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Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Sybase-Übernahme durch SAP

European Commission - IP/10/992   20/07/2010

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IP/10/992

Brüssel, 20. Juli 2010

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Sybase-Übernahme durch SAP

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Sybase, Inc. durch die deutsche SAP AG nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Beide Unternehmen sind in den Bereichen Datenbanken, Middleware und Unternehmenssoftware tätig. Nach Prüfung des Vorhabens kam die Kommission zu dem Schluss, dass die Übernahme den wirksamen Wettbewerb weder im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern wird.

SAP ist der führende Anbieter von Softwarelösungen für Unternehmen und vornehmlich in diesem Bereich tätig, während der Softwareanbieter Sybase in erster Linie Datenbanken, Middleware und mobile Unternehmenslösungen vertreibt.

Die Tätigkeitsbereiche der Unternehmen überschneiden sich geringfügig (a) bei Datenbanken, da SAP seine Lösung nicht separat, sondern ausschließlich im Paket verkauft, (b) bei Data-Warehousing-Instrumenten und (c) bei mobiler Middleware (Infrastruktur-Software zur mobilen Nutzung von Unternehmenssoftware auf tragbaren Geräten verschiedenster Art), auch wenn SAP in diesem Segment nur begrenzt präsent ist.

Wie die Prüfung durch die Kommission bestätigte, sind wegen der geringfügigen Überschneidungen auf keinem der relevanten Märkte horizontale wettbewerbswidrige Auswirkungen zu erwarten. Das aus der Übernahme hervorgehende Unternehmen wird auf allen relevanten Märkten auch weiterhin starkem Wettbewerbsdruck von Seiten mehrerer anderer Unternehmen ausgesetzt sein.

Geprüft wurde von der Kommission auch, ob sich aus der starken Präsenz von SAP auf bestimmten Marktsegmenten für Unternehmenssoftware eventuell nichthorizontale und konglomerate Effekte ergeben. In erster Linie ging es um die Frage, ob das Unternehmen nach der Fusion imstande oder geneigt wäre, die Möglichkeit der Kunden einzuschränken, Datenbanken- oder mobile Middleware-Produkte anderer Anbieter zu verwenden. Die Prüfung lieferte jedoch keinen Hinweis darauf, da das Unternehmen nach dem Zusammenschluss kein unverzichtbares Produkt kontrollieren wird, das nicht austauschbar wäre, und andere Anbieter von Unternehmenssoftware starken Wettbewerbsdruck ausüben werden.

Die Übernahme wurde am 16. Juni 2010 bei der Kommission angemeldet. Weitere Informationen finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_5904


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