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EU stellt 30 Mio. EUR zur Förderung des Absatzes landwirtschaftlicher Erzeugnisse bereit

European Commission - IP/10/873   01/07/2010

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IP/10/873

Brüssel, den 1. Juli 2010

EU stellt 30 Mio. EUR zur Förderung des Absatzes landwirtschaftlicher Erzeugnisse bereit

Die Europäische Kommission hat 19 Programme aus 14 Mitgliedstaaten (Österreich, Belgien, Tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Irland, Niederlande, Polen, Slowenien, Spanien und Vereinigtes Königreich) genehmigt, mit denen in der Europäischen Union über landwirtschaftliche Erzeugnisse informiert und deren Absatz gefördert werden soll. Die Programme, die eine Laufzeit von ein bis drei Jahren haben, sind mit insgesamt 60,6 Mio. EUR ausgestattet, an denen sich die EU mit 30,3 Mio. EUR (50%) beteiligt. Die ausgewählten Programme betreffen Obst und Gemüse, Fleisch, Milcherzeugnisse, Honig, Blumen, Faserlein, g.U., g.g.A. und g.t.S. und ökologische Erzeugnisse.

„Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse in der Europäischen Union sind in ihrer Qualität und Vielfalt einzigartig“, erklärte die für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige Kommissar Dacian Cioloş. „In einem offenen, globalen Markt reicht es nicht aus, hervorragende Lebensmittel und Getränke nur herzustellen. Wir müssen unsere Anstrengungen verbessern, den Bürgern zu erklären, wie hoch der EU-Lebensmittelstandard ist und welche Qualität die europäische Landwirtschaft hervorbringt. EU-Programme dieser Art können unseren Erzeugern in einem zunahmend wettbewerbsorientierte Umfeld eine wirkliche Hilfe sein"

Hintergrund

Am 17. Dezember 2007 hat der Rat die beiden bisherigen EU-Verordnungen über Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen zu einer einzigen EU-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 3/2008) zusammengefasst, die sowohl Maßnahmen im Binnenmarkt als auch in Drittländern abdeckt1 (siehe IP/07/699).

Bei diesen Maßnahmen geht es um PR-, Werbe- und Informationsmaßnahmen, bei denen die Vorzüge von Gemeinschaftserzeugnissen vor allem in Bezug auf Qualität, Hygiene, Lebensmittelsicherheit, Nährwert, Etikettierung, Tierschutz und umweltgerechte Produktion hervorgehoben werden sollen. Ebenfalls gefördert werden die Teilnahme an Messen und Ausstellungen, Informationskampagnen über das Gemeinschaftssystem für geschützte Ursprungsbezeichnungen (g. U.), geschützte geografische Angaben (g. g. A.) und garantiert traditionelle Spezialitäten (g. t. S.) sowie zu den EU-Qualitäts- und Etikettierungsregelungen und zum ökologischen Landbau. Auch Informationsmaßnahmen zum Gemeinschaftssystem für Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (Qualitätsweine b.A.) kommen für eine Förderung in Frage.

Die EU beteiligt sich zu maximal 50 % an den Kosten dieser Maßnahmen (mit bis zu 60 % an Programmen zur Förderung des Verzehrs von Obst- und Gemüseerzeugnissen durch Kinder und an Informationsmaßnahmen zu verantwortlichem Trinkverhalten und den Schäden infolge unverantwortlichen Alkoholkonsums); den Restbetrag übernehmen die Branchen- oder Dachverbände, die die Programme vorgeschlagen haben, und/oder die betreffenden Mitgliedstaaten.

Die Durchführungsbestimmungen für die Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen sind in einer Verordnung der Kommission2 festgelegt. Dort sind die Themen und Erzeugnisse aufgeführt, die Gegenstand von Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen sein können.

Die Branchenverbände können ihre Vorschläge den Mitgliedstaaten jeweils bis zum 30. November eines Jahres vorlegen. Danach übersenden die Mitgliedstaaten der Kommission die Liste der von ihnen ausgewählten Programme sowie je eine Kopie der Programme. Die Kommission bewertet die Programme und entscheidet über ihre Förderfähigkeit.

Das Verzeichnis der heute genehmigten Programme und der Mittelansätze ist dieser Mitteilung als Anlage beigefügt.

Figures and graphics available in PDF and WORD PROCESSED

1 :

Verordnung (EG) Nr. 3/2008 des Rates vom 17. Dezember 2007 über Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen für Agrarerzeugnisse im Binnenmarkt und in Drittländern.

2 :

Verordnung (EG) Nr. 501/2008 der Kommission vom 5. Juni 2008 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 3/2008 des Rates über Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen für Agrarerzeugnisse im Binnenmarkt und in Drittländern.


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