Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Erster Haiti-Besuch von Kommissar Piebalgs: Start der ersten EU-finanzierten Wiederaufbauprojekte

Commission Européenne - IP/10/458   21/04/2010

Autres langues disponibles: FR EN

IP/10/458

Brüssel, 21. April 2010

Erster Haiti-Besuch von Kommissar Piebalgs: Start der ersten EU-finanzierten Wiederaufbauprojekte

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs reist am 23. und 24. April zum Start der von der Europäischen Union finanzierten Wiederaufbauprojekte nach Haiti. Dies ist der erste hochrangige Besuch eines Vertreters der EU seit der internationalen Geberkonferenz „Eine neue Zukunft für Haiti“ vom 31. März in New York, auf der die EU 1,2 Milliarden EUR für den Wiederaufbau des Landes zugesagt hat. Kommissar Piebalgs wird fünf Finanzierungsvereinbarungen für von der Europäischen Kommission unterstützte Projekte unterzeichnen, mit denen ein Beitrag von 460 Mio. EUR zum Wiederaufbau und zur Entwicklung Haitis geleistet wird. Die Projekte betreffen vor allem den Wiederaufbau der staatlichen Strukturen, von Schulgebäuden, Straßeninfrastruktur und Sozialdiensten. Vor seinem Haiti-Besuch wird Kommissar Piebalgs in der Dominikanischen Republik mit den dortigen Behörden Gespräche über die Haiti-Frage führen. In Haiti wird Kommissar Piebalgs mit Präsident Préval und Premierminister Bellerive zusammentreffen sowie mit Vertretern des Privatsektors und der NRO, die wichtige Akteure für den Wiederaufbau des Landes sind. Er wird ferner zwei Flüchtlingslager besuchen. Zudem wird er mit den Mitgliedstaaten und den wichtigsten Gebern Gespräche über die koordinierte Programmierung der internationalen Hilfe führen.

Vor seiner Abreise erklärte Kommissar Piebalgs: „Die Europäische Union ist weltweit der wichtigste Geber für den Wiederaufbau in Haiti. Mit diesem Besuch möchte ich dem haitischen Volk versichern, dass die EU ihre Versprechen halten wird. Die Zukunft Haitis liegt in den Händen seiner führenden Politiker und seiner Bürger, denen Europa als entschlossener Partner zur Seite stehen wird. Ich freue mich, dass es der Europäischen Union gelungen ist, mit guter Koordinierung einen gemeinsamen Aktionsplan für Wiederaufbau und Entwicklung in Haiti aufzustellen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir diesen Weg bei der Zusammenarbeit weiterverfolgen, damit sowohl auf europäischer wie auch auf internationaler Ebene wirksam und rasch Hilfe geleistet wird.“

Der Besuch von Kommissar Piebalgs in Haiti steht für die Solidarität der Europäischen Kommission und markiert den Übergang von der humanitären Hilfe zum Wiederaufbau des Landes. Kommissar Piebalgs wird ferner die Notwendigkeit einer langfristigen Strategie für die nächsten zehn Jahre hervorheben, um die Entwicklung des Landes auf der Grundlage einer nachhaltigen Wirtschaft zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang wird Kommissar Piebalgs fünf Finanzierungsvereinbarungen für die Sektoren Infrastruktur, Staatsführung und soziale Dienste unterzeichnen, die mit über 200 Mio. EUR ausgestattet sind.

Kommissar Piebalgs wird auf seinem Besuch

- den Bau eines Verwaltungsviertels einweihen, das an Stelle der früheren Gebäude der haitianischen Verwaltung errichtet wird, die bei dem Erdbeben zerstört wurden,

- den ersten Streckenabschnitt der Nationalstraße 3 eröffnen, einer wichtigen Verbindungsstraße zwischen Port-au-Prince und Cap-Haïtien, der zweitgrößten Stadt des Landes,

- den Grundstein für den Wiederaufbau einer Schule in Mirebalais legen

- und zwei Flüchtlingslager besuchen.

Im Einklang mit den Schlussfolgerungen des Rates vom 22. März werden die Mitgliedstaaten der EU und die Europäische Kommission in Haiti ein gemeinsames Konzept fördern, in dem die Nothilfe mit dem Wiederaufbau und der Entwicklung verknüpft wird. Diese Vorgehensweise wird durch die Verpflichtung zu einer gemeinsamen Programmierung unterstützt, um die Wirksamkeit der Hilfe zu steigern und für eine effiziente Aufgabenteilung zu sorgen. Dies wird auch die Annahme eines neuen Länderstrategiepapiers und eines neuen nationalen Richtprogramms für Haiti beinhalten.

Hintergrund:

Am 12. Januar 2010 wurde Haiti von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert, bei dem rund 230 000 Menschen getötet, etwa 300 000 Menschen verletzt wurden und über eine Million obdachlos geworden sind. Am 31. März dieses Jahres fand die internationale Geberkonferenz „Eine neue Zukunft für Haiti“ am UN-Sitz in New York statt; an der gemeinsam von den Vereinigten Staaten und der UNO ausgerichteten Konferenz nahmen Vertreter von über 150 Ländern und internationalen Organisationen teil.

Die Regierung von Haiti hat ihren „Aktionsplan für den nationalen Wiederaufbau und die Entwicklung von Haiti“ vorgelegt, in dem der Bedarf für die kommenden 18 Monate mit 3,9 Milliarden USD beziffert wird. Die Geber haben 5,3 Milliarden USD als Unterstützung für diesen Plan in den nächsten 18 Monaten zugesagt, sowie weitere 9,8 Milliarden USD an langfristiger Hilfe.

Die von der Hohen Vertreterin Catherine Ashton übermittelte Zusage der EU belief sich auf 1,235 Mrd. EUR. Dies beinhaltet die Beiträge der 18 Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank. Der Anteil der Europäischen Kommission beläuft sich auf 460 Mio. EUR.

Weitere Informationen:

Website von EU-Kommissar Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

EU-Delegation in Haiti:

http://ec.europa.eu/delegations/haiti/index_en.htm

Siehe auch:

SPEECH/10/142

IP/10/217


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site