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Notrufe: Kommission begrüßt Einführung des eCall-Systems in Kraftfahrzeugen durch weitere Mitgliedstaaten

European Commission - IP/10/488   04/05/2010

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IP/10/488

Brüssel, den 4. Mai 2010

Notrufe: Kommission begrüßt Einführung des eCall-Systems in Kraftfahrzeugen durch weitere Mitgliedstaaten

Die Europäische Kommission begrüßt, dass fünf weitere Mitgliedstaaten das eCall-Notrufsystem in Kraftfahrzeugen unterstützen. Das lebensrettende System wählt nach einem schweren Unfall automatisch die einheitliche europäische Notrufnummer 112 und könnte bei flächendeckendem Einsatz jährlich bis zu 2500 Menschenleben in Europa retten. Im Rahmen einer Zeremonie in Brüssel unterzeichnen Belgien, Dänemark, Luxemburg, Malta und Rumänien am 4. Mai die EU-Absichtserklärung zur Einführung von eCall in ganz Europa und schließen sich damit den 15 übrigen europäischen Unterzeichnerländern an.

Hierzu die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Neelie Kroes: „Ich freue mich sehr, dass sich nunmehr 20 Mitgliedstaaten für die Einführung von eCall entschieden haben. Das System ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie Informations- und Kommunikationstechnologien das Leben der Bürger verbessern, ja sogar retten können.“

Der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Siim Kallas, erklärte: „Das eCall-System kann jedes Jahr das Leben vieler Straßenverkehrsteilnehmer retten. Daher bin ich sehr erfreut, dass sich immer mehr Mitgliedstaaten zur Einführung dieses Systems verpflichten.“

Bei einem schweren Unfall setzt eCall einen Anruf an die einheitliche europäische Notrufnummer 112 ab und übermittelt die Standortdaten des Unfalls und weitere wesentliche Informationen an die nächstgelegene Einsatzzentrale. Bei flächendeckendem Einsatz könnte eCall dank der kürzeren Reaktionszeit der Notrufzentralen schätzungsweise 2500 Leben jährlich retten und die Auswirkungen schwerer Unfälle in über 15 % der Fälle mildern.

Fünf Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Luxemburg, Malta und Rumänien) unterzeichnen die eCall-Absichtserklärung im Rahmen einer Zeremonie in Brüssel am 4. Mai. Damit schließen sie sich den 15 EU-Ländern und 3 weiteren europäischen Ländern an, die sich bereits zum Einsatz von eCall verpflichtet haben (Österreich, Zypern, Tschechische Republik, Estland, Finnland, Deutschland, Griechenland, Italien, Litauen, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien, Niederlande, Schweden, Island, Norwegen und Schweiz).

Die Absichtserklärung wird am 4. Mai ferner von weiteren Organisationen unterzeichnet: Agoria, ATX, Belgischer Automobilclub Touring, DEKRA, Electronics Solutions, Europäischer Rat für Verkehrssicherheit (ETSC), EUROSMART, GMV, ITS Belgium, Staatliche Gesellschaft für Autobahnen und Staatsstraßen Rumäniens, OctoTelematics, Romanian-American University, Special Telecommunications Service (STS), UTI Systems. 90 Unterzeichner haben dem System bereits ihre Unterstützung zugesichert, darunter auch Mobilfunkbetreiber (IP/09/1290) und europäische Automobilhersteller.

Im Jahr 2008 ereigneten sich in Europa über 1,2 Millionen Verkehrsunfälle, bei denen rund 39 000 Menschen ums Leben kamen und 1,7 Millionen Personen verletzt wurden. Die Kosten für den Einbau des eCall-Systems werden pro Neuwagen auf weniger als 100 EUR geschätzt.

Zur flächendeckenden Einführung von eCall müssen die nationalen Verwaltungen sicherstellen, dass die Notrufzentralen über die für die Annahme und Bearbeitung von eCall-Notrufen erforderliche Ausrüstung verfügen, und alle Neufahrzeuge müssen mit der eCall-Technologie ausgerüstet sein.

Die Kommission hatte dazu aufgerufen, eCall in ganz Europa bis 2009 freiwillig einzuführen (IP/09/1245), doch hat sich dies wegen mangelnder Unterstützung durch einige EU-Mitgliedstaaten verzögert.

Hintergrund

Die Kommission hat eCall-Forschungsprojekte unterstützt, um zu gewährleisten, dass die Technologie grenzüberschreitend funktioniert (z. B. E-MERGE und GST-Rescue), und mit ihrer eSafety-Initiative und der European eCall-Umsetzungsplattform die öffentlich-private Zusammenarbeit gefördert. eCall zählt zu den Prioritäten der Initiative „Intelligentes Fahrzeug und des Aktionsplans für Intelligente Verkehrssysteme, die die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zugunsten eines intelligenteren, sichereren und umweltfreundlicheren Straßenverkehrs (IP/06/191, IP/10/353) fördern.

Die EU hat in den letzten drei Jahren rund 160 Mio. EUR für die verkehrsbezogene IKT-Forschung in den Bereichen Sicherheitssysteme, intelligente Fahrzeugsysteme und Mobilitätsdienste aufgewendet.

Absichtserklärung der Europäischen Union und Liste der Unterzeichner:

http://ec.europa.eu/information_society/activities/esafety/doc/esafety_library/mou/list_of_signatures.pdf

Weitere Informationen über eCall:

http://ec.europa.eu/information_society/activities/esafety/ecall/index_en.htm


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