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Zukunft ermöglichen: Experten beraten die Kommission über aufkommende Technologien

European Commission - IP/10/934   13/07/2010

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IP/10/934

Brüssel, 13. Juli 2010

Zukunft ermöglichen: Experten beraten die Kommission über aufkommende Technologien

Kaum jemand hätte vor 10 Jahren vorausgesagt, dass die Geschäftswelt heute so aussehen würde. Wir benutzen keine Schreibmaschinen mehr, Informationen werden meist elektronisch gespeichert und ausgetauscht. Wie wird unsere industrialisierte Welt in 10 Jahren aussehen? Welche Produkte und Technologien werden wir zur Herstellung von Waren, zum Abschluss von Geschäften, zum Lernen, Leben und zur Kommunikation verwenden? Damit das Potenzial dieser Technologien besser erforscht wird, riefen die Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Antonio Tajani und Neelie Kroes sowie die Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn heute die Hochrangige Sachverständigengruppe zu Schlüsseltechnologien ins Leben. Schlüsseltechnologien wie die Nanotechnologie, die Mikro- und Nanoelektronik einschließlich der Halbleitertechnologie, fortschrittliche Werkstoffe, die Biotechnologie und die Fotonik sind für die Ausgestaltung der industriellen Zukunft der EU außerordentlich bedeutsam. Die Arbeiten dieser Gruppe werden letztlich zu einer europäischen Strategie für den industriellen Einsatz solcher Technologien beitragen.

Dazu sagte Vizepräsident Antonio Tajani, Kommissionsmitglied für Industrie und Unternehmen: „Die meisten Waren und Dienstleistungen, die in 5 bis 10 Jahren verfügbar sein werden, sind zwar noch unbekannt, sie werden aber sicher auf Schlüsseltechnologien beruhen. Das Fachwissen der hochrangigen Sachverständigengruppe über die Art und Weise des Einsatzes dieser Schlüsseltechnologien ist von entscheidender Bedeutung für die Erneuerung unserer industriellen Basis. Die Arbeiten dieser Gruppe sind ein weiteres Instrument der EU, mit dem sie die Ziele der Strategie Europa 2020 erreichen kann.“

Schlüsseltechnologien sind daher von systemrelevanter Bedeutung für unsere Volkswirtschaften und bergen ein riesiges Marktpotenzial. Nach Schätzungen von Experten liegt das globale Marktvolumen von Nanotechnologie, Mikro- und Nanoelektronik, industrieller Biotechnologie, Fotonik, fortschrittlichen Werkstoffen und Fertigungssystemen zwischen 500 Mrd. und 570 Mrd. jährlich. Es wird von einem jährlichen Wachstum von 5 % bis 46 % ausgegangen. Zum Vergleich: Herkömmliche Industriezweige wie die Elektronik, der Automobilbau sowie die chemische und die Pharmaindustrie setzen jedes Jahr weltweit zwischen 1 000 und 1 800 Mrd. Euro um.

Die EU muss durch politische Maßnahmen sicherstellen, dass Schlüsseltechnologien effektiv vermarktet werden und die Ergebnisse ihrer eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit erfolgreich verwertet werden. Die hochrangige Sachverständigengruppe hat den Auftrag, eine gemeinsame Langzeitstrategie zur Verbesserung des Einsatzes von Schlüsseltechnologien auf europäischer Ebene zu entwickeln. Auf der Grundlage dieser Arbeiten wird die Kommission 2011 dem Europäischen Parlament und dem Rat Bericht erstatten.

Die Mitteilung ist integraler Bestandteil der Industrie- und Innovationspolitik der EU.

http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/ict/key_technologies/index_de.htm


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