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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Prüfstein für den europäischen Katastrophenschutz: Kommissarin Georgieva reist nach Polen zu CARPATHEX 2011

Brüssel, 15. September 2011 – Rettungsteams retten das Leben von Fußballfans, deren Zug mit einem mit gefährlichen chemischen Abfällen beladenen Zug zusammengestoßen ist - dies ist eine der Übungen, die Kommissarin Georgieva morgen bei der Hauptveranstaltung von CARPATHEX 2011 mitverfolgen wird.

Der simulierte Unfall dient dazu, die Notfallreaktionskapazitäten bei Massenveranstaltungen wie der UEFA-Fußballeuropameisterschaft im nächsten Jahr (EURO 2012) zu prüfen.

Die Europäische Zivilschutzübung findet in der Woiwodschaft Karpatenvorland (Podkarpackie) in Polen statt. „Diese Übung ist ein ausgezeichnetes Mittel zur Verbesserung der Koordinierung der auf europäischer Ebene verfügbaren Katastrophenschutzressourcen und zur Erprobung und weiteren Verbesserung der Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten mit dem EU–Verfahren für Katastrophenschutz“, erklärte die für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion zuständige Kommissarin.

Sie fügte hinzu: „Der Austausch über bewährte Methoden und ein gemeinsames Verständnis der Zusammenarbeit bei Katastrophenschutzmaßnahmen sind von ausschlaggebender Bedeutung für eine rasche und effiziente Reaktion auf Krisen und Katastrophen innerhalb und außerhalb der EU.“

Das Szenario sieht vor, dass die polnischen Rettungsdienste über das EU–Katastrophenschutzverfahren um Hilfe ersuchen. So wird die Zusammenarbeit zwischen den Teams aus den beteiligten Mitgliedstaaten getestet und bewertet.

Im Rahmen von CARPATHEX 2011, das vom 12.-16. September stattfindet, schließen sich den polnischen Rettungsdiensten Spezialeinheiten für CBRN–Gefahren (chemische, biologische, radiologische, nukleare Gefahren) aus der Tschechischen Republik, Ungarn, der Slowakei und der Ukraine sowie das EU-Katastrophenschutzteam an. Die Europäische Union stellt 266 000 EUR für die Übung bereit.

Weitere Szenarien, die diese Woche simuliert werden, betreffen die Bekämpfung eines Waldbrandes, der durch Funkenflug vom Bremssystem des Zuges ausgelöst wird, die Überschwemmung eines Dorfes durch einen Staudammbruch und Explosionen in einem Chemiewerk, die zur Freisetzung hochtoxischer Substanzen führen.

Hintergrund

EU–Katastrophenschutzverfahren

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren ermöglicht die Zusammenarbeit in der Katastrophenbewältigung zwischen 31 Ländern in Europa (EU-27 sowie Kroatien, Island, Liechtenstein und Norwegen). Die teilnehmenden Länder bündeln die verfügbaren Ressourcen für Einsätze in von Katastrophen heimgesuchten Ländern auf der ganzen Welt. Bei Aktivierung des Verfahrens werden die Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Die Europäische Kommission verwaltet das Verfahren über das Beobachtungs- und Informationszentrum.

Seit 2001 wurde das Katastrophenschutzverfahren bei mehr als 100 Katastrophen weltweit aktiviert, darunter der Hurrikan Katrina in den USA (2005), die Erdbeben in China (2008) und Italien (2009), das Erdbeben in Haiti (2010) und das Erdbeben und der Tsunami in Japan (2011).

Katastrophenschutzübungen

Auf EU–Ebene organisierte Simulationsübungen werden vorwiegend als praktische Erprobungen konzipiert, vor allem mit dem Ziel des Aufbaus eines gemeinsamen Verständnisses der Zusammenarbeit in Katastrophenschutzeinsätzen und der Beschleunigung der Reaktion bei schweren Notfällen. Diese Übungen bieten allen an Maßnahmen im Rahmen des Verfahrens Beteiligten Lernmöglichkeiten und verbessern die Zusammenarbeit zwischen ihnen. Auch die Notfallplanung, Entscheidungsfindungsprozesse sowie die Information der Öffentlichkeit und der Medien können während dieser Übungen geprobt und geübt werden, um im Ernstfall besser auf ähnliche Situationen vorbereitet zu sein. Zudem können Übungen den Evaluatoren bei der Ermittlung weiterer Ausbildungserfordernisse für die an den Maßnahmen teilnehmenden Mitarbeiter helfen, während parallel organisierte Workshops zur Auswertung der Erfahrungen als Forum für die Ermittlung und Beseitigung operativer Defizite dienen können.

Die Übungen auf EU–Ebene werden von den an dem Verfahren beteiligten Ländern mit einem finanziellen Beitrag der Kommission organisiert. Die Ausschreibungen, in denen die Modalitäten der Projekte dargelegt sind, werden jedes Jahr veröffentlicht.

Weitere Informationen

www.eucarpathex2011.pl

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+322 29–68909)

Irina Novakova (+322 29–57517)


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