Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

Europäische Kommission – Pressemitteilung

EU-Handelskommissar De Gucht will mit Besuch von Namibia und Südafrika Handels‑ und Entwicklungs­vereinbarung vorantreiben

Brüssel, 12. September 2011 – EU-Handelskommissar Karel De Gucht reist heute in das südliche Afrika, um die Verhandlungen über ein umfassende Handels- und Entwicklungsabkommen zwischen den beiden Regionen voranzutreiben. Am 13. September wird er mit Präsident Hifikepunye Pohamba und wichtigen Ministern Namibias sowie mit Vertretern der namibischen Wirtschaft und der Zivilgesellschaft zusammenkommen. Am 14. September reist er weiter nach Südafrika, wo er sich mit Rob Davies, dem südafrikanischen Handelsminister, treffen wird, bevor er am 15. September am Gipfeltreffen EU-Südafrika teilnimmt.

„Südafrika und Namibia sind zwei wichtige Handelspartner für Europa. Mit diesen Gesprächen dürfte diese Verbindung noch vertieft werden“, so Karel De Gucht. „Mit unserer gemeinsamen Vision und einem pragmatischen Konzept sollten wir in einer nicht zu fernen Zukunft zu einem erfolgreichen Abschluss kommen, was für alle Beteiligten Vorteile bringt.“

Südafrika und Namibia handeln im Rahmen der WPA-Gruppe der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC), die auch Angola, Botsuana, Lesotho, Swasiland und Mosambik umfasst, ein umfassendes regionales Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit der EU aus. Botsuana, Lesotho, Swasiland und Mosambik haben 2009 ein Interimsabkommen mit der EU unterzeichnet, während Südafrika ein eigenständiges Abkommen über Handel, Entwicklung und Zusammenarbeit mit der EU geschlossen hat.

Hintergrund

Namibia

Auf die EU entfallen etwa 30 % aller namibischen Ausfuhren, womit die EU der größte Ausfuhrmarkt Namibias außerhalb des südlichen Afrikas ist. 2010 führte Namibia Waren im Wert von 1,16 Mrd. EUR in die EU aus; gleichzeitig führte es Waren im Wert von 327 Mio. EUR aus der EU ein.

Der Großteil der namibischen Ausfuhren sind Fertigerzeugnisse (52 %), chemische Erzeugnisse kommen auf einen Anteil von 15 %. Nahrungsmittel und lebende Tiere machen 27 % aus. Die wichtigsten Agrarausfuhren Namibias in die EU sind Rindfleisch, Weintrauben und Fisch.

2007 paraphierte Namibia das Interims‑WPA der EU mit der WPA-Gruppe der SADC‑Staaten, hat es aber bis heute nicht unterzeichnet. Namibia nimmt an Verhandlungen teil, in deren Rahmen ein umfassendes regionales Abkommen mit der EU erzielt werden soll.

Südafrika

Die EU ist der wichtigste Handelspartner Südafrikas. 2010 führte die EU Waren im Wert von 18 Mrd. EUR aus Südafrika ein. Südafrika seinerseits importierte Waren im Wert von 21 Mrd. EUR aus der EU. Die meisten Einfuhren aus Südafrika fallen in die Kategorien Fertigerzeugnisse (35 %) sowie Maschinen und Fahrzeuge (19 %); andere Regionen der Welt dagegen führen im Wesentlichen Grunderzeugnisse aus Südafrika ein.

Südafrika hat das Interims‑WPA der EU mit der WPA-Gruppe der SADC‑Staaten 2007 nicht paraphiert, nimmt aber an den umfassenden regionalen Verhandlungen zur Erzielung eines vollständigen WPA teil.

Südafrika hat ein eigenständiges Abkommen über Handel, Entwicklung und Zusammenarbeit (Trade and Development Co-operation Agreement – TDCA) mit der EU geschlossen.

Nützliche Links:

Wirtschaftspartnerschaftsabkommen:

http://ec.europa.eu/trade/wider-agenda/development/economic-partnerships/

EU‑Handelsbeziehungen mit der WPA-Gruppe der SADC‑Staaten:

http://ec.europa.eu/trade/wider-agenda/development/economic-partnerships/negotiations-and-agreements/#_sadc

Handelsbeziehungen der EU mit Südafrika:

http://ec.europa.eu/trade/creating-opportunities/bilateral-relations/countries/south-africa/

Gipfeltreffen EU-Südafrika:

IP/11/1015, MEMO/11/587

Kontakt:

John Clancy (+32 2 295 37 73)

Helene Banner (+32 2 295 24 07)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website