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Rumänien aktiviert EU-Katastrophenschutz-verfahren wegen Hochwasser: Vier Mitgliedstaaten bieten Ausrüstung an

European Commission - IP/10/883   04/07/2010

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IP/10/883

Brüssel, 09 July 2010

Rumänien aktiviert EU-Katastrophenschutz-verfahren wegen Hochwasser: Vier Mitgliedstaaten bieten Ausrüstung an

Am Abend des 2. Juli hat die rumänische Regierung das EU- Katastrophenschutzverfahren aktiviert und um Hilfe bei der Bekämpfung des schweren Hochwassers im Nordosten des Landes gebeten. Die Bitte um Bereitstellung von aufblasbaren Dämmen, Pumpen, Stromgeneratoren, Wasserreinigungsanlagen, Beleuchtungskits und anderer Ausrüstung wurde vom Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ) der Europäischen Kommission umgehend an alle am Katastrophenschutzverfahren beteiligten Länder weitergeleitet. Nur Stunden nach Aktivierung des Verfahrens hatten Frankreich, Estland, Belgien und Österreich erste Hilfsangebote übermittelt, von denen einige bereits von Rumänien angenommen wurden. Die Ausrüstung befindet sich zurzeit auf dem Weg in die Hochwassergebiete.

Wieder einmal hat sich Europa bei einer Katastrophe solidarisch gezeigt. Ich möchte den Ländern, die Rumänien ihre Hilfe angeboten haben, meine Anerkennung aussprechen, und meine Solidarität mit der rumänischen Bevölkerung in den Hochwassergebieten bekräftigen. Ich werde anhand der Erfahrungen aus den jüngsten Katastrophen in Mittel- und Osteuropa prüfen, wie wir unsere Katastrophenschutzkapazitäten in Zukunft ausbauen und verbessern können, erklärte die für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva.

Frankreich hat 5 Pumpen, 8 Stromgeneratoren und eine Wasserreinigungsanlage in Begleitung eines 30-köpfigen Hilfsteams angeboten. Estland hat bestätigt, dass das von der EU-Kommission finanzierte Hochleistungspumpmodul „Balt Flood Combat“, zu dem ein Team estnischer, litauischer und lettischer Hilfskräfte gehört, einsatzbereit ist und im Bedarfsfall nach Rumänien entsandt werden kann. Österreich hat 10 Schmutzwasserpumpen und 3 Stromgeneratoren angeboten. Belgien hat 11 Pumpen, 5 Stromgeneratoren, eine Wasserreinigungsanlage mit einer Wasseraufbereitungsanlage sowie 6 Hilfskräfte zur Bedienung der Anlagen angeboten.

Rumänien hat diese Angebote Belgiens und Österreichs angenommen. Der belgische Hilfskonvoi ist heute Morgen aufgebrochen und wird unterwegs die von Österreich bereitgestellte Ausrüstung aufladen. Die Hilfe wird voraussichtlich am Montag, 5. Juli 2010 abends in Rumänien eintreffen.

Die Angebote von Frankreich und Estland werden derzeit noch von den rumänischen Behörden geprüft.

Hintergrund

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren, an dem sich 31 Länder beteiligen (EU-27 sowie Island, Kroatien, Liechtenstein und Norwegen), dient der Zusammenarbeit im Katastrophenfall. Im Rahmen des Verfahrens werden die Ressourcen gebündelt, die bei Katastrophen weltweit für die betroffenen Länder zur Verfügung gestellt werden können. Bei Aktivierung des Verfahrens werden die Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Für diese Aufgabe ist das Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ) der Europäischen Kommission zuständig. Seit seiner Einführung im Jahr 2001 kam das Verfahren sowohl in den Mitgliedstaaten (z. B. 2009 bei den Waldbränden in Südeuropa) als auch weltweit zum Einsatz, unter anderem bei den jüngsten Erdbebenkatastrophen in Haiti und Chile.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

http://ec.europa.eu/echo/civil_protection/civil/prote/mechanism.htm


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