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IP/10/612

Brüssel, 27. Mai 2010

Deutschland, Dänemark, Tschechien, die Niederlande, Österreich und Kroatien bieten Ungarn 2,12 Mio. Sandsäcke zur Bekämpfung der Überschwemmungen an

Nach der Aktivierung des EU-Katastrophenschutzverfahrens durch Ungarn hat Deutschland gestern 1 270 010 Sandsäcke angeboten, um das Land bei der Hochwasserbekämpfung zu unterstützen. Auch die Tschechische Republik, die Niederlande und Kroatien wollen jeweils 100 000 Sandsäcke bereitstellen. Weitere 250 000 Sandsäcke will Österreich liefern. Und schließlich hat auch Dänemark 300 000 Sandsäcke angeboten. Damit kann Ungarn auf insgesamt 2,12 Mio. Sandsäcke zurückgreifen. Das ist mehr, als das Land am 25. Mai im Rahmen des EU‑Katastrophenschutzverfahrens angefordert hatte (bis zu 2 Mio. Sandsäcke). Ungarn hat bereits das Angebot der Niederlande angenommen und prüft derzeit die übrigen Hilfsangebote.

Seit dem 15. Mai hat Ungarn entlang der Flussufer auf einer Strecke von insgesamt 930 km zeitweilige Hochwasserschutzvorkehrungen errichtet. Da hierfür bereits 3,6 Mio. Sandsäcke eingesetzt wurden, drohen diese in Ungarn knapp zu werden. Die Hochwasserlage wird jedoch immer kritischer, so dass das Land seine Hochwasserschutzkapazitäten dringend verstärken und zusätzliche Notmaßnahmen ergreifen muss.

Seit dem 15. Mai ist Ungarn von ungewöhnlich starken Niederfällen betroffen, die sich auf ein Drittel des Landes erstrecken. Die Hochwasserbekämpfung konzentriert sich auf vier Gebiete: die Flüsse in Nordungarn, die Große Ungarische Tiefebene in Mittelungarn, das Flusstal des Kapos und den Bakonywald im transdanubischen Mittelgebirge. Die Bitte um 2 Millionen Sandsäcke wurde allen Katastrophenschutzbehörden der 31 Länder übermittelt, die an dem EU‑Katastrophenschutzmechanismus teilnehmen.

Hintergrund

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren, an dem sich 31 Länder beteiligen (EU-27 sowie Island, Kroatien, Liechtenstein und Norwegen), dient der Zusammenarbeit im Katastrophenfall. Im Rahmen des Verfahrens werden die Ressourcen gebündelt, die bei Katastrophen weltweit zur Verfügung gestellt werden können. Bei Aktivierung des Verfahrens werden die Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Für diese Aufgabe ist das Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ) bei der Europäischen Kommission zuständig. Seit seiner Einführung im Jahr 2001 kam das Verfahren sowohl in den Mitgliedstaaten (z. B. 2009 bei den Waldbränden in Südeuropa und bei den jüngsten Überschwemmungen in Polen) als auch weltweit zum Einsatz (unter anderem bei den jüngsten Erdbebenkatastrophen in Haiti und Chile).

Weitere Informationen zur humanitären Hilfe der Kommission finden Sie im Internet unter:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm


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