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Brüssel, 9. Juni 2010

Kommission fördert berufliche Aus- und Weiterbildung

Die Europäische Kommission stellte heute ihre Pläne für die Zukunft der beruflichen Aus- und Weiterbildung vor. Durchschnittlich entscheiden sich rund 50 % der Sekundarschulabsolventen für eine Berufsausbildung. Der Berufsbildungssektor muss jedoch modernisiert werden, damit die berufliche Aus- und Weiterbildung eine attraktivere und qualitativ hochwertige Option darstellt, die jungen Menschen die erforderlichen Kompetenzen vermittelt, um einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden, und Erwachsenen ermöglicht, ihre Kompetenzen während ihres gesamten Erwerbslebens zu aktualisieren. Aus diesem Grund möchte die Kommission mehr Menschen zur Teilnahme an der beruflichen Aus- und Weiterbildung ermuntern, die Qualität des Ausbildungsangebots verbessern und die Mobilität zwischen Arbeitsplätzen und Ländern erleichtern. Die EU-Minister werden diesen Plan in der zweiten Jahreshälfte 2010 erörtern und annehmen.

Das für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige Kommissionsmitglied Androulla Vassiliou sagte dazu: „Wir wollen das Image der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Europa verändern und für einen größeren Realitätsbezug sorgen. Die berufliche Aus- und Weiterbildung stellt einen wichtigen Knotenpunkt zwischen Bildung und Beruf dar. In der derzeitigen Wirtschaftslage ist es wichtiger denn je, unsere Bemühungen zu bündeln und die berufliche Aus- und Weiterbildung für Auszubildende, Schüler und all diejenigen attraktiver zu machen, die ihre Kompetenzen verbessern wollen.“

Ein neuer Impuls für die europäische Zusammenarbeit

Die heute von der Kommission angenommenen Pläne zeigen mehrere Wege auf, wie der beruflichen Aus- und Weiterbildung ein neuer Impuls verliehen werden kann, beispielsweise durch

  • Sicherstellung eines flexiblen und offenen Zugangs zur beruflichen Aus- und Weiterbildung und zu Qualifikationen in allen Lebensphasen

  • Förderung der Mobilität, um leichter Erfahrungen im Ausland oder in einem anderen Wirtschaftsbereich sammeln zu können

  • Sicherstellung der höchsten Qualität der beruflichen Aus- und Weiterbildung

  • Verbesserung der beruflichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für benachteiligte Gruppen wie Schulabbrecher, Geringqualifizierte und Arbeitslose, Menschen mit Migrationshintergrund oder mit Behinderungen

  • Förderung eines kreativen, innovativen und unternehmerischen Denkens bei den Schülern

Zehnjahresplan

Die Pläne der Kommission bauen auf den Zielen der Strategie Europa 2020 für intelligentes und integratives Wachstum auf und sind ferner mit der kommenden Initiative „Jugend in Bewegung" verknüpft, die ein größeres Lern- und Mobilitätsangebot für alle jungen Menschen unterstützen wird.

Die Pläne sind der Beitrag der Kommission zu einem neuen Zehnjahresprogramm für Reformen im Rahmen des Kopenhagen-Prozesses für eine verstärkte europäische Zusammenarbeit bei der beruflichen Bildung. Im Dezember werden Kommissarin Vassiliou und die für berufliche Aus- und Weiterbildung zuständigen EU-Minister in Brügge (Belgien) mit Vertretern der Arbeitgeber und Gewerkschaften zusammentreffen, um eine ehrgeizige Modernisierungsagenda für die kommenden zehn Jahre sowie kürzerfristige Ziele aufzustellen, die regelmäßig überprüft werden.

Der Kopenhagen-Prozess für eine verstärkte europäische Zusammenarbeit bei der beruflichen Bildung wurde 2002 eingeleitet und wird alle zwei Jahre überprüft. Er hat die Entwicklung eines gemeinsamen Bewertungskonzepts vorangebracht, das weniger auf der Ausbildungsdauer oder der Art der Bildungseinrichtung als auf den Lernergebnissen beruht.

Weitere Informationen:

Vollständiger Wortlaut der Mitteilung: Ein neuer Impuls für die europäische Zusammenarbeit in der beruflichen Aus- und Weiterbildung zur Unterstützung der Strategie Europa 2020:

http://ec.europa.eu/education/vocational-education/doc/com296_en.pdf

Bürgerinfo: http://ec.europa.eu/education/vocational-education/doc/cs_en.pdf

Mehr über die Maßnahmen der Europäischen Kommission zur beruflichen Aus- und Weiterbildung

Mehr über den Kopenhagen-Prozess

Siehe auch MEMO/10/245.


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