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Brüssel, 15. Juni 2010

Mit 1 Mrd. EUR ausgestattete Nahrungsmittelhilfe-Fazilität: Unterstützung von 222 Projekten und 50 Millionen Bedürftigen im Kampf gegen den Hunger

Die mit 1 Mrd. EUR ausgestattete Nahrungsmittelhilfe-Fazilität hat sich als rasch und wirksam einsetzbares Instrument bei der Bekämpfung der Ernährungsunsicherheit erwiesen: Nach ihrer Einrichtung wurden in nur eineinhalb Jahren bereits mehr als 500 Mio. EUR ausgezahlt und 97% der Mittel gebunden. Die Europäische Kommission legt heute eine Broschüre über die aus der Fazilität finanzierten Maßnahmen vor. Weltweit werden ungefähr 50 Millionen Menschen im Rahmen der Fazilität unterstützt und bereits erste Erfolge verzeichnet. Allerdings steht einer großen Zahl qualitativ hochwertiger Vorschläge ein relativ begrenztes Budget gegenüber, so dass die Europäische Kommission vor Kurzem die Initiative „Food Facility Auction Floor“ eingeleitet hat, um weitere Geber zur Finanzierung von Projekten zu gewinnen.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass Menschen heute noch von Hunger und Ernährungsunsicherheit bedroht sind. Durch die Nahrungsmittelhilfe-Fazilität kann Europa rasche und effiziente Hilfe zur Bewältigung der Nahrungsmittelkrise in den Entwicklungsländern bereitstellen. Die Kommission hat ihr Versprechen erfüllt, wirklich wirksame Unterstützung für die bedürftigen Länder zu leisten. Wir erreichen derzeit 50 Mio. Bedürftige, zu denen auch viele Kleinbauern gehören, und diese Zahl wird weiter steigen,“ erklärte der für Entwicklung zuständige EU-Kommissar Andris Piebalgs.

Aufgrund des massiven Anstiegs der Nahrungsmittelpreise im Jahr 2008 war im Dezember desselben Jahres die mit 1 Mrd. EUR ausgestattete Nahrungsmittelhilfe-Fazilität eingerichtet worden, mit der die EU über ein Instrument zur raschen Reaktion auf die akute Ernährungsunsicherheit in 50 Entwicklungsländern verfügt.

Konkrete Ergebnisse in den betroffenen Ländern

Die entsprechenden Maßnahmen liefen 2009 an und verzeichnen bereits in vielen der 50 Zielländer erste Erfolge:

In Pakistan ist der landwirtschaftliche Anbau aufgrund der stark gestiegenen Preise für Saatgut und Düngemittel in den letzten zwei Jahren zurückgegangen, während die Nahrungsmittelpreise aufgrund der Dürreperiode ebenfalls in die Höhe schnellten. In diesem Jahr ist es den Landwirten durch ein gemeinsam von EU, WFP und FAO finanziertes Projekt im Rahmen der Nahrungsmittelhilfe-Fazilität gelungen, diese Abwärtsspirale zu durchbrechen. 23 000 pakistanische Landwirte erhielten über das WFP jeweils 400 kg Weizen zur Überbrückung der kritischen Zeit kurz vor der Ernte und waren daher nicht mehr gezwungen sich zu verschulden.

In Niger gründeten die EU und UNICEF 2009 eine Partnerschaft, um über die Nahrungsmittelhilfe-Fazilität die Behandlung von 65 000 stark unterernährten Kindern unter 5 Jahren in therapeutischen Ernährungszentren zu finanzieren.

In Guatemala wurden im Rahmen der Fazilität Düngemittel für 14 000 Kleinbauern bereitgestellt.

Ein langfristiges und effizientes Engagement

Die Europäische Kommission hat bislang 97% der verfügbaren Mittel der Fazilität gebunden, die Bindung der Restmittel wird in Kürze folgen. Der letzte Finanzierungsbeschluss wurde im April 2010 angenommen und belief sich auf 145,3 Mio. EUR.

Die rasche Durchführung der Fazilität ist der Einbindung der bestehenden Finanzierungskanäle und der erfolgreichen Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen und Behörden zu verdanken. Da die Europäische Kommission eine Lenkungsfunktion übernommen hat, konnte dabei auf die Schaffung zusätzlicher bürokratischer Strukturen und vertikaler Treuhandfonds verzichtet werden.

Initiative „Food Facility Auction Floor“

Im Rahmen der Nahrungsmittelhilfe-Fazilität wurde 2009 ein Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht. Aus der Vielzahl der eingegangenen Bewerbungen hat die Europäische Kommission die 84 aufgrund ihrer Qualität und Durchführungsreife am besten geeigneten Vorschläge ausgesucht und in einem Katalog zusammengefasst, um die Zusammenführung von potenziellen Geldgebern und Projektentwicklern zu erleichtern. Mit diesem „Auction Floor“ will die Kommission hochkarätige durchführungsreife Projektvorschläge verfügbar machen, um so, der Agenda von Accra entsprechend, Kosteneffizienz, Kohärenz und Koordination der Hilfe stärken.

Hintergrund

Aus der mit 1 Mrd. EUR ausgestattetem Nahrungsmittelhilfe-Fazilität der EU werden Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zu landwirtschaftlichen Betriebsmitteln, für Programme zur sozialen Absicherung bedürftiger Bevölkerungsgruppen, für die Förderung von Mikrokrediten und Investitionen sowie für die Verbesserung von Ausstattung, Infrastrukturen und Schulungen finanziert.

Der Großteil der Mittel wird über die in der hochrangigen UN-Arbeitsgruppe zur Nahrungsmittelkrise vertretenen internationalen Organisationen bereitgestellt.

Weitere Informationen zur Nahrungsmittelhilfe-Fazilität:

Neue Broschüre „The Food Facility – A rapid response from the European Union“:

http://ec.europa.eu/europeaid/infopoint/publications/europeaid/documents/184a_foodfacility_en.pdf

Video-Clip zur Nahrungsmittelhilfe-Fazilität

http://www.dailymotion.com/video/xdlh9c_eu-food-facility-en_news

Weitere Informationen zu Politik und Strategien der Europäischen Kommission im Bereich der Ernährungssicherheit:

http://ec.europa.eu/europeaid/how/finance/food-facility_en.htm

http://ec.europa.eu/europeaid/what/food-security/index_en.htm

http://ec.europa.eu/development/icenter/repository/COMM_PDF_COM_2010_0127_EN.PDF

Katalog „Food Facility Auction Floor“:

http://ec.europa.eu/europeaid/infopoint/publications/europeaid/documents/185a_foodfacility_auction_floor_en.pdf

Pressemitteilung zur Mitteilung der Kommission „EU-Politikrahmen zur Unterstützung der Entwicklungsländer bei der Verbesserung der Ernährungssicherheit“:

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