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Saubere und energieeffiziente Fahrzeuge: Europäische Kommission stellt ihre Strategie vor

European Commission - IP/10/473   28/04/2010

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ip/10/473

Brüssel, 28. April 2010

Saubere und energieeffiziente Fahrzeuge: Europäische Kommission stellt ihre Strategie vor

Mit der europäischen Strategie zur Förderung der Entwicklung und des späteren umfassenden Einsatzes von sauberen und energieeffizienten Fahrzeugen soll der europäischen Autoindustrie geholfen werden, ihre führende Position weltweit zu festigen, indem sie ihre Produktion auf saubere und energieeffiziente Technologien stützt. Die Strategie wird in einer heute vorgestellten Mitteilung der Europäischen Kommission erläutert. Sie ist Ausdruck des Konsenses zwischen den Mitgliedstaaten und dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Antonio Tajani. Letzterer setzt sich dafür ein, von kurzfristigen Konjunkturmaßnahmen zu einer mittelfristigen Ausrichtung überzugehen, welche die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie durch die Kombination mit sauberen Technologien stärkt. Die Strategie trägt auch zur Erreichung der Ziele „intelligentes und nachhaltiges Wachstum“ bei, die im Rahmen von Europa 2020 formuliert worden sind. Sie umfasst einen Aktionsplan mit konkreten und ehrgeizigen Maßnahmen, die von der Kommission durchzuführen sind.

Antonio Tajani, Kommissionsvizepräsident und zuständig für Unternehmens- und Industriepolitik, erklärte: „Im Jahr 2010 beginnt für die Automobilindustrie eine für ihren künftigen Erfolg entscheidende Phase. Durch die neue europäische Strategie werden günstige Rahmenbedingungen geschaffen, wobei der Ansatz zweigleisig ist: Einerseits soll die Effizienz herkömmlicher Motoren verbessert werden, andererseits soll die Vision einer Mobilität bei extrem niedrigen CO2–Emissionen für die europäischen Verbraucher Wirklichkeit werden. Dadurch, dass alle Fahrzeugtypen in die Strategie einbezogen werden, sorgt dieser Parallelansatz für ein gutes Gleichgewicht: Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Automobilindustrie wird gesichert, ohne dass wir unsere langfristigen Ziele der Reduzierung von Treibhausgasen und anderen Schadstoffen aus den Augen verlieren. Die Strategie zielt auch auf die Einführung gemeinsamer Normen für Elektroautos ab, damit diese überall in der EU aufgeladen werden können.“

Derzeit führen die Mitgliedstaaten und die weltweiten Partner der EU bedeutende Maßnahmen zur Förderung der Massenproduktion und Marktakzeptanz von Ökofahrzeugen durch. Gleichzeitig nehmen die Pläne der Industrie, kraftstoffsparenden herkömmlichen Fahrzeugen zu einer marktbeherrschenden Stellung zu verhelfen und Elektrofahrzeuge 2011 auf breiter Front einzuführen, Fahrt auf. Mit ihrer neuen Strategie möchte die Kommission für Impulse auf europäischer Ebene sorgen und das Potenzial von Ökofahrzeugen vollständig nutzen, um den Klimawandel zu bekämpfen, die Abhängigkeit Europas vom Öl zu verringern und seine Wirtschaftstruktur zu verjüngen.

Die Kommission wird u. a. Folgendes unternehmen:

  • Sie wird ihr Legislativprogramm zur Verringerung der Fahrzeugemissionen fortführen und eine Halbzeitbewertung vornehmen;

  • sie wird Forschung und Innovation im Bereich Ökotechnologien fördern;

  • sie wird Leitlinien für Anreize auf der Nachfrageseite vorschlagen.

Die Strategie baut auf der Führungsrolle Europas beim Kampf gegen den Klimawandel auf und soll Europa auch zu einer führenden Rolle beim sauberen Verkehr verhelfen.

In der Mitteilung werden zwar keine bestimmten Technologien bevorzugt, doch es wird anerkannt, dass ein einheitlicher europäischer Rahmen vor allem zur Elektromobilität bislang weitgehend fehlt. Mittlerweile werden Elektrofahrzeuge (einschließlich Hybridfahrzeuge) als massenmarktreif angesehen, und mehrere Mitgliedstaaten, vor allem Frankreich, Spanien, Deutschland, Portugal und Dänemark, fördern die Elektromobilität. Daher konzentrieren sich mehrere in der Mitteilung angekündigte Aktionen auf die Verwirklichung dieser Technologie.

  • Die Kommission wird dafür sorgen, dass Fahrzeuge mit alternativem Antrieb mindestens ebenso sicher sind wie konventionelle Fahrzeuge;

  • sie wird gemeinsame Normen fördern, damit Elektrofahrzeuge überall in der EU aufgeladen werden können;

  • sie wird die Einrichtung öffentlich zugänglicher Ladestationen fördern;

  • sie wird die Entwicklung intelligenter Stromnetze fördern;

  • sie wird die Vorschriften für das Recycling von Batterien auf den neuesten Stand bringen und die diesbezügliche Forschung fördern.

Die vollständige Liste der Maßnahmen können Sie MEMO/10/153 entnehmen.

Die Kommission freut sich auf die Umsetzung dieser Strategie. Sie wird hierfür mit der spanischen und der belgischen Präsidentschaft zusammenarbeiten und die hochrangige Gruppe CARS 21 wieder einsetzen.

Hintergrund

Im Ausblick auf das Jahr 2020 werden herkömmliche Antriebssysteme für Fahrzeuge vermutlich vorherrschend bleiben, doch wird es zugleich zu einer raschen Ausbreitung von Elektrofahrzeugen kommen. Bis 2030 wird ein Anstieg des weltweiten Kraftfahrzeugbestands von 800 Mio. auf 1,6 Mrd. und bis 2050 auf 2,5 Mrd. erwartet. Damit einhergehen wird eine zunehmende Verknappung und Verteuerung der Energievorräte. Diese Entwicklung erfordert einen Technologiesprung, um langfristig eine nachhaltige Mobilität zu sichern. Die Optionen mit den diesbezüglich besten Aussichten sind extrem CO2-arme Elektroantriebe und Wasserstoff-Brennstoffzellen.

Siehe hierzu auch die Website der Europäischen Kommission zur europäischen Strategie für saubere und energieeffiziente Fahrzeuge:

http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/automotive/competitiveness-cars21/energy-efficient/index_en.htm


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