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Maßnahmen für die nachhaltige Bewirtschaftung der Fischereiressourcen in Mittelmeer

European Commission - IP/10/392   30/03/2010

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IP/10/392

Brüssel, den 30. März 2010

Maßnahmen für die nachhaltige Bewirtschaftung der Fischereiressourcen in Mittelmeer

Die EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, Maria Damanaki, machte deutlich, dass es keinen Aufschub bei der Durchführung der Mittelmeer-Verordnung (VO (EG) Nr. 1967/2006) geben wird. In ihrer Ansprache anlässlich der Ratstagung der EU‑Fischereiminister erinnerte die Kommissarin daran, dass die Mitgliedstaaten drei Jahre Zeit hatten, um die von ihnen einstimmig beschlossenen Vorschriften umzusetzen, und die Kommission deshalb keine weiteren Verzögerungen dulden wird.

Bei meiner Anhörung vor dem Europäischen Parlament habe ich darauf hingewiesen, dass ich mich uneingeschränkt für die Verbesserung des Fischereimanagements im Mittelmeer engagiere, damit die Fischerei nachhaltig wird und einheitliche Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden“, erklärte Frau Damanaki.

Neueste Inspektionen haben gezeigt, dass die Mitgliedstaaten ihren Verpflichtungen aus den Bewirtschaftungsplänen bzw. der Ausweisung von Fischereischutzzonen nicht nachkommen. „Als Hüterin der Verträge bleibt der Kommission keine andere Wahl, als die notwendigen Schritte zur Durchsetzung der EU-Vorschriften zu ergreifen. Deshalb werde ich nicht zögern, von allen Möglichkeiten Gebrauch zu machen, die die Verträge vorsehen“, so Damanaki.

Es besteht dringender Handlungsbedarf, weil zahlreiche Bestände in besorgniserregendem Zustand sind und die Fangmengen jedes Jahr geringer werden. Mehr als 54 % der von den Forschern untersuchten Bestände sind überfischt.

Für viele Bestände wie Seehecht, Rotbarbe, Rosa Geißelgarnele, Kaisergranat oder Seezunge empfehlen die Forscher, die fischereiliche Sterblichkeit drastisch um 30‑80 % zu senken. Außerdem liegen für eine erhebliche Zahl wichtiger Bestände überhaupt keine ausreichenden Daten vor, so dass nicht bekannt ist, in welchem Zustand sie sich derzeit befinden.

Dies ist wie russisches Roulette: Vielleicht sind die Bestände in gutem Zustand, vielleicht stehen sie aber auch kurz vor dem Zusammenbruch - wir wissen es einfach nicht“, sagte Damanaki.

Mehr als drei Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung sei „deren Einhaltung noch immer völlig unzureichend“. Die Mitgliedstaaten hätten eindeutig nicht genug getan, um die Vorschriften anzuwenden und für deren Einhaltung durch die Fischer zu sorgen. Die Kommissionsdienststellen würden zwar gern dabei „helfen, die Umsetzung zu erleichtern“, so Damanaki, „nicht aber, sie aufzuschieben“.

Die EU-Kommissarin stellte klar, dass die Verordnung traditionelle oder „spezielle“ Formen der Fischerei keineswegs verbiete. Ganz im Gegenteil erlaube sie sogar Abweichungen von den einschlägigen Vorschriften, sofern wissenschaftlich erwiesen sei, dass die Auswirkungen auf die betreffenden Fischarten und Lebensräume mit den Zielen der GFP vereinbar sind und diese im Rahmen eines nationalen Plans bewirtschaftet werden.

Kommissarin Damanaki wies darauf hin, dass diese Verordnung oder die Europäische Union allein die Fischerei im Mittelmeer nicht wirkungsvoll regeln können. „Wenn wir für unseren Fischereisektor gleiche Bedingungen erreichen wollen, dann müssen wir in der Internationalen Kommission für die Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT) und insbesondere auch in der Allgemeinen Kommission für die Fischerei im Mittelmeer (GFCM) aktiv werden. So hat die GFCM eine Mindestmaschenöffnung von 40 mm bei Netzen mit Quadratmaschen beschlossen und sich damit nach den Bestimmungen unserer Mittelmeer-Verordnung gerichtet.“


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