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Brüssel, 20. Mai 2010

Europäische Kommission benennt Gewinner der „RegioStars“-Auszeichnung für die innovativsten Regionalprojekte Europas

Johannes Hahn, EU‑Kommissar für Regionalpolitik, und Jan Olbrycht, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender der Jury, werden heute Abend die Gewinner der sechs RegioStars-Kategorien 2010 bekanntgeben. Die Preisverleihung dient der Anerkennung der innovativsten Projekte, die von der EU‑Kohäsionspolitik gefördert wurden. Die jährliche Veranstaltung findet in Brüssel im Rahmen einer zweitägigen Konferenz zum Thema „Regionen für den wirtschaftlichen Wandel – nachhaltiges Wachstum aufbauen“ statt.

EU‑Kommissar Hahn sagte: „Ich freue mich, die siegreichen Projekte der RegioStars zu präsentieren, die anderen europäischen Regionen als Anregung dienen können. Neben den konkreten Vorteilen, die diese Projekte für die Bürgerinnen und Bürger haben, veranschaulichen sie den Beitrag, den die europäische Regionalpolitik zur Förderung von Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und sozialer Eingliederung leistet.“

Der Vorsitzende der Jury, Jan Olbrycht MdEP, sagte: „Die diesjährige Rekordzahl hervorragender Projektvorlagen verdeutlicht die wichtige Rolle lokaler und regionaler Vorhaben für die Innovationsförderung in ganz Europa. Die Finalisten und Preisträger sind klare Beispiele dafür, wie die Regionen und Städte als treibende Kraft für eine bessere Lebensqualität ihrer Bürger agieren können.“

Alle EU‑Regionen waren eingeladen, Projekte einzureichen, die aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dem Europäischen Sozialfonds (ESF) oder dem Kohäsionsfonds seit 1. Januar 2000 unterstützt wurden. Von den 27 Mitgliedstaaten wurden insgesamt 87 zulässige Bewerbungen vorgelegt; davon hat die Jury 24 Projekte in die engere Wahl gezogen. Dieses Jahr waren sechs Preise zu vergeben: zwei „CityStar“-Preise – eine neue Kategorie zur Hervorhebung der Rolle von Städten für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung –, drei Preise für IKT-Themen und einer im Bereich Information und Kommunikation.

Die Gewinner:

Kategorie 1: „CityStars“ – Innovative Nutzung brachliegender Flächen im städtischen Raum

C-Mine Center, Genk, Belgien (EU‑Beitrag aus dem EFRE: 3,2 Mio. €)

Das Multifunktionszentrum „C-Mine“, das auf den früheren Bergbaustätten von Genk errichtet wurde, hat das ehemalige Industriegebiet in einen Anziehungspunkt sowohl für Unternehmer als auch für Besucher verwandelt. Zwei Konzertsäle, Ausstellungsräume und ein Design-Center sollen im September 2010 öffnen.

Kategorie 2: „CityStars“ – Integration von Migranten und Randgruppen in städtischen Gebieten

Institut für Mikrofinanzierung, Ost-/Mittelschweden (EU‑Beitrag aus dem EFRE: 340 000 €)

Bei diesem 2008 aufgelegten Projekt geht es darum, Immigrantinnen, die bei der Kapitalbeschaffung zur Gründung oder zum Ausbau ihres eigenen Unternehmens oft auf Schwierigkeiten stoßen, bessere Finanzierungsmöglichkeiten zu bieten. Vorrangiges Ziel war die Schaffung eines ständigen Instituts für Mikrofinanzierung, das helfen soll, diese Hindernisse zu überwinden. Bislang hat das Projekt 80 Jungunternehmerinnen unterstützt and zur Gründung von 15 Kleinstbetrieben – und dadurch zur Schaffung von 20 Arbeitsplätzen – beigetragen.

Kategorie 3: IKT-Anwendungen im Bereich digitale Integration (EU‑Beitrag aus dem ESF: 2 Mio. €)

Informatikgrundkurse für litauische Bürger, Litauen

Im Jahr 2002 hat sich eine Gruppe von Unternehmen, Banken, Telekommunikations- und IT‑Firmen zu dem Projekt „Langas į ateitį“ (Fenster zur Zukunft) zusammengeschlossen. Das Ziel bestand darin, Schulungen anzubieten, öffentliche Internet-Terminals einzurichten, e‑Dienste auszubauen und Computerkenntnisse zu verbessern. Das Projekt richtete sich vor allem an ältere, behinderte und in abgelegenen Gebieten lebende Menschen, die nur geringe Zugangsmöglichkeiten haben. In zwei Jahren haben 50 400 Erwachsene an Schulungsmaßnahmen teilgenommen.

Kategorie 4: IKT-Anwendungen von und für KMU (EU‑Beitrag aus dem EFRE: 86 000 €)

Neues Unternehmensmodell für ambulante Patientenüberwachung, Brandenburg, Deutschland

Bei diesem neuartigen Projekt in Brandenburg wurde die Erfahrung verschiedener regionaler Partner zusammengeführt, um die Telemedizin zur Überwachung und Behandlung von Herzinfarktpatienten außerhalb des traditionellen klinischen Umfelds einzusetzen. Dabei ging es vor allem darum, die Zahl der Krankenhauseinlieferungen pro Patient zu senken. Mehr als 100 Patienten konnten von dem Projekt profitieren.

Kategorie 5: Breitbandzugang in weniger entwickelten Regionen und ländlichen Gebieten

Highspeed-Breitbandanschlüsse in der Auvergne, Frankreich (EU‑Beitrag aus dem EFRE: 10 Mio. €)

Highspeed-Breitbandanschlüsse sind eine wesentliche Voraussetzung, um in der heutigen Welt wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch nehmen private Telekommunikationsbetreiber ungern das Risiko auf sich, in dünn besiedelte Gegenden – die sogenannten „weißen Flecken“ – zu investieren. Angesichts dieser Herausforderung wurde im Jahr 2005 in der Auvergne eine öffentlich-private Partnerschaft gegründet, um 100 % der Haushalte den Zugang zu ermöglichen (Ziel Anfang 2009 erreicht).

Kategorie 6: Information und Kommunikation (Websites)

www.esparama.lt , Litauen (EU‑Beitrag: 110 000 €)

„Esparama“ steht im Litauischen für EU‑Strukturbeihilfen – diese offizielle Website bietet flächendeckende Daten zur EU-Strukturförderung in Litauen, welche von „Content Administrators“ aus 15 Behörden geliefert werden. Die benutzerfreundliche Website ist in verschiedene Rubriken für Antragsteller, Begünstigte, Medien, Öffentlichkeit, Institutionen und Informationen unterteilt.

Vier weitere Projekte wurden von der Jury der RegioStars 2010 mit Sonderpreisen ausgezeichnet:

Gewerbegebiet Pieper, Wallonien, Belgien

Dieses Projekt, das in einen größeren wirtschaftsbezogenen Stadterneuerungsprozess eingebunden ist, hat einen innovativen Ansatz zur Umgestaltung einer früheren Industriebrache in eine Gewerbefläche verfolgt. Dabei will der Standort vor allem Unternehmen anziehen, die gut mit dem angrenzenden Wohngebiet harmonieren.

Erfolgreiche Integration von Roma-Kindern, Ljubljana, Slowenien

Die Roma bilden die größte ethnische Minderheit in mittel- und osteuropäischen Ländern und sind häufig mit Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung konfrontiert. Das Projekt will einige dieser Probleme angehen, indem mit Unterstützung von Roma-Integrationslehrkräften die Beziehungen zwischen Roma-Kindern, der Schule und ihren Eltern gestärkt werden.

eREGIO, Nordkarelien, Finnland

Dieses Projekt zielte darauf ab, den Highspeed-Breitbandzugang in ländlichen und weit abgelegenen Gebieten Finnlands zu verbessern. Angesichts der enormen Aufgabe hat das Projekt eRegio hervorragende Ergebnisse erzielt – 2008 waren fast 99 % der Region abgedeckt.

Website entdecke-efre, Brandenburg, Deutschland

Die Website „entdecke-efre“ bietet – in einem benutzerfreundlichen Format – eine Vielzahl von Informationen über EU‑Förderprojekte und die jeweiligen Antragsverfahren.

Hintergrund:

Die Gewinner erhalten gläserne Trophäen in Form eines Sterns sowie ein Projektvideo, das von der Region und den Projektträgern zu Werbezwecken verwendet werden kann. Informationen zu allen Projekten in der Endauswahl, Zulassungskriterien und Jurymitgliedern finden Sie auf der folgenden Website: http://ec.europa.eu/regional_policy/index_de.htm

Die Konferenz „Regionen für den wirtschaftlichen Wandel“, die von der Kommission im Jahr 2006 ins Leben gerufen wurde und jährlich stattfindet, bietet Politikern und Praktikern aus Europas Regionen die Möglichkeit, Schlüsselfragen der europäischen Kohäsionspolitik zu erörtern und von den EU‑Regionalfonds unterstützte Projekte vorzustellen.

Weitere Informationen zur Konferenz:

http://ec.europa.eu/regional_policy/conferences/sustainable-growth/index_en.cfm?nmenu=2


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