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Konsultation zeigt breite Unterstützung für Europäisches Innovations- und Technologieinstitut

European Commission - IP/11/1008   08/09/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Konsultation zeigt breite Unterstützung für Europäisches Innovations- und Technologieinstitut

Brüssel, 8. September 2011 – Hochschul- und Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen unterstützen entschieden den Auftrag des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT), eine verstärkte und bessere Zusammenarbeit zwischen Hochschul- und Geschäftswelt sowie der Welt von Forschung und Innovation voranzutreiben. Dies hat eine öffentliche Konsultation ergeben, an der sich fast 200 Organisationen und Einzelpersonen beteiligt haben. Nach der Ansicht der Teilnehmer sollte das EIT bei „Horizont 2020“ – dem künftigen EU-Programm für Forschung und Innovation – eine besondere Rolle spielen und dafür sorgen, dass europäische und nationale Anstrengungen enger miteinander verknüpft werden. Die Mehrzahl der Teilnehmer lobten die Art und Weise, wie das EIT Unternehmen in seine Arbeit involviert, und fordern, dass das Institut seine Informationstätigkeit ausdehnt. Die Ergebnisse der Konsultation werden in die strategische Innovationsagenda für das EIT einfließen, die die Europäische Kommission bis Ende des Jahres vorlegen wird.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, begrüßte die Unterstützung, die im Rahmen der Konsultation für das EIT zum Ausdruck gebracht wurde: „Dies zeigt eindeutig, dass sich das EIT auf dem richtigen Weg befindet und eine wesentliche Rolle bei der Innovationsförderung in Europa spielt. Von allen Seiten wird nachdrücklich gewünscht, dass die Zukunft des EIT gesichert wird. Die Anregungen, die wir erhalten haben, werden der Europäischen Kommission dabei helfen, Lösungen für künftige Herausforderungen im Bereich der Innovation zu entwickeln.“

Fast alle Teilnehmer (90 %) waren sich darüber einig, dass das EIT eine besondere Rolle im Rahmen von „Horizont 2020“ spielen sollte. Ebenso wichtig war es für die Konsultationsteilnehmer, dass die Aktivitäten des EIT und seiner Wissens- und Innovationsgemeinschaften (KIC) – einer innovativen Form von öffentlich-privaten Partnerschaften – konsolidiert werden, indem greifbare Ergebnisse und konkrete Vorteile für die Gesellschaft erzielt werden. Gegenwärtig gibt es drei Wissens- und Innovationsgemeinschaften, und zwar für die Bereiche Klimawandel, nachhaltige Energien sowie Informations- und Kommunikationstechnologien.

Für die Schaffung neuer KIC wurden die Themengebiete Gesundheit/Altern (81 %) und nachhaltige Städte/Mobilität (77 %) für am wichtigsten befunden. Laut den Teilnehmern sollten die neuen KIC an der kommenden EU-Strategie für Forschung und Innovation ausgerichtet sein; sie sollten nachhaltige und systematische Auswirkungen haben und eine kritische Masse an Interessenträgern aus den Bereichen Ausbildung, Forschung und Innovation, die für Spitzenleistungen stehen, vereinen.

Die Beteiligung von Unternehmen wurde von den Konsultationsteilnehmern als besonders wichtig für den künftigen Erfolg des EIT angesehen. Flexibilität, eindeutige Regeln und klare Rendite sind nach ihren Aussagen von grundlegender Bedeutung, wenn es darum geht, den Privatsektor für eine Beteiligung zu gewinnen.

Weiterhin forderten sie, dass das EIT und seine KIC verstärkt Ergebnisse kommunizieren und die europaweiten Kontakte verbessern. Das EIT sollte neue Modelle des Wissensaustausches und der offenen Innovation fördern und konkrete Maßnahmen zur Verbreitung der Ergebnisse seiner Aktivitäten und Innovationsmodelle unter allen relevanten Interessenträgern entwickeln.

Hintergrund

Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) wurde 2008 auf Initiative der Europäischen Kommission gegründet und ist eine eigenständige Einrichtung der EU, über die internationale Spitzenleistungen auf dem Gebiet der Innovation gefördert werden. Dieses Ziel soll über das neuartige Konzept von grenzübergreifenden öffentlich-privaten Partnerschaften, den sogenannten Wissens- und Innovationsgemeinschaften (KIC), erreicht werden. Das EIT verfügt über einen Verwaltungshauptsitz in Budapest, während die an 16 Standorten in ganz Europa von Barcelona bis Stockholm operierenden KIC erstklassige Hochschul- und Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen vereinen. Bisher wurden drei KIC gegründet, deren Schwerpunkte auf nachhaltiger Energie (InnoEnergy KIC), Klimawandel (Climate KIC) und Informations- und Kommunikationsgesellschaft (EIT ICT Labs) liegen. Für den Zeitraum 2007-2013 erhält das EIT 309 Mio. EUR aus dem EU-Haushalt.

Die öffentliche Konsultation zur Zukunft des EIT wurde vom 14. April bis zum 30. Juni 2011 durchgeführt. Bei der Kommission gingen 187 Stellungnahmen ein, von denen 134 per Online-Formular und 53 in schriftlicher Form übermittelt wurden. Im Rahmen der Konsultation äußerte sich eine große Bandbreite von Interessenträgern aus der Hochschulbildung (35 %), der Geschäftswelt (26 %) und dem Forschungsbereich (22 %).

Die Europäische Kommission hat in ihrem im Juni vorgelegten Haushaltsplan für den Zeitraum 2014-2020 eine erhebliche Aufstockung der Mittel für Forschung und Innovation vorgeschlagen. Im Rahmen dieses Vorschlags wäre das Europäische Innovations- und Technologieinstitut Bestandteil der EU-Strategie „Horizont 2020“ für Forschung und Innovation, für die 80 Mrd. EUR vorgesehen sind. Ziel ist es dabei, Europas Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt zu steigern und zur Schaffung zukunftsträchtiger Arbeitsplätze und Ideen beizutragen.

Die nächsten Schritte

Die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation zum EIT werden in dessen künftige Strategie einfließen (strategische Innovationsagenda).

Neben dieser Konsultation wird die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene strategische Innovationsagenda für das EIT die Ergebnisse einer unabhängigen, externen Bewertung des EIT, den vom Verwaltungsrat des Instituts eingereichten Strategieentwurf und die laufenden Diskussionen zum künftigen EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (Horizont 2020) berücksichtigen.

Weitere Informationen:

Bericht zur öffentlichen Konsultation über das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT):

http://ec.europa.eu/education/eit/eit-consultation_en.htm

Schriftliche Beiträge zur Konsultation

http://ec.europa.eu/education/eit/eit-consultation_en.htm

Ergebnisse der ersten externen Bewertung des EIT

http://ec.europa.eu/dgs/education_culture/evalreports/education/2011/eitreport_en.pdf

Entwurf der strategischen Innovationsagenda, übermittelt vom EIT-Verwaltungsrat

http://eit.europa.eu/fileadmin/Content/Downloads/SIA/EIT_Strategic_Innovation_Agenda_Final.pdf

Horizont 2020: das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation

http://ec.europa.eu/research/horizon2020/index_en.cfm?pg=home

Verordnung zur Errichtung des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts

http://ec.europa.eu/education/eit/docs/Regulation/DE/de.pdf

EIT-Website

http://eit.europa.eu/

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 2 295 92 58)

Dina Avraam (+32 2 295 96 67)


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