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IP/10/659

Brüssel, den 2. Juni 2010

Klimawandel: Kommissarin Hedegaard begrüßt Rückgang der EU-Treibhausgasemissionen im fünften Jahr in Folge

Die Europäische Umweltagentur veröffentlicht heute das neueste EU-Inventar von Treibhausgasemissionen, dem zufolge die Emissionen im Jahr 2008, dem ersten Jahr des ersten Verpflichtungszeitraums nach dem Kyoto-Protokoll, erneut signifikant gesunken sind. Die für Klimapolitik zuständige EU-Kommissarin Connie Hedegaard begrüßte diese Nachricht. Damit sind die Emissionen im fünften Jahr in Folge zurückgegangen. Aus dem Emissions­inventar für 2008, das letzte Jahr, für das vollständige Daten vorliegen, geht hervor, dass die Emissionen in der EU-15 gegenüber 2007 um 1,9 % gesunken sind, während die Wirtschaft um 0,6 % gewachsen ist. Damit liegen die Emissionen der EU-15 um 6,9 % unter dem Niveau des Basisjahres (in den meisten Fällen 1990). Die EU-15 ist also auf dem besten Weg, um ihr Kyoto-Ziel zu erreichen, d. h. die Gesamtemissionen im Zeitraum 2008-2012 gegenüber dem Basisjahr um durchschnittlich 8 % zu senken. Die Emissionen in den 27 EU-Mitgliedstaaten fielen um 2 % und liegen nun 11,3 % unter dem Niveau des Basisjahres.

Kommissarin Hedegaard erklärte: „Angesichts der weiterlaufenden Verhandlungen über ein globales Klimaschutzübereinkommen für die Zeit nach 2012 muss Europa unbedingt deutlich machen, dass es in der Lage ist, seine Kyoto-Verpflichtungen zu erfüllen. Die signifikanten Emissionsreduktionen der vergangenen fünf Jahre zeigen klar, welchen Nutzen verbindliche Zielvorgaben haben. 2008 war jedoch erst das erste Jahr des Kyoto-Verpflichtungszeitraums, und alle Mitgliedstaaten müssen ihre Anstrengungen fortsetzen, um ihre Ziele für 2008-2012 zu erreichen.“

Sie fügte hinzu: „Die Verringerung im Jahr 2008 ist nicht allein der Finanzkrise zuzuschreiben, sondern auch das Ergebnis vieler ehrgeiziger Maßnahmen, die die EU und ihre Mitgliedstaaten über die Jahre durchgeführt haben und deren Wirkung immer deutlicher zutage tritt. Aufgrund unserer Selbstverpflichtung, die Emissionen EU-weit bis 2020 um mindestens 20 % und bis 2050 um 80-95 % unter das Niveau von 1990 zu senken, muss und wird der Übergang zu einer Wirtschaft mit niedrigem CO2-Ausstoß weitergehen.“

Rückläufige Emissionen trotz wirtschaftlichen Wachstums

Mit einem Emissionsrückgang in der EU-15 von 2007 auf 2008 um 1,9 % und einem gleichzeitigen Wirtschaftswachstum um 0,6 % hat die EU erneut gezeigt, dass wirtschaftliches Wachstum und eine CO2-effiziente Entwicklung Hand in Hand gehen können.

Die Emissionen aller 27 EU-Mitgliedstaaten gingen gegenüber 2007 um 2 % zurück. Sie lagen damit 11,3 % unter dem Niveau von 1990 und 14,3 % unter dem Niveau des Basisjahres (das für einige Mitgliedstaaten nicht das Jahr 1990 ist).

Im Kyoto-Protokoll wurde für die EU-27 kein Emissionsziel festgesetzt, weil die zwölf neuen Mitgliedstaaten zum Zeitpunkt des Abschlusses des Protokolls noch nicht der EU angehörten. Für die EU-12-Mitgliedstaaten wurden jedoch individuelle Kyoto-Ziele vereinbart, wonach sie ihre Emissionen gegenüber dem Basisjahr um 6 % oder 8 % verringern sollen. Nur für Zypern und Malta wurden keine Ziele festgesetzt.

Die geprüften Emissionen aus allen in das EU-EHS einbezogenen Anlagen beliefen sich 2008 auf insgesamt 2,12 Mrd. t CO2-Äquivalent, was etwa 43 % der Gesamt­emissionen der EU entspricht. Die unter das EHS fallenden Emissionen des Jahres 2008 lagen 3,06 % unter dem Niveau von 2007. (2009 sind die EHS-Emissionen um weitere 11,6 % gesunken – siehe IP/10/576).

Die Daten wurden von der Europäischen Umweltagentur erhoben und der UN-Klimarahmenkonvention UNFCCC vorgelegt.

Weitere Informationen:

Link zur Europäischen Umweltagentur: www.eea.europa.eu

Tabelle im Anhang

Figures and graphics available in PDF and WORD PROCESSED


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