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Weltblutspendetag: Eurobarometer meldet steigende Zahl der Blutspender

European Commission - IP/10/724   11/06/2010

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IP/10/724

Brüssel, 11. Juni 2010

Weltblutspendetag: Eurobarometer meldet steigende Zahl der Blutspender

Laut einer drei Tage vor dem Weltblutspendetag 2010 veröffentlichten Erhebung haben 37 % der Europäerinnen und Europäer schon einmal Blut gespendet. Die Eurobarometer-Umfrage zeigt einen Anstieg um 6 % seit der letzten Befragung im Jahr 2002 in den 15 damaligen EU-Mitgliedstaaten. Den höchsten Anteil an Blutspendern haben demnach Österreich (66 %), Frankreich (52 %), Griechenland (51 %) und die Republik Zypern (51 %). Laut einer ebenfalls heute veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage über Organspenden sind mehr als die Hälfte der Europäerinnen und Europäer bereit, ihre Organe zu spenden.

Seit 2005 wird der Weltblutspendetag am 14. Juni begangen, um das Bewusstsein für den Bedarf an sicherem Blut und regelmäßigen freiwilligen Blutspenden zu fördern. Der Tag wird gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Internationalen Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK), der Internationalen Gesellschaft für Transfusionsmedizin (ISBT) und der Internationalen Föderation der Blutspendeorganisationen (FIODS) koordiniert.

Wichtige Erkenntnisse der Umfragen:

Blutspende und Bluttransfusion: Verhalten und Einstellungen

  • Unter den Blutspendern gibt es mehr Männer als Frauen (44 % gegenüber 31 %).

  • Die meisten Blutspender (46 %) stellt die Altersgruppe der 40- bis 54-Jährigen.

  • Die meisten Europäerinnen und Europäer (57 %) sind der Ansicht, dass die Sicherheit der Bluttransfusionen in den letzten zehn Jahren gestiegen ist.

Menschliches Blut für Transfusionen: EU-Qualitäts- und Sicherheitsstandards

Im Jahr 2002 wurde die Richtlinie 2002/98/EG zur Festlegung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards für menschliches Blut und Blutbestandteile erlassen, um zu verhüten, dass durch Blutspenden Krankheiten übertragen werden, und um sicherzustellen, dass in allen Mitgliedstaaten sichere und hochwertige Blutbestandteile verfügbar sind. Die Richtlinie umfasst folgende Maßnahmen:

  • Einrichtung einer für die Genehmigung, Überwachung, Lagerung und Verteilung von Blutspenden zuständigen Behörde in allen Mitgliedstaaten

  • Standard-Verfahrensregeln für Blutspende, Testung, Verarbeitung und Transport an den Einsatzort

  • angemessene Ausbildung des Personals

  • Kriterien für die Auswahl von Blutspendern

  • System zur Rückverfolgbarkeit und Meldung ernster Zwischenfälle oder ernster unerwünschter Reaktionen

Organspende und Organtransplantation: Verhalten und Einstellungen

  • 40 % der Europäerinnen und Europäer haben mit ihren Familien bereits über Organspende und Organtransplantation gesprochen.

  • 55 % sind bereit, nach ihrem Tod eines ihrer Organe zu spenden, 27 % lehnen dies ab. Dies deckt sich mit den Ergebnissen der Umfrage aus dem Jahr 2006 (56 % zur Spende bereit, 26 % dagegen).

  • Die größte Bereitschaft zur Organspende besteht in Schweden (83 %), Malta (77 %), Finnland und Belgien (je 72 %).

Organe: EU-Qualitäts- und Sicherheitsregeln für Spende und Transplantation

Die Richtlinie über Qualitäts- und Sicherheitsstandards für zur Transplantation bestimmte menschliche Organe wird noch in diesem Monat verabschiedet (IP/10/588 + MEMO/10/203). Die Mitgliedstaaten müssen diese Richtlinie dann innerhalb von 24 Monaten in einzelstaatliches Recht umsetzen.

Nach den Vorgaben der Richtlinie soll Folgendes eingeführt werden:

  • eine zuständige Behörde in jedem Mitgliedstaat

  • ein System zur Zulassung zur Organbeschaffung und –transplantation und

  • ein System zur Rückverfolgbarkeit und Meldung ernster Zwischenfälle oder ernster unerwünschter Reaktionen

Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, dass in der gesamten Europäischen Union dieselben grundlegenden Qualitäts- und Sicherheitsstandards für zur Transplantation bestimmte menschliche Organe eingeführt werden.

Die Richtlinie wird ergänzt durch einen Aktionsplan im Bereich Organspende und ‑transplantation. Der Aktionsplan für den Zeitraum 2009-2015 umfasst zehn Schwerpunktmaßnahmen, die das Organangebot erhöhen, die Transplantationssysteme effizienter und besser zugänglich machen und die Qualität und Sicherheit verbessern sollen.

Die Umfragen zu Einstellungen und Verhalten der Öffentlichkeit in Bezug auf Blutspende und Bluttransfusion bzw. Organspende und Organtransplantation wurden im Oktober 2009 in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union und den drei Kandidatenländern (ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Kroatien und Türkei) sowie bei der türkisch-zyprischen Gemeinschaft durchgeführt.

Weitere Informationen

Die Eurobarometer-Umfragen können unter folgender Adresse aufgerufen werden:

http://ec.europa.eu/health/eurobarometers/index_en.htm

Weitere Informationen zur Tätigkeit der Europäischen Kommission im Bereich Blut, Gewebe und Organe: http://ec.europa.eu/health/blood_tissues_organs/policy/index_en.htm

Weitere Informationen über den Weltblutspendetag: http://www.wbdd.org/


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