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IP/10/474

Brüssel, 28. April 2010

Europäische Erfinder des Jahres 2010 – die schöpferischsten Köpfe Europas

Biokunststoff, Moleküle mit der Struktur eines Fußballs, GPS-Technologie, Wasserstoff-Brennstoffzellen und eine dreidimensionale Scantechnik: Die Träger des Europäischen Erfinderpreises 2010 haben sich mit umweltfreundlichen Entwicklungen, in der Kernphysik oder mit Informationssystemen und satellitengestützter Navigationstechnik hervorgetan. Das Europäische Patentamt (EPA) und die Europäische Kommission haben heute im Rahmen einer Gala, die in Madrid im Beisein von Prinz Felipe und Prinzessin Letizia von Asturien stattgefunden hat, die fünf Preisträger aus Deutschland, der Schweiz, den USA und Kanada ausgezeichnet.

Der für Unternehmens- und Industriepolitik zuständige Vizepräsident der Kommission, Antonio Tajani, erklärte: „Die Verleihung des Europäischen Erfinderpreises stellt unter Beweis, dass Europa weiterhin eine führende Rolle bei bahnbrechenden Innovationen spielt. Wir sehen hier klassische Beispiele dafür, wie das Zusammenspiel von technischen Innovationen und Vermarktungsstrategien zu wirtschaftlichem Erfolg führen kann. Außerdem verbessern sich dadurch die Lebensbedingungen für Millionen Menschen überall auf der Welt.“

„Diese erfolgreichen Erfindungen spornen uns an, uns künftig noch stärker um eine gleichbleibend hohe Qualität der europäischen Patente zu bemühen und dadurch Innovationen wirkungsvoll zu schützen“, fügte EPA-Präsidentin Alison Brimelow hinzu.

Ausgezeichnet werden Erfinder und Innovationen, die einen entscheidenden und dauerhaften Beitrag zum technischen Fortschritt innerhalb und außerhalb Europas geleistet und damit die wirtschaftliche Position Europas gefestigt haben. Der Preis „Europäischer Erfinder des Jahres“ wurde gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Patentamt (EPA) gestiftet.

Er wird in vier Kategorien vergeben:

Lebenswerk:

Wolfgang Krätschmer (Deutschland) entdeckte ein völlig neues Forschungsgebiet der Physik und legte so den Grundstein für die Herstellung neuer Materialien.

Industrie:

Albert Markendorf (Schweiz) und Raimund Loser (Deutschland) drangen mit ihrer 3‑D‑Scantechnik zur exakten Objektvermessung in neue Dimensionen vor und revolutionierten die industrielle Messtechnik.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)/Forschung:

Jürgen Pfitzer und Helmut Nägele (Deutschland) gelang mit dem Flüssigholz Arboform ein Durchbruch bei der nachhaltigen Verwendung erneuerbarer Ressourcen.

Nichteuropäische Staaten:

Dank der Arbeit von Sanjai Kohli und Steven Chen (USA) können GPS-Systeme jetzt auch kommerziell genutzt werden und sind Teil unseres Alltags.

Ben Wiens und Danny Epps (Kanada) entwickelten elektrochemische Brennstoffzellen, die inzwischen eine kommerziell erfolgreiche Alternative zu fossilen Brennstoffen sind.

Nähere Informationen finden Sie unter den Portraits der Gewinner mit der Beschreibung ihrer jeweiligen Erfindung im MEMO/10/154.

Von anderen Innovationspreisen unterscheidet sich der „Europäische Erfinder des Jahres“ nicht nur durch die Qualität und die Bekanntheit der Ausgezeichneten, sondern auch durch den einzigartigen Auswahlprozess, der eine große Zahl von Ländern einbezieht. Bei der Ermittlung der Preisträger konnte eine unabhängige und hochkarätige internationale Jury auf das Fachwissen des EPA und von Prüfern aus nationalen Patentämtern zurückgreifen.

Dieser renommierte Preis ist jetzt zum fünften Mal vom Europäischen Patentamt gemeinsam mit der Europäischen Kommission verliehen worden.

Mit dem rein symbolischen Preis, der nicht dotiert ist, werden einzelne Erfinder oder Teams ausgezeichnet, die durch ihre bahnbrechenden Arbeiten zur Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit und damit zu Fortschritt und Wohlstand beitragen. Nominierungsvorschläge können aus der Öffentlichkeit sowie von Patentprüfern des Europäischen Patentamts und der nationalen Patentämter in ganz Europa eingereicht werden. Die Gewinner werden anschließend von einer profilierten internationalen Jury ausgewählt.

Weitere Informationen zum Europäischen Erfinderpreis 2010 und den Preisträgern finden Sie hier: http://www.epo.org/about-us/events/inventor-forum_de.html


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