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Neue Studie zur Bereitstellung öffentlicher Güter durch die Landwirtschaft der Europäischen Union

Commission Européenne - IP/10/46   25/01/2010

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IP/10/46

Br üssel, den 25. Januar 2010

Neue Studie zur Bereitstellung öffentlicher Güter durch die Landwirtschaft der Europäischen Union

Die Gemeinsame Agrarpolitik spielt eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von Landwirten, die öffentliche Güter und Dienstleistungen bereitstellen, vorausgesetzt, der gezielte Einsatz dieser Maßnahmen erfolgt auf die richtige Art und Weise. Dies ist die Kernaussage eines Berichts, der heute vom Institut für eine europäische Umweltpolitik (IEEP) für die GD Landwirtschaft und ländliche Entwicklung veröffentlicht wurde. Der Bericht ist der bisher erste Versuch, die öffentlichen Güter, die die Landwirte europaweit bereitstellen, in vollem Umfang zu ermitteln, und nennt die Argumente, die für eine Bezahlung dieser Leistung aus der öffentlichen Hand sprechen. Die Studie zeigt eine breite Palette unterschiedlicher öffentlicher Güter aus dem Umwelt- und Sozialbereich auf, die von den europäischen Landwirten bereitgestellt werden, so u. a. wertvolle Kulturlandschaften 1 , Lebensräume für Feldvögel wie die weltweit bedrohten Arten Großtrappe und Kaiseradler 2 oder die artenreichen, in ganz Europa anzutreffenden Wiesen. Außerdem bewirtschaften die Landwirte die Flächen zur CO 2 -Speicherung und tragen dazu bei, die hohe Qualität der Gewässer und der Böden zu erhalten. Die Ergebnisse dieser Studie kommen zu einer Zeit, in der sich die Diskussion über die Zukunft der GAP intensiviert und ihre Ziele und Schwerpunkte für die Zeit nach 2013 zur Debatte stehen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine punktgenaue Politik mit klaren Zielvorgaben und ausreichender Mittelausstattung eine entscheidende Voraussetzung dafür ist, dass die öffentlichen Güter den Erwartungen der Gesellschaft entsprechend bereitgestellt werden .

In der Studie wird aufgezeigt, dass die europäischen Bürger auf diese öffentlichen Güter großen Wert legen, jedoch Hinweise dafür vorliegen, dass diese Güter nicht in ausreichendem Umfang vorhanden sind. Der Studie zufolge verfügt die GAP über eine Reihe von Maßnahmen, um die Landwirte bei der Bereitstellung dieser öffentlichen Güter zu unterstützen . So trägt die Verknüpfung der Direktzahlungen mit der Cross compliance dazu bei, dass auf einem großen Teil der landwirtschaftlichen Flächen in der EU ein Mindestumfang an öffentlichen Gütern bereitgestellt wird. Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums wie die Agrarumweltmaßnahmen bieten den Landwirten Anreize, eine breite Palette an öffentlichen Gütern auf gezieltere Weise zur Verfügung zu stellen.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass das Angebot an diesen öffentlichen Gütern oft unzureichend ist. Diese Knappheit dürfte sich in Zukunft durch Risiken wie die Entwicklung der Rohstoffpreise, technische Faktoren und die Folgen des Klimawandels noch verstärken, wodurch künftig mehr öffentliche Interventionen erforderlich werden könnten.

Der Bericht kann über folgenden Link abgerufen werden : http://ec.europa.eu/agriculture/analysis/external/public-goods/index_en.htm

1 :

Wie z. B. die einzigartigen Landschaften der englischen Hügel und Moore, die Weidelandschaften in Südtranssylvanien (Rumänien), die Terrassenlandschaften mit ihrer traditionellen Olivenerzeugung und anderen Dauerkulturen in Italien und Spanien, die Almweiden in Österreich, Südfrankreich und Norditalien, die Feuchtwiesen in Mecklenburg und die ausgedehnten Reisfelder im nordostspanischen Ebro-Delta.

2 :

Großtrappe ( Otis tarda ) und Kaiseradler ( Aquila heliaca ).


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