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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Europäische Kommission leistet Opfern der Flutkatastrophe in Bangladesch erneut Hilfe

Brüssel, 19. September 2011 – Die Europäische Kommission hat den kürzlich von schweren monsunbedingten Überschwemmungen betroffenen Bangladescher 5 Mio. EUR für humanitäre Soforthilfe bereitgestellt. Damit erhalten diejenigen, die ihre Häuser und Existenzgrundlage verloren haben, Nahrungsmittel und Ernährungshilfe, sauberes Trinkwasser, Unterkünfte, Sanitäreinrichtungen und Zugang zu medizinischer Versorgung.

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, erklärte: „Die humanitäre Lage in Bangladesch ist bedenklich: Hundertausende wurden von der letzten Flut aus ihren Häusern vertrieben. Sie leben nun unter unvorstellbaren Bedingungen in Notunterkünften oder unter freiem Himmel. Die Solidarität Europas ist gefragt, und so wird die Kommission dabei helfen, den Bedarf der von der Überschwemmung am stärksten betroffenen Menschen zu decken. Wie üblich gehören zu unseren Hilfemaßnahmen auch der Katastrophenschutz, der in einem Land, das so oft von Naturkatastrophen heimgesucht wird, eine unverzichtbare Priorität darstellt.“

Eine in vor Kurzem von der Europäischen Kommission vor Ort durchgeführte Analyse bestätigte, dass in erheblichem Umfang Wohnraum und Existenzgrundlagen zerstört wurden. Es kam zu beträchtlichen Verlusten an Kulturpflanzen, Vieh und Fischzuchtteichen, von denen das Einkommen und Überleben von Millionen von Bangladescher abhängen.

Laut offizieller Schätzungen ist bisher eine Million Bangladescher von den Fluten betroffen. Über 200 000 Menschen haben ihre Häuser verlassen und mussten andernorts Zuflucht suchen. Es wird davon ausgegangen, dass die meisten überschwemmten Gebiete noch mehrere Monate unter Wasser bleiben, was für die Menschen, die an den Flussufern leben, verheerende und lang anhaltende Auswirkungen hat.

Die Kommission wird die Entwicklung der humanitären Lage mit ihrem Team in Bangladesch weiter beobachten und mit den Partnerorganisationen, über die unsere Mittel die Begünstigten erreichen, in engem Kontakt bleiben.

Hintergrund

Die Beziehungen der EU mit Bangladesch bestehen seit 1973 und haben sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt; sie umfassen mittlerweile eine mittelfristige und langfristige Entwicklungszusammenarbeit, Programme zur Katastrophenvorsorge und humanitäre Hilfsmaßnahmen. Seit 2009 hat die Europäische Kommission in Bangladesch humanitäre Hilfe um Umfang von fast 54 Mio. EUR geleistet.

Anfang August 2011 setzte heftiger Monsunregen ein, der mit dem Hochwasser zur Überflutung zahlreicher tief liegender Gebiete insbesondere im südwestlichen Teil des Landes führte.

Bangladesch ist wegen seiner Lage auf Meeresniveau während der Monsunzeit äußerst erosionsgefährdet und anfällig für schwere Überschwemmungen. Das Fehlen einer angemessenen Entwässerung, schlecht geplante Bauten und dürftig gewartete Uferbefestigungen tragen zum raschen Anschwellen der großen Flussbette bei und erhöhen die Überschwemmungsgefahr.

Über die Globale Allianz für den Klimaschutz und den Bangladesch-Fonds zur Stärkung der Resilienz gegenüber dem Klimawandel stellt die EU Bangladesch gegenwärtig 8,5 Mio. EUR für die Bewältigung von Katastrophen und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels bereit.

Mit diesen Mitteln wird das Land dabei unterstützt, mit der Durchführung der entsprechenden Vorschriften und politischen Maßnahmen besser auf Katastrophen reagieren zu können. Außerdem sollen die Kommunen besser vorbereitet und die Frühwarnsysteme des Landes für Zyklone, Stürme und Fluten verbessert werden.

Die Mittel der Europäischen Kommission helfen örtlichen Gemeinschaften von Bangladesch dabei, ihre Gebäude „klimafest“ zu bauen, die Küsten- und Uferbefestigungen zu warten und in den Städten bessere Entwässerungssysteme zu bauen.

Weitere Informationen

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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