelt, die Vorhersagbarkeit und Transparenz für alle gewährleisten.

Hintergrund

In der Leitinitiative „Ressourcenschonendes Europa“ der Strategie Europa 2020 zum Thema Ressourceneffizienz wurde ein Fahrplan zur Festlegung der mittel- und langfristigen Ziele auf dem Gebiet der Ressourceneffizienz und der Mittel zu ihrer Verwirklichung gefordert. Dieser Fahrplan baut nun auf den anderen Initiativen im Rahmen dieser Leitinitiative - z. B. auf dem Fahrplan für den Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft sowie dem Weißbuch zur Verkehrspolitik vom Frühjahr 2011 und dem für Ende des Jahres vorgesehenen Energiefahrplan - auf und ergänzt sie. Der Fahrplan für Ressourceneffizienz stützt sich auch auf die Thematische Strategie für die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen von 2005 und die EU-Strategie für die nachhaltige Entwicklung.

Die nächsten Schritte

Der verschiedenen Aktionen und Maßnahmen des Fahrplans werden jetzt in die Tat umgesetzt. Die Kommission wird die entsprechenden politischen und Legislativvorschläge zu seiner Durchführung vorlegen. Auch die Mitgliedstaaten müssen auf ihrer Ebene tätig werden und der Wirtschaft sowie den Verbraucherinnen und Verbrauchern die neuen Effizienzmaßnahmen vermitteln.

Nähere Informationen über Ressourceneffizienz und den Fahrplan:

http://ec.europa.eu/environment/resource_efficiency/index_en.htm

MEMO/11/614

Kontakt:

Joe Hennon (+32 2 295 35 93)

Monica Westeren (+32 2 299 18 30)


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