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IP/10/757

Brüssel, 17. Juni 2010

Fusionskontrolle: Kommission gibt RWE grünes Licht für den Erwerb der alleinigen Kontrolle über Mitgas

Die Europäische Kommission hat den Erwerb von Mitgas (Deutschland) durch das von RWE (Deutschland) kontrollierte Unternehmen enviaM (ebenfalls Deutschland) nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Nach entsprechender Prüfung kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass die Transaktion den wirksamen Wettbewerb weder im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern wird.

Mitgas ist ein regionales Gasverteilerunternehmen in Mitteldeutschland, das hauptsächlich in der Versorgung von Stadtwerken mit hochkalorischem Gas (H-Gas) und der Belieferung von Endkunden mit H-Gas tätig ist. Die Hauptgeschäftsbereiche von enviaM und seinen Tochtergesellschaften sind die Strom-/Wärmeübertragung und energienahe Dienstleistungen für lokale Verteilerunternehmen und Endkunden sowie die Wasserversorgung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und in Teilen Thüringens und Brandenburgs. enviaM hält Anteile an mehreren Stadtwerken. Das Kerngeschäft der Muttergesellschaft von enviaM, RWE, umfasst das Strom- und Erdgasgeschäft auf praktisch allen Stufen der Lieferkette (von der Exploration/Erzeugung bis zur Belieferung der Endkunden). RWE ist EU-weit tätig.

Der Kontrollerwerb erfolgte am 28. August 2009. Die Kommission forderte RWE anschließend auf, das Vorhaben nachträglich anzumelden.

Die Kommission prüfte die Auswirkungen des Erwerbs insbesondere im Hinblick auf die Belieferung von Gasverteilern und Endkunden in den fraglichen Netzgebieten. Die Untersuchung der Kommission ergab, dass sich die Geschäftsbereiche der beteiligten Unternehmen entweder kaum überschneiden oder dass bestehende Überschneidungen reduziert werden oder ganz wegfallen, weil RWE bereits vor dem Zusammenschluss beschlossen hatte, sein Gasgeschäft in den Gebieten einzustellen, in denen Mitgas vertreten ist. Das Rechtsgeschäft ist deshalb nach Auffassung der Kommission wettbewerbsrechtlich unbedenklich.

Weitere Informationen zu diesem Zusammenschluss unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_5802


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