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EU-Veterinärwoche: Rückverfolgbarkeit schützt Tiergesundheit und gewährleistet Lebensmittel-sicherheit

European Commission - IP/10/725   11/06/2010

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IP/10/725

Brüssel, 11. Juni 2010

EU-Veterinärwoche: Rückverfolgbarkeit schützt Tiergesundheit und gewährleistet Lebensmittel-sicherheit

Seit den 90er Jahren, als BSE und andere Tierseuchen der Industrie und dem Verbrauchervertrauen harte Rückschläge versetzt haben, ist die Europäische Union einen großen Schritt in ihren Bemühungen vorangekommen, die Tiergesundheit und die Lebensmittelsicherheit zu verbessern. Die Speerspitze dieser Bemühungen bildet seither die Rückverfolgbarkeit, d. h. die Möglichkeit, Tiere während ihres gesamten Lebenszyklus und Lebensmittelerzeugnisse über die gesamte Produktions- und Handelskette zu verfolgen vom Zeitpunkt der Geburt bzw. Produktion bis zu ihrem Verzehr durch den Verbraucher: „vom Hof bis auf den Tisch“. Diese Themen bilden den Kern der diesjährigen EU-Veterinärwoche, die von Montag, dem 14. Juni, bis Sonntag, dem 20. Juni, stattfindet. Ihren Auftakt bildet eine zweitägige Konferenz über Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit über die gesamte Lebensmittelkette hinweg.

Der für Gesundheit und Verbraucher zuständige EU-Kommissar John Dalli erklärte: „Heutzutage betrachten wir es als selbstverständlich, dass wir in der EU ein Stück Rindfleisch, ein einzelnes Schaf oder Lebensmittelerzeugnisse über die gesamte Lebensmittelkette hinweg zurückverfolgen können. Dieses Maß an Schutz der Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit haben wir jedoch nicht von einem Tag auf den anderen erreicht. Es hat Jahre gedauert, einen soliden und umfassenden Rechtsrahmen zu erarbeiten und die notwendigen Instrumente zu entwickeln, um unsere Lebensmittelkette zu stärken.“ Der Kommissar fügte hinzu: „Diese Errungenschaften, vor allem die Rückverfolgbarkeit, wird die EU-Veterinärwoche 2010 hervorheben.“

Herausforderungen und Vorteile

Die Rückverfolgung von Tieren und Tiererzeugnissen auf einem freien Markt von 27 Mitgliedstaaten erfordert komplexe Systeme. Oft sind sich die Bürger gar nicht im Klaren über die Bedeutung und die Vorteile, die dieses Verfahren hat. Die Industrie betrachtet die EU-Vorschriften über die Rückverfolgbarkeit manchmal sogar als Belastung.

Die Erfahrung zeigt, dass die Rückverfolgbarkeit zur Gewährleistung des höchstmöglichen Niveaus an Lebensmittelsicherheit und Hygiene beiträgt. Mit anderen Worten begrenzt sie das Risiko, dass die EU noch einmal schwere Tierseuchen, wie BSE, Maul- und Klauenseuche oder klassische Schweinepest zu bewältigen hat. Wenn solche Seuchen doch ausbrechen, so sorgt die Rückverfolgbarkeit dafür, dass sie unverzüglich und effizient bekämpft werden können, weil der Herd des Ausbruchs rasch entdeckt wird.

Darüber hinaus sorgt die Rückverfolgbarkeit für die Qualität und den Geschmack von Lebensmitteln, da sie beispielsweise den Ursprung regionaler Spezialitäten garantiert. Der Verbraucher weiß, dass sein Feta tatsächlich aus Griechenland kommt, sein Iberico-Schinken aus Spanien, „Irish Beef“ aus Irland und Parmesan aus Italien. Die Rückverfolgbarkeit hat auch ethische Aspekte, indem sie beispielsweise gewährleistet, dass nur Lebensmittel, die im ökologischen Landbau erzeugt wurden, auch als solche gekennzeichnet werden dürfen.

Konferenz über Rückverfolgbarkeit

Hauptzweck der Konferenz vom 14./15.Juni über Rückverfolgbarkeit ist es, die Vorteile der Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit herauszustellen. Gegenstand der Konferenz sind folgende Themen: Tiergesundheit (einschließlich Zoonosen), Seuchenprävention und -bekämpfung, Lebensmittelsicherheit und -qualität, Etikettierung, Verbrauchervertrauen, artgerechte Tierhaltung und Krisen­management.

Zu den etwa 400 erwarteten Teilnehmern gehören Vertreter der Mitgliedstaaten – einschließlich Leiter von Veterinärbehörden, Mitglieder des Europäischen Parlaments, Vertreter tierärztlicher und medizinischer Verbände, wissenschaftliche Sachverständige und Vertreter von Landwirtschaftsverbänden.

Weitere Veranstaltungen

Vor der Eröffnung der Konferenz werden EU-Kommissar Dalli und der Generaldirektor der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) Bernard Vallat eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnen. Sie soll das Erreichen gemeinsamer Kommunikationsziele für das Weltveterinärjahr „Vet2011“, erleichtern, das nächstes Jahr begangen wird.

Die Europäische Kommission und der Verband der Tierärzte in Europa haben die nun jedes Jahr stattfindende EU-Veterinärwoche erstmals 2008 veranstaltet.

In diesem Jahr wird eine Reihe von Veranstaltungen in den EU-Mitgliedstaaten stattfinden, die von den zuständigen Behörden, Tierärzteverbänden und Fakultäten für Tiermedizin in der EU organisiert werden. Auf diesen Veranstaltungen werden Informationen über Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit zusammen mit EU‑Tierärztekalendern für das akademische Jahr 2010-2011 verteilt. Damit sollen Diskussionen zwischen Studierenden der Tiermedizin und der Landwirtschaft sowie eine bessere Zusammenarbeit zwischen den beiden Berufsständen gefördert werden.

Weitere Informationen finden Sie unter

http://www.one-health.eu

http://ec.europa.eu/food

http://ec.europa.eu/food/dyna/conference/draft_programme_2010.pdf

Videoclips zum Thema Rückverfolgbarkeit finden Sie unter

http://ec.europa.eu/food/animal/identification/videos_en.htm

MEMO/10/252


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