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Europäische Kommission und ASEAN verstärken gemeinsame Katastrophenabwehr und Risikominderung

European Commission - IP/11/1024   12/09/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Europäische Kommission und ASEAN verstärken gemeinsame Katastrophenabwehr und Risikominderung

Brüssel, den 12. September 2011 – Die Europäische Kommission und ASEAN wollen bei der regionalen Krisenbewältigung enger zusammenarbeiten. Dieses gemeinsame Engagement wurde in Jakarta von Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe and Krisenreaktion, und Vertretern der indonesischen Regierung und der ASEAN-Führung bekräftigt. Georgieva besuchte als erstes EU-Kommissionsmitglied das ASEAN-Sekretariat. Sie führte Gespräche mit dem ASEAN-Generalsekretär Dr. Surin Pitsuwan und mit dem Koordinierenden Minister für Wohlfahrt Indonesiens Dr. H.R. Agung Laksono.

„ASEAN, sein wichtigstes Mitglied Indonesien und die Europäische Kommission sind sehr daran interessiert, neue Wege in der Zusammenarbeit bei der Katastrophenvorsorge und -abwehr zu beschreiten", sagte Kommissarin Georgieva. „In einer für Naturkatastrophen so anfälligen Region können wir mit Sicherheit mehr tun, um die Gefahren von Katastrophen zu bewerten und zu bewältigen, die im Leben von Millionen von Menschen verheerenden Schaden anrichten und das Wachstum einiger der dynamischsten Volkswirtschaften der Welt untergraben. Ich freue mich auf eine intensivere Zusammenarbeit bei der Verringerung der Verwundbarkeit in Südostasien, aber auch darauf, von den Erfahrungen und Praktiken von Indonesien und seinen Nachbarn bei der Katastrophenbewältigung zu lernen. Wir haben vor, praxisbewährte Methoden und Lehren aus der Vergangenheit auszutauschen und gemeinsame Übungen im Bereich Katastrophenschutz durchzuführen“, fügte die Kommissarin hinzu.

Gemeinsam mit dem ASEAN-Generalsekretär und Vertretern der Regierung und der Katastrophenschutzbehörde Indonesiens erörterte Kommissarin Georgieva die Möglichkeiten für eine bessere Koordinierung bei der Katastrophenbewältigung. ASEAN interessiert sich für das europäische Modell der Koordinierung und insbesondere für die Arbeit des EU-Beobachtungs- und Informationszentrums.

Der Besuch der Kommissarin wird den Anstoß geben für eine intensivere praktische Zusammenarbeit mit den indonesischen Behörden und ASEAN. Darüber hinaus richtet die Europäische Union derzeit das Instrument für den regionalen Dialog EU-ASEAN (READI) ein. Im Rahmen dieser neuen Fazilität können bis zu 4 Mio. EUR für den Austausch von Know-how über Wege zur Bewältigung der zerstörerischen Kraft der Natur bereitgestellt werden. Ein weiteres Beispiel für die aktive Partnerschaft zwischen der Kommission und ASEAN bei der Minderung des Katastrophenrisikos ist die Katastrophenabwehrübung, die im März 2011 in Manado, Indonesien stattfand.

Hintergrund

Bei Südostasien handelt es sich um eine sehr dicht besiedelte und für Naturkatastrophen sehr anfällige Region. In den vergangenen 30 Jahren entfielen 91 % der weltweit durch Naturkatastrophen verursachten Todesfälle und 49 % der dadurch angerichteten Schäden auf den asiatisch-pazifischen Raum.

Allein für Indonesien hat die Europäische Kommission seit 1994 mehr als 113 Mio. EUR bereitgestellt, um die humanitären Bedürfnisse von Erdbeben, Tsunamis, Nahrungsmittelknappheit, Überschwemmungen und ethnischer Gewalt betroffener Menschen zu befriedigen. In den Jahren 2010 und 2011 hat die Kommission die Bereitstellung von Unterkünften, Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Sanitäranlagen, Gesundheitsdiensten und psychosozialer Betreuung für die Überlebenden des Tsunami auf den Mentawai-Inseln und des Ausbruchs des Vulkans Merapi finanziert. Auch die Opfer der Erdbeben in Sumatra und Westjava haben von der EU finanzierte humanitäre Hilfe erhalten.

Das hohe Katastrophenrisiko in der Region unterstreicht die dringende Notwendigkeit von Investitionen in die regionale Katastrophenvorsorge, um die Zahl der Opfer und die durch Katastrophen verursachten Schäden auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Neben der Katastrophenabwehr konzentriert sich die Kommission auch auf die Stärkung der Widerstandsfähigkeit im Katastrophenfall in Asien. Im Rahmen ihres Programms zur Vorbereitung auf den Katastrophenfall (DIPECHO) finanziert die Kommission Maßnahmen zur Stärkung der Bewältigungskapazitäten von Überschwemmungen, Erdbeben, Waldbränden und anderen wiederkehrenden Katastrophen betroffener Gemeinschaften. Das Programm DIPECHO unterstützt gemeindebasierte Aktivitäten, den Aufbau lokaler Kapazitäten, die Durchführung von Katastrophenschutzmaßnahmen, die Einrichtung von Frühwarnsystemen und die Durchführung von Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen.

In Indonesien führt die Kommission eines ihrer größten Katastrophenvorsorgeprogramme in der Region durch. Seit 1998 hat die Kommission rund 6,7 Mio. EUR für Maßnahmen in Indonesien und für regionale Initiativen bereitgestellt, die auf die Stärkung der Fähigkeit lokaler Gemeinschaften zur Vorbereitung auf den Katastrophenfall ausgerichtet sind.

Weitere Informationen:

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakte :

David Sharrock (+32 2 296 89 09)

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)


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