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IP/10/959

Brüssel, 16. Juli 2010

Kommission stellt 5 Mio. EUR für kurzfristige Ernährungshilfe in vier südostafrikanischen Ländern bereit

Die Europäische Kommission hat beschlossen, 5 Mio. EUR bereitzustellen, um zum Schutz der Existenzgrundlagen anfälliger Bevölkerungsgruppen in den katastrophengefährdeten Regionen Südostafrikas und des südwestlichen Indischen Ozeans beizutragen. Mit der Hilfe soll die Katastrophenvorsorge gefördert werden, indem Maßnahmen zur kurzfristigen Ernährungs- und Existenzsicherung und weitere Unterstützungsmaßahmen in den Komoren, Madagaskar, Malawi und Mosambik finanziert werden.

Die Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, erklärte hierzu: „Trotz des Erfolgs unserer Katastrophenvorsorgeprogramme in gefährdeten Gebieten zeigt die Erfahrung, dass Naturgefahren nicht nur das Leben, sondern auch die Existenzgrundlagen von Menschen bedrohen. Aus diesem Grund bauen wir unsere Programme aus, indem wir ergänzende Instrumente zur Förderung der Ernährungssicherheit der Bevölkerung schaffen.“

Südostafrika und der südwestliche Indische Ozean sind zwei der am stärksten katastrophengefährdeten Gebiete der Welt. Neben ständigen Bedrohungen durch Erdbeben und Vulkanausbrüche war die Region in den vergangenen Jahren von einer drastischen Zunahme von Überschwemmungen und Wirbelstürmen betroffen. Wegen dieser hohen Häufigkeit von Naturkatastrophen sind die Möglichkeiten zur nachhaltigen Erholung stark eingeschränkt.

Wichtigstes Ziel des neuen Beschlusses ist die Verknüpfung der Katastrophenvorsorge mit Ernährungssicherungsmaßnahmen in Form einer kurzfristigen Unterstützung der Existenzsicherung und der Ernährungssicherheit, um die Anfälligkeit der durch Naturkatastrophen gefährdeten Gemeinschaften zu verringern. Die Hilfe wird auf vielfältigen Wegen erbracht, wie Bereitstellung von Saatgut und Werkzeug, Unterstützung bei der Viehhaltung und Kapazitätsaufbau auf Ebene der Haushalte und Gemeinschaften. Die Gelder werden außerdem genutzt, um Maßnahmen von Partnerorganisationen zu koordinieren und technisch zu unterstützen und Sensibilisierungs- und Advocacy-Kampagnen zu finanzieren.

Hintergrund

Im März 2010 erließ die Kommission einen Beschluss über die Einleitung ihres zweiten mit 6 Mio. EUR dotierten DIPECHO-Aktionsplans für die Länder Südostafrikas und des südwestlichen Indischen Ozeans, der darauf abzielt, die Widerstandsfähigkeit der dort lebenden Gemeinschaften zu erhöhen bzw. ihre Anfälligkeit zu verringern, um sie besser auf Naturkatastrophen und die Milderung und Bewältigung ihrer Folgen vorzubereiten (DIPECHO ist das Katastrophenvorsorgeprogramm des ECHO-Diensts).

Am 31. März 2010 veröffentlichte die Kommission eine Mitteilung über humanitäre Hilfe im Ernährungsbereich (siehe IP/10/404). Darin wird ein neuer Politikrahmen für die humanitäre Hilfe der EU vorgestellt, der die Bemühungen um die Bekämpfung der Ernährungsunsicherheit in humanitären Krisen stärken soll. In den letzten Jahren haben Hunger und Mangelernährung weltweit zugenommen und 2010 gilt die Ernährungslage von mehr als 1 Milliarde Menschen als unsicher. Davon leben rund 100 Millionen in einem Krisenumfeld und sind mit extremer und akuter Ernährungsunsicherheit und Unterernährung konfrontiert, durch die ihr Leben unmittelbar bedroht ist. Der Mitteilung zufolge zielt die humanitäre Hilfe der EU im Ernährungsbereich darauf ab, Leben zu erhalten und zu retten, Existenzgrundlagen zu schützen und die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerungsgruppen zu stärken, die gegenwärtigen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit bevorstehenden Nahrungsmittelkrisen ausgesetzt sind oder sich von solchen erholen.

Weitere Informationen unter: http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm


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