Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Autres langues disponibles: FR EN

IP/10/775

Brüssel, 22. Juni 2010

Kommission unterstützt internationale Kampagne zur Reduzierung der tödlichen Unfälle an Bahnübergängen

Die Europäische Kommission unterstützt die heute anlaufende erste internationale Kampagne zur Reduzierung der Zahl der Todesopfer von Unfällen an Bahnübergängen. Alljährlich sterben Hunderte von Menschen in ganz Europa bei Unfällen an Bahnübergängen. Dies entspricht einem Drittel aller Todesopfer von Bahnunfällen und 2 % aller Straßenverkehrstoten. Die Akteure des Straßen- und des Eisenbahnverkehrs1 werden heute gleichzeitig in über 45 Ländern auf fünf Kontinenten Veranstaltungen organisieren, um den ersten internationalen Tag zur Sensibilisierung für die Gefahren an Bahnübergängen („International Level Crossing Awareness Day“, ILCAD) zu begehen, dessen Ziel es ist, durch verkehrserzieherische Maßnahmen die Zahl der Unfälle an Bahnübergängen zu reduzieren.

Dazu der für Verkehrsfragen zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Siim Kallas: „Ich freue mich, dass die Kommission an dieser Initiative mitwirkt. Wir sind fest entschlossen, für einen Rückgang der Zahl der Unfalltoten auf unseren Straßen zu sorgen. Wir können es uns nicht leisten, die Augen vor den von Bahnübergängen ausgehenden Gefahren zu verschließen angesichts der Vielzahl von Unfällen, die sich hier nach wie vor ereignen. Durch die Kampagne wird diesem Problem die ihm gebührende Aufmerksamkeit zuteil, was ich nur begrüßen kann.“

Die Kommission beteiligt sich aktiv an der ILCAD-Kampagne, da sie den Zielen, die die Kommission im Rahmen ihres Engagements für die Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit anstrebt, voll entspricht. Die Kommission hat einen Videoclip zur Schärfung des Bewusstseins für die Sicherheit an Bahnübergängen produziert, der für nationale Kampagnen zur Verfügung gestellt wird. Der Clip kann über folgende Internetadresse abgerufen werden: http://ec.europa.eu/roadsafety. Außerdem hat die Generaldirektion „Mobilität und Verkehr“ der Kommission im April 2010 einen Workshop zur Sicherheit an Bahnübergängen veranstaltet.

Im Mittelpunkt des ILCAD stehen verkehrserzieherische Maßnahmen und die Förderung eines sicheren Verhaltens auf und in der Nähe von Bahnübergängen. Den Rahmen des ILCAD bilden bestehende nationale Veranstaltungen, die gemeinsam an verschiedenen Orten in den einzelnen Teilnehmerländern organisiert werden und unter dem gemeinsamen Motto „Act safely at level crossings!“ („Bahnübergänge – Sicherheit hat Vorrang“) stehen. Zusätzlich zu regelmäßigen oder auf Dauer angelegten Aktivitäten, die über das ganze Jahr hinweg stattfinden, sind zahlreiche spezielle Follow-up-Maßnahmen auf den fünf Kontinenten geplant. An Bahnübergängen, in Schulen, Fahrschulen, Jugendorganisationen usw. sollen Flyer verteilt, an Bahnhöfen und anderen zentralen Orten Plakate angebracht und über Radio und Fernsehen spezielle Spots ausgestrahlt werden.

Mit dem diesjährigen ILCAD soll an den Erfolg der ersten europäischen Kampagne angeknüpft werden, die im vergangenen Jahr in 27 Ländern durchgeführt wurde. Die nunmehr internationale Kampagne findet in über 45 Ländern statt. Bahnübergänge sind Teil des Schienen- wie auch des Straßennetzes. Die meisten Unfälle an Bahnübergängen haben ihre Ursache jedoch in einem falschen Verhalten von Straßenbenutzern. Im Jahr 2008 kamen 409 Personen in der Europäischen Union bei Unfällen an Bahnübergängen ums Leben. Neben dem menschlichen Verlust und dem sozialen Schaden verursacht dies auch erhebliche wirtschaftliche Kosten aufgrund der Schäden am Schienennetz und längerer Unterbrechungen des Zugverkehrs. Die Kommission wird auch weiterhin entschlossen darauf hinarbeiten, die Zahl der Straßenverkehrstoten zu reduzieren. Das im Zeitraum 2001‑10 durchgeführte Programm soll europaweit bereits eine erhebliche Verringerung der Zahl der Straßenverkehrstoten bewirkt haben. Noch in diesem Sommer wird die Kommission Leitlinien zur Straßenverkehrssicherheit veröffentlichen mit dem Ziel, die Zahl der Todesopfer noch weiter zu reduzieren.

1 :

Europäische Eisenbahnagentur (ERA), Internationaler Eisenbahnverband (UIC), Gemeinschaft der Europäischen Bahnen (CER), Europäische Infrastrukturbetriebe (EIM), Europäisches Bahnübergangsforum (ELCF) und Europäischer Verkehrssicherheitsrat (ETSC).


Side Bar