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IP/10/475

Brüssel, 28. April 2010

EU-Kommissarin erörtert mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der UN die künftige Zusammenarbeit

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, hat sich heute zum ersten Mal seit ihrem Amtantritt mit dem unlängst wiedergewählten UN-Flüchtlingshochkommissar António Guterres getroffen. Sie nutzten dieses erste Treffen, um eine Bilanz der gemeinsamen Arbeit der EU-Kommission und des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) zu ziehen, durch die Flüchtlinge und Vertriebene in der ganzen Welt unterstützt werden. Ein weiteres Thema waren die großen Herausforderungen, vor denen die Akteure im humanitären Bereich stehen, wie die rasante Urbanisierung und die Bedrohungen, denen humanitäre Aktionen und die Mitarbeiter der humanitären Hilfe in zunehmendem Maße ausgesetzt sind, aber auch die demografische Entwicklung und der Klimawandel.

Das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen ist einer unserer wichtigsten Partner im Bereich der humanitären Hilfe. Ich bin froh, dass ich Gelegenheit hatte, mit Herrn Guterres über einige der vorrangigen Punkte zu sprechen, die mich angesichts der weltweiten humanitären Lage mit großer Sorge erfüllen. Der Bedarf an humanitärer Hilfe steigt weiter an, die Rahmenbedingungen werden immer komplexer und nur allzu oft wird der humanitäre Raum nicht respektiert. Gemeinsam wollen sich die EU und das UNHCR mit Nachdruck dafür einsetzen, dass humanitäre Hilfe nach dem Grundsatz der Unparteilichkeit weiterhin allen Bedürftigen zugute kommt," erklärte Kommissarin Georgieva.

Flüchtlingshochkommissar António Guterres verwies auf die langjährige partnerschaftliche Beziehung, die sein Amt mit der Europäischen Kommission verbindet und betonte: „ Die aktuellen humanitären Krisen sind komplex, von langer Dauer und oft bereits in Vergessenheit geraten. Mehr denn je sind wir auf die Europäer angewiesen, um die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu unterstützen.“

Ein weiteres Thema, das von Kommissarin Georgieva und Antonio Guterres erörtert wurde, ist die Lage derjenigen, die in Ermangelung einer treffenderen Bezeichnung einstweilen als „Personen und Bevölkerungsgruppen“ bezeichnet werden, „die infolge des Klimawandels gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen“. „Ich habe mit Herrn Guterres analysiert, welche Möglichkeiten bestehen, um für diese neue Kategorie von Flüchtlingen Hilfe zu leisten, deren Status noch nicht geklärt ist und deren Rechte es zu schützen gilt," erklärte Frau Georgieva.

Hintergrund

Das UNHCR steht an der Spitze internationaler Hilfsmaßnahmen zum Schutz und zur Unterstützung von Flüchtlingen in aller Welt. Als eine der weltweit wichtigsten humanitären Organisationen hat das Flüchtlingshochkommissariat bereits zweimal den Friedensnobelpreis erhalten. Durch die Partnerschaft mit der Europäischen Kommission im Bereich der humanitären Hilfe, konnte das UNHCR 2009 in zwanzig Ländern Hilfe leisten. Der für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz zuständige Dienst der Kommission (ECHO) ist der zweitgrößte Geber des UNHCR.

ECHO gehört auch weltweit zu den größten Gebern von humanitärer Hilfe. Aus seinem Budget für 2009 in Höhe von fast 1 Mrd. EUR konnten humanitäre Maßnahmen in mehr als 70 Ländern der Welt finanziert werden. Die humanitäre Hilfe der Kommission wird nach den Grundsätzen der Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit gewährt und orientiert sich ausschließlich am Bedarf der am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Die Durchführung der von der Kommission finanzierten humanitären Projekte übernehmen ihre Partnerorganisationen, wie die humanitären Organisationen der Vereinten Nationen, NRO und die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften durchgeführt.

Weitere Informationen zur humanitären Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_fr.htm


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