Navigation path

Left navigation

Additional tools

Lebensmittelsicherheit: Nach dem Urteil von EU‑Sachverständigen darf die Produktion von Milcherzeugnissen erst wiederaufgenommen werden, wenn diese gesundheitlich unbedenklich sind

European Commission - IP/10/877   02/07/2010

Other available languages: EN FR IT SL

IP/10/877

Brüssel, 2. Juli 2010

Lebensmittelsicherheit: Nach dem Urteil von EU‑Sachverständigen darf die Produktion von Milcherzeugnissen erst wiederaufgenommen werden, wenn diese gesundheitlich unbedenklich sind

Was den verdorbenen Mozzarella-Käse angeht, wird die Situation von der Europäischen Kommission aufmerksam verfolgt. Die Herstellung von Milcherzeugnissen in dem betroffenen Betrieb in Deutschland darf erst wiederaufgenommen werden, wenn feststeht, dass diese Produkte für den Verzehr unbedenklich sind. Dies ist das Ergebnis der gestrigen Sitzung der EU-Sachverständigen (Mitgliedstaaten und Kommission) im Rahmen des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit. Die deutschen Behörden für Lebensmittelsicherheit unterrichteten die anderen Mitgliedstaaten und die Kommission ausführlich über die Kontrollen, welche die zuständigen Behörden durchgeführt hatten, und über die Abhilfemaßnahmen, die der betroffene Betrieb ergriffen hatte. Darüber hinaus erörterte der Ausschuss den Schutz von Legehennen, Fragen der Aujeszky-Krankheit bei Schweinen und das Thema der Infektiösen Bovinen Rhinotracheitis (IBR).

Die Kommission legte dem Ständigen Ausschuss die wichtigsten Ergebnisse des Kontrollbesuches vor, den das Lebensmittel- und Veterinäramt vom 23. bis 25.6. vor Ort durchgeführt hatte. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass das Unternehmen die zuständigen Behörden nicht informiert hat, als die Kontamination entdeckt wurde. Die Kommission erklärte, dass die Herstellung von Milcherzeugnissen (wie Mozzarella) erst dann wiederaufgenommen werden darf, wenn die Kontaminationsquelle beseitigt und die bakteriologische Qualität der Erzeugnisse wiederhergestellt sind.

Der verdorbene Mozzarella-Käse aus dem betroffenen Betrieb hatte sich blau verfärbt. Dies wurde zunächst in Italien festgestellt, woraufhin Italien am 9. Juni alle Mitgliedstaaten und die Kommission über das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) alarmierte. Der verdorbene Käse ist auch in andere Mitgliedstaaten und Drittstaaten gelangt; dort wurde das Produkt vom Markt genommen.

Des Weiteren erörterte der Ausschuss folgende Themen:

Schutz von Legehennen: Die Richtlinie 1999/74/EG des Rates zur Festlegung von Mindestanforderungen zum Schutz von Legehennen sieht vor, dass bis zum 1. Januar 2012 ein Verbot der Käfigbatteriehaltung eingeführt wird. Um sicherzustellen, dass dieses Verbot auch ordnungsgemäß durchgesetzt wird, hat die Kommission den aktuellen Stand seiner Umsetzung erörtert und angekündigt, dass ihre Inspektionsdienste im Jahre 2011 vor allem überprüfen werden, ob die Mitgliedstaaten Maßnahmen getroffen haben, um die schrittweise Abschaffung der Batteriekäfighaltung vorzubereiten.

Aujeszky-Krankheit: Der Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit beschloss außerdem, den Gesundheitsstatus von Slowenien, Polen und ganz Spanien in Bezug auf diese Viruskrankheit des Schweins anzuheben, da in der letzten Zeit erhebliche Fortschritte bei den Bemühungen um deren Tilgung erzielt wurden. Slowenien gehört nun zur Gruppe der Mitgliedstaaten, die als frei von der Aujeszky-Krankheit gelten, während Polen und das gesamte Hoheitsgebiet Spaniens (zuvor waren nur einige wenige Regionen betroffen) nun auf der Liste derjenigen Mitgliedstaaten stehen, die bestimmte Handelsvorschriften befolgen (welche angewendet werden müssen, damit die Erfolge bei der Bekämpfung dieser Seuche nicht gefährdet werden).

Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR) und damit zusammenhängende Handelsbedingungen: Der Ausschuss befürwortete einen Kommissionsvorschlag zu dieser Rinderseuche, um die Verbringung von Rindern innerhalb der EU zu erleichtern, ohne den Gesundheitsstatus von Gebieten, die als frei von dieser Seuche gelten, zu beeinträchtigen. Es wurden neue Bedingungen eingeführt, die die direkte Verbringung von Masttieren, die zur Schlachtung bestimmt sind, in geschlossene Ställe erlauben. Dies erfolgt durch ein Kanalisierungs- und Rückverfolgungssystem, das von den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten überwacht wird.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website