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Kommission und USA vereinbaren Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und Entwicklung für die Zivilluftfahrt

European Commission - IP/10/761   18/06/2010

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IP/10/761

Brüssel, 18. Juni 2010

Kommission und USA vereinbaren Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und Entwicklung für die Zivilluftfahrt

Die Europäische Kommission und die US-amerikanische Zivilluftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) haben ihre Verhandlungen über eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und Entwicklung für die Zivilluftfahrt nun förmlich abgeschlossen. Die beiden Delegationen unter der Leitung von Hank Krakowski, Chief Operating Officer der FAA, und Daniel Calleja, Luftverkehrsdirektor der Europäischen Kommission, wurden heute in Madrid [im Beisein des spanischen Verkehrsministers Jose Blanco] von der spanischen EU-Präsidentschaft empfangen. Sie paraphierten die Vereinbarung sowie einen ersten technischen Anhang, der die Interoperabilität ihrer neuen Systeme für das Flugverkehrsmanagement (ATM), SESAR und NextGen, sicherstellen soll.

Dank der Vereinbarung sind die EU und die USA nun in der Lage, ihr gemeinsames Ziel – die Entwicklung und Umsetzung eines umweltfreundlicheren und effizienteren Luftverkehrssystems – gemeinsam zu verfolgen. Sie gibt einen rechtsverbindlichen Rahmen für die Zusammenarbeit vor, der auf gemeinsam vereinbarten Grundsätzen der Gegenseitigkeit beruht. Die Vereinbarung ermöglicht die Zusammenarbeit auf allen Gebieten der Forschung und Entwicklung im Bereich der Zivilluftfahrt, darunter Sicherheit und Gefahrenabwehr, Umweltschutz, Leistungsfähigkeit, alternative Kraftstoffe, Flugzeugkonstruktion, unbemannte Flugzeugsysteme, suborbitale Flugzeuge, satellitengestützte Kommunikation und damit verbundene ATM-Anwendungen.

Mit der Vereinbarung des ersten technischen Anhangs, der die Zusammenarbeit im Bereich SESAR und NextGen regelt, wurde gleichzeitig ein wichtiger Fortschritt für die Interoperabilität der beiden ATM-Systeme erzielt. Die mit diesem Anhang eingeleiteten Maßnahmen werden auf Seiten der EU von dem gemeinsamen Unternehmen SESAR durchgeführt, das eine optimale Koordinierung der ATM-Modernisierung in Europa und eine direkte Beteiligung der EU-Luftfahrtindustrie sicherstellt.

Nach dem vereinbarten Grundsatz der Gegenseitigkeit verpflichten sich die Vertragspartner, Interessenten der anderen Partei die Gelegenheit zur Teilnahme an den Konsultationsforen der ATM-Modernisierungsprogramme zu geben und es den Branchenunternehmen der jeweils anderen Partei zu ermöglichen, Beiträge zu entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsprogrammen zu leisten. Ein weiterer Gegenstand der Vereinbarung ist die Koordination der von den beiden Parteien durchgeführten technischen Maßnahmen zur Unterstützung der weltweiten Standardisierung der ATM-Systeme durch die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO). Die Interoperabilität im Bereich SESAR und NextGen ist für alle Nutzer des Luftraums – insbesondere jedoch für die Fluggesellschaften – von entscheidender Bedeutung, da sie es ermöglicht, Flugzeuge mit demselben Gerät für die Navigation, Kommunikation und Positionsmeldung im Luftraum der USA und der EU zu betreiben und somit zusätzliche Kosten und ein höheres Gewicht zu vermeiden.

Die Parteien planen, in nächster Zukunft weitere Anhänge zur Flugsicherheit (z. B. im Hinblick auf Aschewolken bei Vulkanausbrüchen) und zum Einsatz alternativer Kraftstoffe zu vereinbaren. Die schnelle Umsetzung des Anhangs trägt wesentlich zu einem baldigen Einsatz von SESAR bei und beschleunigt somit die Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftraums.

Die Kommission wird das Dokument nun zunächst förmlich annehmen und es anschließend dem Rat und dem Europäischen Parlament zur Genehmigung vorlegen, damit die Vereinbarung Anfang 2011 in Kraft treten kann.


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