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EUROPÄISCHE KOMMISSION - Pressemitteilung

Fischerei: Europäische Union und Vereinigte Staaten vereinbaren engere Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der illegalen Fischerei

Brüssel/Washington, 7. September 2011 – Sperrfrist: 16.00 Uhr (Brüssler Zeit). Maria Damanaki, EU-Kommissarin für Maritime Angelegenheiten und Fischerei, und Dr. Jane Lubchenco, National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) Administrator, unterzeichnen heute in Washington eine historische Erklärung, in der sie sich zur Bekämpfung der illegalen, ungemeldeten und unregulierten Fischerei, kurz IUU-Fischerei, verpflichten. Diese Erklärung ist die erste ihrer Art in der seit langem bestehenden Partnerschaft zwischen der EU und den USA im Bereich des Fischereimanagements.

Die EU und die USA, die an erster bzw. an dritter Stelle stehen, wenn es um die Einfuhr von Meerestieren geht (Japan steht an zweiter Stelle), haben vereinbart, dass die von ihnen eingeführten Meerestiere nicht aus der illegalen Fischerei stammen dürfen. Der Schaden illegaler Tätigkeiten, die legal tätigen Fischern und Küstengemeinden global gesehen entsteht, beziffert sich bei den Meerestieren und den daraus gewonnenen Erzeugnissen jährlich auf bis zu 23 Mrd. USD.

„Die IUU‑Fischerei ist eine kriminelle Tätigkeit, und es ist unsere Pflicht, alles ins Werk zu setzen, um diesen Praktiken ein Ende zu bereiten,“ sagte Kommissarin Damanaki. „Die heutige Vereinbarung wird dazu beitragen. Mit vereinten Kräften werden wir dafür sorgen, dass die Schuldigen mit ihren üblen Geschäften nicht mehr so leicht davonkommen“.

„Die illegale, ungemeldete und unregulierte Fischerei stellt eine der größten Gefahren für die nachhaltige Fischerei und für die biologische Vielfalt der Meere dar,“ sagte Dr. Lubchenco, die auch Under Secretary of Commerce for Oceans and Atmosphere ist. „Eine internationale Zusammenarbeit wird die Durchsetzung der Vorschriften verbessern und verhindern können, dass die legale Fischwirtschaft auf dem Weltmarkt durch illegale Fischerei geschädigt wird.“

Hintergrund

Die EU und die Vereinigten Staaten haben bereits verschiedene Rechtsinstrumente für die Bekämpfung der IUU-Fischerei verabschiedet, beispielsweise die IUU‑Verordnung der EU und den U.S. High Seas Driftnet Fishing Moratorium Protection Act. Beide Parteien sind in internationalen Fischereiorganisationen aktiv und fördern internationale Instrumente für die Bekämpfung der IUU‑Fischerei.

Mit der heutigen Erklärung verpflichten sich die EU und die USA zur Zusammenarbeit bei der Verabschiedung der wirksamsten Instrumente für die Bekämpfung der IUU‑Fischerei. Sie engagieren sich in ihrer Rolle als Partner in regionalen Fischereiorganisationen und als Vertragsparteien verschiedener internationaler Verträge, die Überwachung und die Durchsetzung der Bewirtschaftungsmaßnahmen weiter auszubauen, und verpflichten sich, alle Instrumente einzusetzen, um zu verhindern, dass die IUU‑Akteure wirtschaftlichen Nutzen aus ihren illegalen Tätigkeiten ziehen.

Die neue Vereinbarung umfasst ein System für den Austausch von Informationen über IUU‑Tätigkeiten, fördert Bewirtschaftungsmaßnahmen in regionalen Fischereiorganisationen, die die Überwachung von Schiffen in bestimmten Gebieten verstärken, unterstützt andere Länder, das Übereinkommen über Hafenstaatmaßnahmen des Fischereiausschusses der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen zu ratifizieren und umzusetzen, und fördert die nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen bei gleichzeitiger Erhaltung der Artenvielfalt in den Meeren.

Mit Blick auf eine Umgestaltung ihrer Fischerei ist die EU derzeit mit einer Überarbeitung der Gemeinsamen Fischereipolitik beschäftigt, und die USA haben eine neue Richtung eingeschlagen, um der Überfischung ein Ende zu setzen und die Bestände wiederaufzufüllen. Über die eigenen Grenzen hinaus bedarf es stets mehr einer internationalen Zusammenarbeit, insbesondere zwischen den großen Fischereinationen und Einfuhrstaaten, um die globale Bewirtschaftung gemeinsamer Meeresressourcen zu verbessern und die damit verbundene Beschäftigung und andere wirtschaftlichen Vorteile der nachhaltigen Fischerei zu erhalten.

Das heute von der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten unterzeichnete Dokument ist ein wichtiger Schritt für die Verwirklichung dieser Ziele.

Kontakt:

Oliver Drewes (+32 229-92421)

Lone Mikkelsen (+32 229-60567)

Connie Barclay: (NOAA) (+1-301-427-80 29)


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