Navigation path

Left navigation

Additional tools

Direkte Steuern: Die Kommission fordert das Vereinigte Königreich förmlich auf, die Einkommensteuervorschriften für Seeleute zu ändern

European Commission - IP/10/792   24/06/2010

Other available languages: EN FR

IP/10/792

Brüssel, den 24. Juni 2010

Direkte Steuern: Die Kommission fordert das Vereinigte Königreich förmlich auf, die Einkommensteuervorschriften für Seeleute zu ändern

Die Europäische Kommission hat das Vereinigte Königreich aufgefordert, seine einkommensteuerrechtlichen Bestimmungen zu ändern, die für die Einkünfte von im Vereinigten Königreich ansässigen Seeleuten einen Steuerabzug gewähren, diesen bei nicht im Vereinigten Königreich ansässigen Seeleuten jedoch nicht gewähren. Die Kommission ist der Ansicht, dass diese Vorschriften diskriminierend sind und eine Einschränkung der Freizügigkeit darstellen, was gegen die Verpflichtungen des Vereinigten Königreichs aus dem EU-Recht verstößt. Die Aufforderung der Kommission an das Vereinigte Königreich erfolgt in Form einer mit Gründen versehenen Stellungnahme im Rahmen des EU-Vertragsverletzungsverfahrens. Geht innerhalb von zwei Monaten keine zufriedenstellende Antwort ein, kann die Kommission das Vereinigte Königreich vor dem Gerichtshof der EU verklagen.

Der fragliche Steuerabzug entspricht der Höhe des steuerpflichtigen Einkommens für den Zeitraum, in dem Seeleute im Vereinigten Königreich gearbeitet haben, d. h., es handelt sich im Wesentlichen um eine Befreiung der entsprechenden Einkünfte. Nach Ansicht der Kommission ist ein solcher Abzug ein objektives Besteuerungselement (d. h., er ist nicht von den persönlichen oder familiären Verhältnissen des Steuerpflichtigen abhängig) und sollte gebietsansässigen und gebietsfremden Steuerpflichtigen, die ihr Recht auf Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU ausüben, gleichermaßen gewährt werden.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website