Navigation path

Left navigation

Additional tools

IP/10/383

Brüssel, 29. März 2010

Eurobarometer-Umfrage: große Unterschiede in der Einstellung zu Sport und Bewegung

40 % der EU-Bürger/innen treiben mindestens einmal pro Woche Sport und 65 % machen Bewegung. 25 % sind allerdings überhaupt nicht aktiv – das ist das Ergebnis einer heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Eurobarometer-Spezial-Umfrage zu Sport und Bewegung.

 

 

In Irland und den nordischen Ländern wird Sport sehr ernst genommen. 23 % der Iren sind mindestens fünfmal pro Woche sportlich aktiv, während Schweden, Finnland und Dänemark die Kategorien ‚regelmäßige’ oder ‚ziemlich regelmäßige’ Bewegung (mindestens einmal pro Woche) anführen. Am anderen Ende der Skala finden sich Bulgarien, Griechenland und Italien, wo nur 3 % der Menschen angeben, regelmäßig Sport zu treiben.

In der EU machen mehr Männer Sport und Bewegung als Frauen. Am markantesten ist der Unterschied in der Altersgruppe der 15-24-Jährigen. Die Umfrage ergab auch einen Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status und körperlicher Aktivität. 64 % der Menschen, die mit 15 die Schule verließen, gaben an, nie Sport zu treiben. Dieser Wert fiel auf 24 % bei jenen, die mindestens bis zum 20. Lebensjahr im Bildungssystem verweilten.

Die für Sport zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou und der Präsident des Europäischen Fussballverbandes (UEFA) Michel Platini werden die Ergebnisse heute (um 12.30 Uhr) bei einer Pressekonferenz präsentieren.

„Es ist beruhigend zu sehen, dass viele Europäerinnen und Europäer Sport und Bewegung ernst nehmen, aber wir müssen auch mehr tun, um bewegungsfaule Menschen zu motivieren“, erklärte die Kommissarin. „Sport tut Körper und Seele gut:Wie die alten Römer und Griechen zu sagen pflegten: ‚In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist’.Sport gibt Energie und hilft den Menschen ein aktiveres Leben zu führen.In einer alternden Gesellschaft ist es wichtig, den Menschen zu helfen, länger gesund zu bleiben.

Deshalb werde ich im Laufe dieses Jahres eine Initiative vorschlagen, die mehr Europäerinnen und Europäer ermuntern soll, Sport zu betreiben und Bewegung zu einem festen Bestandteil ihres Alltags zu machen.“

Diese Initiative wird in Form einer Mitteilung dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt, begleitet von einem Vorschlag für ein neues Programm „Sport“, das die Politik der Mitgliedsstaaten ergänzen und Projekte unterstützen soll.


Weitere Ergebnisse der Umfrage

Ende 2009 wurden knapp 27 000 Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern in den 27 Mitgliedsstaaten durchgeführt, mit folgenden Ergebnissen:

·         EU-Bürger/innen haben unterschiedliche Vorlieben, wenn es darum geht, wo sie sich sportlich betätigen: In Slowenien tun das 83 % am liebsten im Freien, gefolgt von Finnland mit 76 % und Estland mit 67 %. In Griechenland können sich nur 27 % für Aktivitäten im Freien begeistern, in Malta sind es 28 % und in Rumänien 29 %.

·         In Schweden (31 %) und auf Zypern (22 %) liegen Fitnessstudios ganz klar vorne, während in Frankreich und Ungarn nur 2 % der Befragten gerne dorthin gehen.

·         61 % der deutschen und 57 % der österreichischen Befragten sind Mitglied in einem Sportverein oder anderen Clubs, bei denen es um Bewegung geht, in Ungarn (8 %), Griechenland und Litauen (12 %) ist der Anteil deutlich geringer.

·         Insgesamt sind die EU-Bürger/innen der Meinung, dass die lokalen Behörden genug tun, um ihnen Möglichkeiten für Bewegung zu bieten. In Finnland (76 %) und Luxemburg (75 %) ist man am zufriedensten, in Polen und Italien (52 %) tun die lokalen Behörden laut Befragten nicht genug, um körperliche Aktivität zu fördern.

·         Das freiwillige Engagement für Sport ist in Schweden und Finnland (18 %) am höchsten, während in Polen, Griechenland und Portugal nur 2 % sich als Freiwillige im Sportbereich einbringen.

·         In der EU insgesamt machen bei Weitem mehr Menschen in verschiedenster Form Bewegung – z. B. Spazierengehen, Tanzen, Gartenarbeit – als einen organisierten Sport ausüben. Anlass zur Sorge im Hinblick auf die allgemeine Gesundheit gibt eine Statistik, laut der 14 % der EU-Bürger/innen ‚nie’ Bewegung machen und weitere 20 % ‚nur selten’.

EU-Vertrag und Sport

Der Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union gibt der EU eingeschränkte Befugnisse, die Entwicklung des Sports in EU-Ländern zu unterstützen und zu fördern, ohne jedoch eine Angleichung der nationalen Strategien anzustreben. Die EU respektiert auch die Unabhängigkeit der zuständigen Sportgremien.

Die Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage werden beim Europäischen Sportforum (19. April) und bei der informellen Tagung der EU-Sportminister/innen (20.-21. April) in Madrid präsentiert.

Eurobarometer-Ergebnisse Langfassung:

http://ec.europa.eu/sport/news/news910_en.htm

Mehr dazu:

http://ec.europa.eu/sport/index_de.htm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website