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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Bericht der EU-Kommission: Hochschulbildung muss sich öffnen, um Europas Talent optimal zu nutzen

Brüssel, 16. September 2011 – Europa muss – insbesondere mit Blick auf die derzeitige Wirtschaftskrise – dringend mit vereinten Kräften die soziale Dimension der Hochschulbildung angehen. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Kommissionsbericht, der sich mit nationalen Strategien beim Zugang zur Hochschulbildung sowie bei der Finanzierung und der Unterstützung von Studierenden auseinandersetzt.

Der Bericht enthält Anregungen für die neue Strategie der Europäischen Kommission zur Modernisierung der Hochschulbildung, die am 20. September auf den Weg gebracht werden soll, und deckt die EU-Mitgliedstaaten, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei ab.

Um den künftigen Herausforderungen zu begegnen, die sich aus dem raschen gesellschaftlichen Wandel ergeben, so heißt es im Bericht, müssten die Länder ihre Hochschulsysteme anpassen. Insbesondere sind die Zugangsmöglichkeiten auszuweiten, damit mehr Menschen in den Genuss einer Hochschulbildung kommen, wofür einheitliche Maßnahmen sowie eine entsprechende Finanzierung und Erfolgskontrolle erforderlich sind.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, erklärte:Es gelingt uns nicht, das Talent in Europa optimal zu nutzen. Wir werden hinter der weltweiten Konkurrenz zurückbleiben, wenn wir nichts daran ändern. Wir müssen daher möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern einen Hochschulzugang ermöglichen. Dieses Ziel muss unbedingt im Mittelpunkt unserer Bildungspolitik stehen.“

Bis 2020, so das Ziel der Entscheidungsträger in Europa, sollen 40 % der 30- bis 34‑Jährigen über einen Hochschulabschluss verfügen, ein deutlicher Zuwachs gegenüber 33 % heute. Die Studie wurde im Auftrag der Europäischen Kommission vom Eurydice-Netz durchgeführt und enthält drei Themenschwerpunkte: politische Strategien für eine höhere Beteiligung an der tertiären Bildung, Trends im Bereich der finanziellen Unterstützung sowie Auswirkungen von Studiengebühren und entsprechenden Unterstützungssystemen.

Nach der Studie variieren die Strategien, mit denen die gemeinsamen europäischen Ziele verfolgt werden, erheblich zwischen den Ländern und zeigen unterschiedliche Auswirkungen auf die Ergebnisse der Hochschulbildung. So scheint es beispielsweise eine Kluft zwischen Ost und West im Hinblick auf Hochschulbildungsmöglichkeiten für Studienbewerber zu geben, die nicht dem herkömmlichen Muster entsprechen – wie Personen, die erst später im Leben ein Studium aufnehmen möchten oder die sich aufgrund im Berufsleben erworbener Qualifikationen und nicht eines entsprechenden Schulabschlusses für einen Studienplatz bewerben.

Im Bericht wird weiterhin auf die Veränderungen bei den Ausgaben für die Hochschulbildung im Zuge der Wirtschaftskrise eingegangen. Am stärksten wurden die Bildungsmittel während des vergangenen akademischen Jahres (2010/2011 im Vergleich zu 2009/2010) in Litauen, Liechtenstein, Österreich, Frankreich, Finnland und Malta aufgestockt, während die größten Einschnitte in Griechenland, Irland, Island (Minus von 8-10 %) sowie in Spanien, Italien, der Tschechischen Republik und in der Slowakei (Rückgang um bis zu 3 %) zu verzeichnen waren.

Darüber hinaus werden in dem Bericht für jedes Land die Studiengebühren und -beihilfen aufgeführt. Es lässt sich jedoch keine bestimmte Strategie als die beste feststellen – was in einem Land gut funktioniert, muss nicht immer ebenso gut in einem anderen Land funktionieren.

Weitere Informationen:

Der vollständige Bericht („Modernisation of higher education in Europe: Funding and the Social Dimension 2011“) sowie dessen Kernaussagen können hier abgerufen werden. Deutsche und französische Versionen sowie Druckausgaben werden in Kürze verfügbar sein.

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Bildungspolitik der EU und Programme in diesem Bereich:

http://ec.europa.eu/education/index_de.htm

Eurydice

Das Eurydice-Netz stellt Informationen und Analysen zu den europäischen Bildungssystemen und -strategien bereit. Es besteht aus 37 nationalen Eurydice-Stellen mit Sitz in allen 33 Ländern, die am EU-Programm für lebenslanges Lernen teilnehmen (EU-Mitgliedstaaten, Island, Kroatien, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und die Türkei). Geleitet und koordiniert wird das Netz von der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA), die auch die Studien ausarbeitet und verschiedene Online-Ressourcen bereitstellt.

Anhang

1. Studierende des ersten und zweiten Zyklus (Bachelor und Master), die Studiengebühren zahlen und Beihilfen erhalten, 2009/2010

Mehrheit erhält BEIHILFEN

Minderheit zahlt STUDIEN-GEBÜHREN

DK, MT, FI, SE, UK-SCT, LI, NO

CY, NL, SK, UK-EWNI

DE, EL, LT, HU, AT

BE, BG, CZ, EE, IE, ES, FR, IT, LV, PL,
RO, SI, IS, TR

Mehrheit zahlt STUDIEN-GEBÜHREN

Minderheit erhält BEIHILFEN

Quelle: Eurydice.

2. Alternative Wege zu einer Hochschulbildung für Bewerber, die nicht dem herkömmlichen Muster entsprechen, 2009/2010

Quelle: Eurydice.

3. Veränderungen in den Budgets für die Hochschulbildung im Zeitraum 2009/2010 bis2010/2011

Quelle: Eurydice.

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 2 295 92 58)

Dina Avraam (+32 2 295 96 67)

David Crosier, koordinierender Autor, Eurydice (+32 2 299 5024)


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