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EU-Kommissarin Georgieva betont humanitäre Dimension der Haiti-Krise auf NRO-Konferenz mit Bill Clinton im Vorfeld des Haiti-Gebergipfels in New York

European Commission - IP/10/367   25/03/2010

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IP/10/367

Brüssel, den 25. März 2010

EU-Kommissarin Georgieva betont humanitäre Dimension der Haiti-Krise auf NRO-Konferenz mit Bill Clinton im Vorfeld des Haiti-Gebergipfels in New York

„So sehr wir uns auf den Wiederaufbau Haitis konzentrieren müssen, so wenig dürfen wir die humanitäre Notlage außer Acht lassen, in der sich nach wie vor Millionen von Haitianern befinden,“ erklärte die für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion zuständige Kommissarin der Europäischen Union Kristalina Georgieva auf einer Konferenz in New York. An der Konferenz, die sie heute zusammen mit Bill Clinton und dem NRO-Verband InterAction ausrichtete, nahmen Nicht­regierungs­organisationen teil, die das erdbeben­getroffene Haiti unterstützen.

EU-Kommissarin Georgieva stellte fest: „Wir müssen das nach der erschreckenden Tragödie vom 12. Januar gezeigte starke Engagement aufrechterhalten. Wenngleich im humanitären Bereich viel unmittelbare Not gelindert werden konnte, sind noch immer zwei Millionen Menschen auf Soforthilfe angewiesen, und wir alle sind uns der wetterbedingten Bedrohungen bewusst. Viele der in Zelten hausenden Obdachlosen haben das von den kürzlichen Wolkenbrüchen verursachte Elend bereits durchgemacht, und die Hurrikan-Saison steht erst noch bevor.“

Georgieva fügte hinzu: „Die laufende Initiative zugunsten von Haiti hat mit Bill Clinton als Sondergesandtem der Vereinten Nationen eine engagierte und dynamische Führung. Die Europäische Union hat von Anfang an eine aktive Rolle gespielt, und wir haben uns verpflichtet, Haiti langfristig zu unterstützen. Die Arbeit der an der Konferenz teilnehmenden Nichtregierungsorganisationen ist für den Erfolg der Soforthilfe- und Wiederaufbaumaßnahmen wesentlich, und ich begrüße die Gelegenheit zu einem Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit den NRO.“

Bill Clinton führt den Vorsitz der Veranstaltung, die zu einer Reihe von „Outreach“-Konferenzen zählt, in deren Rahmen die Erfahrungen der am Wiederaufbau in Haiti beteiligten Akteure zusammengetragen werden. Am 22. März leitete EU-Kommissar Andris Piebalgs eine ähnliche Veranstaltung in Brüssel, bei der rund 50 Nichtregierungsorganisationen aus Haiti, Europa und den Vereinigten Staaten mit Vertretern der haitianischen Regierung darüber berieten, wie es am besten gelingen kann, die Hilfsmaßnahmen der NRO in Haiti mit der Wiederaufbau- und Entwicklungsstrategie der haitianischen Regierung zusammenzuführen. Beide Konferenzen sind Teil der Arbeiten und Konsultationen der Gebergemeinschaft im Vorfeld der internationalen Geberkonferenz „Towards a new Future for Haiti“, die am kommenden 31. März unter Teilnahme der Hohen Vertreterin der Union Ashton und der Kommissionsmitglieder Piebalgs und Georgieva in New York stattfinden wird.

Unmittelbar nach dem Erdbeben stellte die Europäische Union über die Kommission und die EU-Mitgliedstaaten humanitäre Soforthilfe in Höhe von über 315 Mio. EUR für Haiti zur Verfügung. Davon wurden 120 Mio. EUR über ECHO, den EU-Kommissarin Georgieva unterstellten Dienst der Kommission für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz, bereitgestellt. Das Verfahren der Europäischen Union für den Katastrophenschutz wurde rasch in Gang gesetzt, um den EU-Mitgliedstaaten dabei zu helfen, die Mobilisierung der Zivilschutzmittel, u. a. Such- und Rettungsteams, zu koordinieren. Weitere 100 Mio. EUR wurden für die Wiederherstellung der Kapazitäten der Regierung bereitgestellt, und ein Paket von 200 Mio. EUR wurde für längerfristige Wiederaufbau- und Wiederherstellungsmaßnahmen zugesagt.


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