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EU verschärft Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung der Infektiösen Anämie der Pferde von Rumänien auf andere Mitgliedstaaten

European Commission - IP/10/493   04/05/2010

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IP/10/493

Brüssel, 4 Mai 2010

EU verschärft Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung der Infektiösen Anämie der Pferde von Rumänien auf andere Mitgliedstaaten

Die EU wird die von den rumänischen Behörden getroffenen Maßnahmen verstärken, um die Ausbreitung der Infektiösen Anämie der Equiden auf andere Mitgliedstaaten zu verhindern. Dieser Beschluss beruht auf einem Vorschlag der Kommission, der von den Mitgliedstaaten bei einer zweitägigen Sitzung des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit gebilligt wurde. Der Ausschuss verständigte sich außerdem auf eine Reihe weiterer Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier in der EU.

Die Infektiöse Anämie der Equiden ist eine Viruserkrankung, die Equiden (Pferde, Esel und Maultiere) befällt. Die Seuche ist in Rumänien endemisch, und es gibt bereits Vorschriften zur Verhinderung ihrer Ausbreitung durch Tiertransporte.

Jüngste Fälle dieser Seuche bei Pferden, die von Rumänien in andere EU-Mitgliedstaaten verbracht wurden, und ein veröffentlichter Inspektionsbericht legen nahe, dass es sinnvoll wäre, wenn die Anstrengungen der rumänischen Behörden zur Eindämmung der Seuche durch weitere EU‑Maßnahmen ergänzt würden. Künftig werden aus Rumänien nur solche Equiden in andere Mitgliedstaaten verbracht, die aus Betrieben stammen, welche nachweislich frei von dieser Seuche sind. Außerdem gelten hierfür umfassende spezifische Vorschriften, die auch eine zweimalige Untersuchung vor der Versendung umfassen.

Mit den neuen EU-Rechtsvorschriften werden die Maßnahmen zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit und zur Kontrolle nach der Ankunft in den Bestimmungsmitgliedstaaten verschärft. Sie ermöglichen auch eine künftige „Regionalisierung“ der Maßnahmen innerhalb von Rumänien, und zwar in denjenigen Gebieten, in denen die Seuche nachweislich erfolgreich getilgt wurde.

Auf der Sitzung des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit gaben die Mitgliedstaaten außerdem eine befürwortende Stellungnahme ab zur Vereinfachung des Identifizierungsverfahrens für Schafe und Ziegen, die in Zoos gehalten werden. Die derzeit geltenden Vorschriften für die Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit der Tiere sehen vor, dass Schafe und Ziegen auch in Zoos mit sichtbaren und elektronischen Kennzeichen markiert werden. Die neuen Vorschriften erlauben Ausnahmen in Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei diesen Tieren überwiegend um frei lebende Tiere handelt, die in authentischer Weise präsentiert werden sollten.

Ferner billigte der Ausschuss:

i) die Aussetzung der Einfuhren lebender Fische aus Singapur, die zur Familie der Karpfen gehören und für die Aquakultur, einschließlich Zierfischeinrichtungen, bestimmt sind, nachdem ein Inspektionsbesuch der Kommission dort schwerwiegende Mängel bei der Durchführung wichtiger Tiergesundheitsvorschriften festgestellt hat;

ii) die Verschärfung der Vorschriften zur Untersuchung von aus Bangladesch eingeführten Krebstieren, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, auf Rückstände von Tierarzneimitteln nach den Ergebnissen eines weiteren Inspektionsbesuchs der Kommission.

Schließlich kündigte die Kommission Pläne an, ein EU-Referenz-Labor für Bienengesundheit einzurichten. Gleichzeitig beginnt nächste Woche die erste Schulung in Bienengesundheit für Beamte der Mitgliedstaaten im Rahmen der Initiative „Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel“.

In den letzten Jahren wurde über einen Anstieg des Bienensterbens in der EU und in anderen Teilen der Welt berichtet. Dies hat zwar überall große Besorgnis ausgelöst, doch konnte die Wissenschaft bisher weder die Ursache noch das genaue Ausmaß dieses Phänomens feststellen. Im Dezember 2009 wurde in einer Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfohlen, die Überwachung der Bienengesundheit auf EU‑Ebene besser zu koordinieren und zu harmonisieren. Ein EU-Referenz-Labor soll wissenschaftliche und technische Hilfe leisten und Empfehlungen für künftige EU-Maßnahmen zum besseren Schutz von Bienen abgeben. Das neue EU-Labor soll Anfang 2011 seine Arbeit aufnehmen.


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