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Brüssel, den 21. Mai 2010

Internationaler Tag der Biodiversität: Tausende durch EU-Kampagne mit der Natur verbunden

Morgen ist der Internationale Tag der Biodiversität, doch Studien zeigen, dass die Biodiversität – die reichhaltige Vielfalt des Lebens auf der Erde – trotz weltweiter Bemühungen erschreckend schnell zurückgeht. Auf diesen Sachverhalt macht eine innovative EU-Kampagne aufmerksam, die tausende Menschen in der gesamten Europäischen Union und jenseits ihrer Grenzen mobilisiert. Die Website der Kampagne hatte bereits mehr als eine halbe Million Besucher, und über 56 000 Menschen haben auf Facebook ihre Unterstützung für die Kampagne bekundet. Die Kommission richtet am Internationalen Tag der Biodiversität eine Reihe von Veranstaltungen in sechs Schwerpunktländern aus: in Spanien, den Niederlanden, Bulgarien, Rumänien, Polen und Italien.

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Es freut mich, dass diese Kampagne so viele Menschen fasziniert. Wir müssen diesen Schwung jetzt mitnehmen und das Interesse der Menschen in Taten und konkrete Politik umsetzen, um die reichhaltige Vielfalt des Lebens auf der Erde zu bewahren.“

Kampagne zieht öffentliche Aufmerksamkeit in ihren Bann

Menschen aller Altersgruppen werden über die interaktive Website der Kampagne zur Biodiversität und soziale Medien mit der Natur verbunden. In den ersten sechs Wochen der Kampagne hat die in allen EU-Sprachen zugängliche Website mehr als 550 000 Seitenaufrufe verzeichnet, und ihre Zahl steigt täglich. Rund 56 000 Menschen aus mehr als 120 Ländern haben auf den Facebook-Seiten zur Biodiversität ihre Unterstützung kundgetan.

Unter dem Motto „Biodiversität – das geht uns alle an“ soll die Kampagne das Bewusstsein für das Problem des Verlusts an Biodiversität schärfen und deutlich machen, welche Auswirkungen dieser Verlust in unserem täglichen Leben hat.

Die Kampagne hat eine didaktische Komponente, die die Vorteile der Biodiversität aufzeigt und insbesondere auf die Bedeutung der Ökosystemleistungen und auf die Gefahren hinweist, die mit ihrem Verschwinden verbunden sind. Leitmotiv der Kampagne ist der Gedanke, dass in Ökosystemen alles zusammenhängt und voneinander abhängig ist.

Das neueste Element ist ein ausdrucksstarker Video-Clip, der schonungslos deutlich macht, wie dringend gehandelt werden muss. Der Clip soll zeigen, wie selbst der Verlust eines noch so unbedeutend erscheinenden Gliedes in der Kette des Lebens das Gleichgewicht der Natur zerstören kann.

Die Kampagne hat Schwerpunkte in den Ländern, in denen sie besonders nützlich sein dürfte. In Spanien, den Niederlanden, Bulgarien, Rumänien, Polen und Italien ist die Kampagne mit PR-Aktionen und Streetart erfolgreich angelaufen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Internationalen Tag der Biodiversität wird es in den sechs Schwerpunktländern zudem Veranstaltungen für Familien geben.

Vom Bewusstsein zur Tat

Neben der allgemeinen Information über das Problem soll die Kampagne den Bürgern bewusster machen, welche Rolle sie spielen können, um den Verlust an Biodiversität zu verlangsamen oder zu verhindern. Damit sollen die Menschen dazu veranlasst werden, auf eigene Faust oder im Rahmen von Projekten zum Schutz der Umwelt tätig zu werden.

Auf der Website können die Besucher erfahren, wie wir mit der Natur verbunden sind. Sie können sich nicht nur mit lebenden Organismen und Arten vertraut machen, sondern auf Facebook auch ein „biodiversifiziertes“ Selbstbildnis erstellen.

Die Hoffnung lautet: Indem wir die Natur, die uns oft selbstverständlich erscheint, besser kennenlernen, lernen wir auch, uns stärker um sie zu kümmern.

Ein neuer Viewer für Natura 2000

Mit Unterstützung der Europäischen Umweltagentur (EUA) hat die Europäische Kommission ein neues IT-Tool herausgebracht, das der Öffentlichkeit ihr Flaggschiffprojekt, das Natura-2000-Netz der Schutzgebiete, näherbringen soll.

Natura 2000 ist das wichtigste Instrument zum Schutz der Biodiversität in der Europäischen Union. Mit 17 % der Landfläche der EU und mehr als 25 000 Schutzgebieten ist es das weltweit größte Netz von Schutzgebieten. Es wurde geschaffen, um die wertvollsten Arten und Lebensräume in Europa zu retten, und es schützt zahlreiche Ökosystemleistungen.

Mit dem interaktiven Viewer auf Basis des Geoinformationssystems (GIS) können die Nutzer die Natura-2000-Schutzgebiete mit den dazugehörigen Informationen über die jeweiligen Arten und Lebensräume auf einer Karte anzeigen lassen. Das System arbeitet mit Straßenkarten, Fotos, Satellitenbildern und Hintergrunddokumenten über die betreffende Region. Dieses Tool soll die Öffentlichkeit für die Biodiversität sensibilisieren und ist gleichzeitig ein nützliches Instrument für Erschließungsunternehmen, Flächennutzungsplaner, Landeigentümer, Regierungsbehörden, NRO und Forscher. Weitere Informationen und ein Link zum Viewer: http://ec.europa.eu/environment/nature/index_en.htm

Website der Kampagne und Video-Clip: www.weareallinthistogether.eu


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