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Vorschlag der Kommission für das Inverkehrbringen von Wildgrassamen bringt den Schutz der biologischen Vielfalt in der EU voran

European Commission - IP/10/846   28/06/2010

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IP/10/846

Brüssel, 28. Juni 2010

Vorschlag der Kommission für das Inverkehrbringen von Wildgrassamen bringt den Schutz der biologischen Vielfalt in der EU voran

Am vergangenen Freitag haben die Mitgliedstaaten einen Vorschlag der Kommission angenommen, dem zufolge bestimmte Arten von Wildpflanzensaatgut aus geschützten Lebensräumen in Verkehr gebracht werden dürfen sollen, und damit die Bemühungen um den Erhalt der natürlichen Lebensräume und den Schutz der biologischen Vielfalt in der EU weiter vorangetrieben. Gemäß dem Vorschlag – der vom Ständigen Ausschusses für das landwirtschaftliche, gartenbauliche und forstliche Saat- und Pflanzgutwesen angenommen wurde – werden insbesondere die geltenden strengen Vorschriften gelockert, um das Inverkehrbringen von Wildpflanzensaatgut zu ermöglichen, das zum Erhalt natürlicher Lebensräume verwendet werden soll.

Diese Wildpflanzensamen kommen in den Mitgliedstaaten bei der Landschaftsgestaltung, in Naturgärten und bei der Wiederherstellung bzw. beim Erhalt natürlicher Lebensräume zum Einsatz. Gesammelt werden sie in natürlichem oder naturnahem Grasland, das die Mitgliedstaaten gemäß der Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG des Rates) als besondere Schutzgebiete und damit als erhaltenswert ausgewiesen haben. Die EU verfügt nun über Methoden zur Sammlung, Reinigung und Neuaussaat dieser Samen auf landwirtschaftlich genutztem Boden, mit denen sich die Samen vermehren lassen.

Bisher durfte diese Art von Saatgut nicht in Verkehr gebracht werden, weil ihre Bestandteile gegen einige der allgemeinen EU-Vorschriften für das Inverkehrbringen von Saatgut verstießen, z. B. was Sortenechtheit und -reinheit betrifft. Die nun mit dem Kommissionsvorschlag vorgelegte Ausnahmeregelung war daher als notwendig erachtet worden.

Nach dem neuen System müssen die Erzeuger eine Genehmigung für das Inverkehrbringen ihrer Saatgutmischungen beantragen; außerdem muss das betreffende Saatgut aus einem geschützten Lebensraum stammen, dessen Erhalt von Bedeutung ist. Erzeugung und Inverkehrbringen des Saatguts finden im Herkunftsgebiet statt. Darüber hinaus gilt für Mischungen dieses Saatguts eine zulässige Höchstmenge. Um sicherzustellen, dass diese Höchstmengen nicht überschritten werden, müssen die Erzeuger gegenüber dem betreffenden Mitgliedstaat die Mengen der Saatgutmischungen angeben, deren Genehmigung sie beantragen wollen.

Die Rückverfolgbarkeit der Mischungen wird durch angemessene Versiegelung und Etikettierung gewährleistet.

Es können auch andere Gebiete von nationaler, regionaler oder lokaler Bedeutung ausgewiesen werden, die einen vergleichbaren Schutz bieten wie die Habitat-Richtlinie. Diese Gebiete gelten als Entnahmegebiete für die Saatgutmischungen, die zum Erhalt natürlicher Lebensräume verwendet werden sollen. Damit die Wiederherstellung und der Erhalt eines bestimmten Lebensraums gewährleistet werden können, sollte das dort entnommene Saatgut ferner nur in Lebensräumen des gleichen Typs verwendet werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgender Adresse:

http://ec.europa.eu/food/plant/propagation/index_de.htm


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