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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Forschung ohne Grenzen – Konsultation zum Europäischen Forschungsraum

Brüssel, 13. September 2011 – Ab heute haben Wissenschaftskreise sowie andere interessierte Gruppen und Personen Gelegenheit, bei der Gestaltung der europäischen Forschungslandschaft mitzuhelfen. Die Europäische Kommission leitet eine öffentliche Konsultation ein, um herauszufinden, wie die Rahmenbedingungen für die europäische Forschung radikal verbessert werden können. Ziel ist die Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums (EFR) bis 2014 durch die Schaffung eines echten Binnenmarkts für Wissen, Forschung und Innovation, der es Forschern, Forschungseinrichtungen und Unternehmen ermöglicht, sich über Grenzen hinweg frei zu bewegen, miteinander in Wettbewerb zu treten und zusammenzuarbeiten, was zur Steigerung des Wachstumspotenzials führen soll.

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung und Innovation, sagte dazu: „Wir müssen die europäische Wirtschaft ankurbeln und dazu das Beste aus unserer Forschung herausholen. Es kann nicht sein, dass es für unsere besten Forscher häufig attraktiver und einfacher ist, jenseits des Atlantiks zu arbeiten als in einem anderen EU-Land. Wir wollen von den Forschern wissen, was sie brauchen, damit wir gemeinsam am Abbau der Hindernisse für Wachstum und Beschäftigung arbeiten können.“

Die Konsultation läuft bis zum 30. November 2011. Die Europäische Kommission stellt darin u. a. folgende Fragen:

  • Fühlen sich die Forscher bei der Suche nach neuen Gelegenheiten durch nationale Grenzen behindert?

  • Benötigen die Wissenschaftler neue Forschungsinfrastrukturen, um besser forschen und ihre Ideen erproben zu können?

  • Brauchen die Forscher mehr Möglichkeiten zum Meinungsaustausch, zur Verwirklichung neuer Projekte und zur Schaffung neuer Produkte und Dienste?

Ausgehend von den Antworten auf diese und viele andere Fragen wird die Kommission ihren Vorschlag für einen verbesserten EFR-Rahmen fertigstellen, den sie bis Ende 2012 zu veröffentlichen gedenkt. Diese Rahmenbedingungen sollen die Koordinierung der Forschungsfinanzierung über die Grenzen der Mitgliedstaaten hinweg optimieren und die Effizienz und Wirkung der europäischen Forschung steigern.

Die Europäische Kommission hat den EFR als Voraussetzung für eine neue Ära der Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Europa erkannt, in der die besten Köpfe zusammenarbeiten, um die Europäische Union zu einer „Innovationsunion“ zu machen. Im Februar bekräftigte der Europäische Rat seine Unterstützung und rief die Europäische Union auf, zügig alle verbleibenden Hemmnisse zu beseitigen, um mehr Talente und Investoren anzulocken, damit bis 2014 ein einheitlicher Europäischer Forschungsraum entsteht.

Jeder, der sich für europäische Forschung und Innovation interessiert, kann sich unter folgender Internetadresse an der Konsultation beteiligen:

http://ec.europa.eu/research/consultations/era/consultation_en.htm

Hintergrund

Die Schaffung eines Europäischen Forschungsraums (EFR) wurde im Januar 2000 von der Europäischen Kommission in der Mitteilung „Hin zu einem europäischen Forschungsraum“ (KOM(2000) 6) vorgeschlagen und auf der Tagung des Europäischen Rates in Lissabon im März 2000 in die Wege geleitet. Gestützt auf das Grünbuch der Europäischen Kommission über den EFR (KOM(2007) 161) erhielt dieses Vorhaben im Jahr 2007 neue Impulse.

Mit dem Vertrag von Lissabon wurde eine Rechtsgrundlage für den Europäischen Forschungsraum geschaffen. Ein solcher Raum soll insbesondere die Freizügigkeit der Forscher, aber auch den freien Verkehr der wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Technologien ermöglichen. Zu diesem Zweck drängt die EU auf den Abbau steuerlicher und rechtlicher Hindernisse, die der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Forschung entgegenstehen.

Im Einklang mit ihrer Ankündigung in der Mitteilung über die Innovationsunion (KOM(2010) 546) wird die Europäische Kommission 2012 einen neuen Rahmen für den Europäischen Forschungsraum vorschlagen.

Im Jahr 2008 leitete der Rat den Ljubljana-Prozess zur Stärkung der politischen Führung des EFR ein und billigte eine gemeinsame „Vision 2020“ für den EFR. Konkrete Fortschritte wurden durch eine Reihe von Partnerschaftsinitiativen erzielt, die die Kommission 2008 zur Steigerung der Zusammenarbeit in fünf Bereichen vorgeschlagen hatte: Forscherkarrieren (Arbeitsbedingungen und Mobilität); gemeinsame Aufstellung und Durchführung von Forschungsprogrammen; Schaffung europäischer Weltklasse-Forschungsinfrastrukturen; Wissenstransfer und Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Forschung und Unternehmen; internationale wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit.

MEMO/11/597

Siehe auch die öffentliche Konsultation zum ERF-Rahmen:

http://ec.europa.eu/research/consultations/era/consultation_en.htm

EFR-Portal: http://ec.europa.eu/research/era/index_de.htm

Website zur Innovationsunion: http://ec.europa.eu/research/innovation-union/index_en.cfm

Ansprechpartner:

Michael Jennings +32 2 29 63388

Monika Wcislo +32 2 29 55604


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