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Brüssel, 27 April 2010

Kommission startet öffentliche Konsultation zur Zukunft der Kultur- und Kreativindustrien

Die Europäische Kommission startet heute eine öffentliche Online-Konsultation mit dem Ziel, das Potenzial der Kultur- und Kreativindustrien in der EU zu erschließen. Die Konsultation erfolgt in Verbindung mit einem neuen Grünbuch, das darauf hinweist, dass diese Branche nur florieren und zu nachhaltigem und integrativem Wachstum beitragen kann, wenn der Zugang zu Kapital – vor allem für Kleinunternehmen in dieser Branche – verbessert wird.

„Die Kultur- und Kreativindustrien in der EU sind nicht nur für die kulturelle Diversität unseres Kontinents wichtig; sie sind auch eine unserer dynamischsten Wirtschaftsbranchen. Ihnen kommt eine wichtige Rolle zu, wenn es darum geht, Europa aus der Krise zu führen“, sagte Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend.

 

Gemeinsam mit Peter Dundas, Kreativdirektor von Emilio Pucci, einer der ältesten Luxusmarken Italiens, gibt die Kommissarin heute bei einer Pressekonferenz in Brüssel den Auftakt zur öffentlichen Konsultation.

„Ich begrüße die Veröffentlichung des Grünbuchs der Europäischen Kommission, weil es die wichtige Rolle der Kreativ- und Kunstbranche für das Wirtschafts­wachstum in Europa aufzeigt“, erklärte Herr Dundas.

Die Kultur- und Kreativbranche umfasst die Sparten darstellende Kunst, angewandte Kunst, Kulturerbe, Film, Fernsehen und Radio, Musik, Verlagswesen, Videospiele, neue Medien, Architektur, Design, Modedesign und Werbung und bietet fünf Millionen Menschen in der EU hochwertige Arbeitsplätze.


Sie trägt 2,6 % zum BIP der EU bei – dieser Wert ist höher als der vieler verarbeitender Industrien. Die Kultur- und Kreativindustrien wachsen auch rascher als die meisten anderen Wirtschaftszweige.

Digitalisierung und Globalisierung eröffnen neue Marktchancen, vor allem für Kleinunternehmen. Aber diese Unternehmen können aufgrund zahlreicher Hindernisse ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Die öffentliche Konsultation lädt Stakeholder und alle Interessierten ein, sich mit Fragen wie den folgenden auseinanderzusetzen:

·         Wie können wir den Zugang zu Kapital für Klein‑ und Kleinstunternehmen vereinfachen, deren einzige Stärke ihre Kreativität ist?

·         Wie kann die EU dazu beitragen, dass die richtige Mischung aus kreativen Fähigkeiten und Managementkompetenzen in diesen Branchen zur Verfügung steht?

·         Wie können wir, u. a. durch stärkere Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien, Innovation und Experimentierfreudigkeit fördern?

Die Kultur- und Kreativindustrien tragen auch zur Wettbewerbsfähigkeit und zum sozialen Zusammenhalt unserer Städte und Regionen bei. Kulturhauptstädte Europas wie Lille, Liverpool und andere beweisen, dass Investitionen in diese Branche Arbeitsplätze schaffen und Städten zu einem neuen Image verhelfen können. Die Kultur- und Kreativindustrien entstehen zuerst auf lokaler und regionaler Ebene, haben jedoch das Potenzial für globale Reichweite als Beitrag zur Präsenz Europas weltweit. Wenn sie Unterstützung in ihrem lokalen und regionalen Umfeld erhalten, kann dieses Umfeld zur Startrampe für weltweiten Erfolg werden.

Eine ganze Palette anderer Unternehmen und die Gesellschaft als Ganzes können von den externen Effekten der Kultur- und Kreativindustrien profitieren. So sind zum Beispiel Designer/innen nach und nach zu einem unverzichtbaren Teil der Management-Teams vieler Großunternehmen geworden.

Die öffentliche Konsultation, die mit der Publikation des Grünbuchs startet, läuft bis Ende Juli. Einzelheiten sind in allen 23 EU-Amtssprachen verfügbar:

http://ec.europa.eu/culture/our-policy-development/doc2577_de.htm


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