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Europäische Kommission wird interne Forschungs­kapazitäten durch eine neue Strategie für die Gemeinsame Forschungsstelle ausbauen

European Commission - IP/10/876   02/07/2010

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IP/10/876

Brüssel, den 29. Juni 2010

Europäische Kommission wird interne Forschungs­kapazitäten durch eine neue Strategie für die Gemeinsame Forschungsstelle ausbauen

Die Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) ‑ das Forschungszentrum der Europäischen Kommission ‑ hat heute ihre neue Strategie für den Zeitraum 2010‑2020 veröffentlicht. Diese sieht eine stärkere wissenschaftliche Unterstützung der Politikgestaltung der EU vor. Grundlage hierfür sollen Bewertungen verschiedener politischer Optionen sein, die in enger Zusammenarbeit mit den politischen Generaldirektionen der Kommission aufgezeigt werden.

Hierzu EU-Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn: „Die JRC ist eine äußerst wertvolle Ressource für Europa, und ich wünsche mir, dass dies stärker anerkannt wird. Die Kommission braucht die JRC für die kommissionseigene Spitzenforschung als Grundlage für die Politikgestaltung. Mit dieser Strategie werden die Kapazitäten der JRC im Bereich der Politikanalyse ausgebaut und wird ihre Fachkompetenz darauf ausgerichtet, dazu beizutragen, dass das Europa-2020-Ziel ‑ nachhaltiger und integrativer Wohlstand – erreicht wird. Außerdem wird die JRC als eine Art „Radar“ fungieren und die Kommission dabei unterstützen, künftige Chancen und Risiken zu erkennen.“

Viele der komplexen Herausforderungen der Zukunft erstrecken sich über die herkömmlichen politischen Grenzen hinweg und erfordern eine multidisziplinäre Forschung. Um eine optimale Hilfestellung leisten zu können, wird sich die JRC auf sieben Themenbereiche konzentrieren, die wichtigen Herausforderungen in der EU und weltweit entsprechen und der ausgewiesenen Fachkompetenz der JRC Rechnung tragen:

  • Hin zu einer offenen und wettbewerbsorientierten Wirtschaft

  • Entwicklung einer Gesellschaft mit geringer CO2-Intensität

  • Nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen

  • Sicherheit von Lebensmitteln und Verbrauchsgütern

  • Nukleare Sicherheit und Sicherungsmaßnahmen

  • Sicherheit und Krisenmanagement

  • Referenzmaterialien und -messungen

Ziel der JRC ist es, die von ihr geleistete traditionelle wissenschaftliche und technische Unterstützung durch eine makroökonomische Bewertung der jeweiligen Politikoptionen zu ergänzen. Um die Vor- und Nachteile solcher Optionen analysieren zu können, soll ihre Kompetenz im Bereich der sozioökonomischen Forschung und Modellierung ausgebaut und mit dem vorhandenen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Wissen verzahnt werden.

Kapazitäten für die Vorausschau sollen dazu beitragen, gesellschaftliche, wirtschaftliche, ökologische, technische oder wissenschaftliche Fragen vorwegzunehmen, die für die Gestaltung der EU-Politik künftig relevant sein können.

Diese integrierte Herangehensweise, die die neuesten und besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt, soll im Interesse der politischen Entscheidungsträger und Bürger in der EU zu genau definierten und bewerteten politischen Szenarien beitragen.

In der Erklärung der JRC zu ihrem neuen Zukunftsbild wird ihr Hauptanspruch für die nächsten zehn Jahre formuliert: „Die JRC liefert den politischen Entscheidungsträgern der EU auf verlässliche Weise wissenschaftlich fundierte politische Optionen, um zentrale Herausforderungen für unsere Gesellschaft auf der Basis einer international anerkannten Forschung angehen zu können.“

Der Generaldirektor der JRC, Roland Schenkel, wird die Strategie am Samstag, den 3. Juli, bei einer Pressekonferenz in Turin im Rahmen des Euro-Science Open Forums vorstellen. Das Forum ist eine alle zwei Jahre stattfindende gesamteuropäische Veranstaltung, die der wissenschaftlichen Forschung und Innovation gewidmet ist: http://www.esof2010.org/.

Hintergrundinformationen: Aufbau und Auftrag der JRC

Die Gemeinsame Forschungsstelle ist eine Generaldirektion der Europäischen Kommission mit sieben wissenschaftlichen Instituten in fünf verschiedenen EU-Ländern. Sie zählt insgesamt 2750 Mitarbeiter und verfügt als Institution über ein jährliches Budget von ca. 350 Mio. EUR.

Sie hat den Auftrag, die Konzeption, Entwicklung, Umsetzung und Überprüfung der Politik der Europäischen Union durch nachfrageorientierte wissenschaftlich-technische Arbeiten zu unterstützen. Als Dienststelle der Europäischen Kommission fungiert die JRC als Referenzzentrum für Wissenschaft und Technologie in der Union. Durch ihre Nähe zum politischen Entscheidungsprozess dient sie dem gemeinsamen Interesse der Mitgliedstaaten, ist aber unabhängig von privaten oder nationalen Interessen.

Download:

Zusammenfassung der JRC-Strategie 2010-2020 (Seite mit den Berichten der JRC):

http://ec.europa.eu/dgs/jrc/index.cfm?id=2550


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