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Asien-Regionalkonferenz der Globalen Allianz gegen den Klimawandel

European Commission - IP/10/642   31/05/2010

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IP/10/642

Brüssel, den 31. Mai 2010

Asien-Regionalkonferenz der Globalen Allianz gegen den Klimawandel

Vertreter aus der EU und asiatischen Entwicklungsländern haben heute beschlossen, zusammenzuarbeiten, um internationale Unterstützung für ein verstärktes Vorgehen gegen den Klimawandel zu mobilisieren. An der Asien-Regionalkonferenz der Globalen Allianz gegen den Klimawandel nahmen Vertreter aus Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, Laos, den Malediven, Myanmar und Nepal sowie aus der EU teil.

„Als kleinere Länder akzeptieren wir in der Regel die Vorschläge der größeren Entwicklungsländer, um einen einheitlichen Standpunkt zu ermöglichen. Allerdings ist damit nicht unbedingt unseren nationalen Interessen gedient. Jetzt ist es an der Zeit, unsere Stimme zu erheben. Wenn wir uns nicht zusammentun und uns Gehör verschaffen, werden wir möglicherweise die am stärksten getroffenen Opfer des Klimawandels“, erklärte Sheikh Hasina, Premierministerin von Bangladesch.

„Ich lese in der Presse, dass das Interesse am Klimaschutz in vielen Industriestaaten nachlässt. Dies ist bedauerlich, denn wir haben das Problem noch nicht gelöst. Die Menschen erwarten dies aber von uns. Fragen Sie die Dorffrauen in Bangladesch, die ständig vor Wirbelstürmen Schutz suchen müssen. Fragen Sie den Landwirt in Bangladesch, dessen Ernte von den Fluten fortgespült wurde. Fragen Sie jeden, der die Veränderung wahrnimmt und ihre Folgen zu spüren bekommt. Wir sind es diesen Menschen schuldig, eine Lösung zu finden“, sagte die EU-Kommissarin für Klimapolitik, Connie Hedegaard.

Auf der Regionalkonferenz (30.-31. Mai in Dhaka, Bangladesch) wurde untersucht, welche Herausforderungen der Klimawandel in Asien mit sich bringt, mit welchen speziellen Problemen die gefährdeten Länder konfrontiert sind und mit welchen Strategien und Maßnahmen sie darauf reagieren. Dabei wurden die vorhandenen Finanzierungsmechanismen zur Unterstützung solcher Strategien und Maßnahmen unter die Lupe genommen, und es wurden die Chancen auf ein wirksames globales Übereinkommen untersucht, mit dem der Klimawandel unter Kontrolle gebracht werden könnte.

Außerdem unterzeichneten die Vertreter aus Bangladesch, Kambodscha, den Malediven und der EU am 31. Mai eine gemeinsame Erklärung mit dem Ziel, die am wenigsten entwickelten Länder und die kleinen Inselentwicklungsstaaten in Asien bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Gemäß dieser Vereinbarung wird die EU finanzielle Unterstützung für nationale Klimastrategien mit dem Schwerpunkt auf Prävention, Minderung und Vorsorge bereitstellen.

Hintergrund

Die Globale Allianz gegen den Klimawandel (GCCA) wurde 2007 von der Europäischen Kommission initiiert. Ziel ist eine Verstärkung des Dialogs und der Zusammenarbeit im Bereich des Klimawandels zwischen der Europäischen Union und Entwicklungsländern, die durch den Klimawandel am stärksten gefährdet sind, insbesondere den am wenigsten entwickelten Ländern und den kleinen Inselentwick­lungsstaaten. Diese Länder werden von den negativen Folgen des Klimawandels am stärksten getroffen, da sie am wenigsten in der Lage sind, zu reagieren und sich an diese Folgen anzupassen.

Die GCCA will vor allem den politischen Dialog zwischen der Europäischen Union und Entwicklungsländern im Bereich des Klimawandels intensivieren und die Länder bei der Umsetzung prioritärer Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen verstärkt unterstützen. Die Ergebnisse dieses Dialogs und Austauschs fließen in die Beratungen über ein Klimaübereinkommen für die Zeit nach 2012 ein, die unter der Klimaschutzrahmenkonvention der UN geführt werden. Die Dialoge im Rahmen der GCCA haben bereits zu gemeinsamen Erklärungen der Europäischen Union und regionaler Gruppierungen wie Afrika, der Karibik und dem Pazifischen Raum geführt.

Über den politischen Dialog hinaus stellt die GCCA technische und finanzielle Unterstützung für einzelne Entwicklungsländer bereit, um bei der Bewältigung der neuen Herausforderungen zu helfen, die der Klimawandel für diese Länder mit sich bringt. Für den Zeitraum 2008-10 stellt die Europäische Union der GCCA Mittel in Höhe von 100 Mio. EUR zur Verfügung, die aus dem EU-Haushalt und bilateralen Beiträgen aus Schweden und der Tschechischen Republik stammen. Außerdem werden aus dem Zehnten Europäischen Entwicklungsfonds 40 Mio. EUR zur Unterstützung regionaler Strategien in Afrika, der Karibik und im Pazifischen Raum bereitgestellt. Bis Ende 2010 wird die GCCA voraussichtlich in 20 besonders gefährdeten Ländern Maßnahmen unterstützen. Als Beispiele von Maßnahmen, bei denen mit einer Unterstützung durch die GCCA gerechnet wird, seien genannt:

  • Bangladesch: Unterstützung bei der Umsetzung der Klimaschutzstrategie und des Aktionsplans von Bangladesch, die auf die Schaffung einer klimaresistenten Wirtschaft und Gesellschaft in Bangladesch durch Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen abzielen (8,5 Mio. EUR);

  • Kambodscha: Unterstützung der Initiative „Cambodia Climate Change Alliance“ zur Stärkung der Institutionen und zur Verbesserung des Katastrophenrisiko­managements (2,2 Mio. EUR);

  • Malediven: institutionelle Unterstützung für die Regierung sowie Pilotprojekte, insbesondere zur Abfallbewirtschaftung auf verschiedenen Atollen und Inseln (3,8 Mio. EUR);

  • Ruanda: Unterstützung für die nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen durch ein Katastersystem (4,5 Mio. EUR);

  • Vanuatu: Kapazitätsausbau, Verbesserung landwirtschaftlicher Praktiken, groß­maßstäbliche Anwendung erfolgreicher Wasserwirtschaftspraktiken, Gefahren-/Risikokartierung (3,2 Mio. EUR).


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