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IP/10/365

Brüssel, den 25. März 2010

Konferenz: „Welche Zukunft hat die Milch?“ am Freitag, dem 26. März 2010

Mehr als 400 Vertreter aus der gesamten Wertschöpfungskette Milch sowie Akteure aus Politik und Verwaltung werden morgen in Brüssel zu einer Konferenz zusammenkommen, um vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren beobachteten extremen Volatilität der Milchpreise und des Auslaufens der Milchquotenregelung über die Zukunftsperspektiven des Sektors zu diskutieren. EU-Kommissar Dacian Cioloș, zuständig für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, der die Konferenz eröffnen wird, nannte sie einen „wichtigen Schritt bei unseren Bemühungen, den Sektor auf die künftigen Herausforderungen und Chancen vorzubereiten.“ Die Erzeugerpreise für Milch sind im Frühjahr 2009 dramatisch gesunken – für viele Landwirte deutlich unter die Produktionskosten. Die von der Kommission eingesetzten Marktstützungsinstrumente, insbesondere die öffentliche Intervention und die private Lagerhaltungsbeihilfe, haben maßgeblich dazu beigetragen, den Preisverfall zu stoppen, die Preise zu stabilisieren und die Voraussetzungen für die Ende 2009 einsetzende Erholung des Milchmarktes zu schaffen. Auf der Konferenz sollen vor allem die großen Themen erörtert werden, mit denen sich die hochrangige Expertengruppe „Milch“ zurzeit befasst.

Gegen Ende des Krisenmanagements für den Milchsektor im Jahr 2009 und angesichts der Ergebnisse des Gesundheitschecks, durch die das Auslaufen der Milchquotenregelung im Jahr 2015 besiegelt wird, hat die Kommission eine hochrangige Expertengruppe „Milch“ eingesetzt, die mittel- und langfristige Maßnahmen erörtern soll, mit denen sich eine Stabilisierung der Märkte und der Erzeugereinkommen und gleichzeitig mehr Markttransparenz erreichen lässt. Der Generaldirektor der GD Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Jean-Luc Demarty wird während der Konferenz über die bisherige Arbeit dieser Gruppe berichten (11.45 Uhr - 12.15 Uhr), die ihre endgültigen Schlussfolgerungen aber erst im Juni vorlegen wird. Anschließend daran wird sich eine Podiumsdiskussion, an der Vertreter der verschiedenen Interessengruppen teilnehmen, mit den Vertragsbeziehungen, der Verhandlungsmacht der verschiedenen Akteure und der Transparenz in der Wertschöpfungskette Milch befassen. Ein weiteres Panel soll das Thema Marktinstrumente, die Möglichkeiten eines Terminmarktes für Milch und das Problem der Preisvolatilität erörtern. Zu den Teilnehmern gehören die Vertreter der Mitgliedstaaten in der hochrangigen Expertengruppe, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Vertreter von Erzeugern und Genossenschaften, des Handels und des Einzelhandels, der Industrie, der Gewerkschaften und der Verbraucher sowie Bedienstete der EU-Institutionen. Die Teilnahme ist nur auf Einladung möglich. Akkreditierte Journalisten können sich am Tag der Konferenz registrieren lassen.

Kommissar Cioloș wird nach der Eröffnungsansprache (9.00 Uhr – 9.30 Uhr) um 9.30 Uhr vor dem Konferenzraum eine Pressekonferenz geben.

Die Konferenz wird per Livestream in sechs Sprachen (EN, FR, DE, ES, IT, PL) auf der Website der Konferenz http://webcast.ec.europa.eu/eutv/portal/index.html übertragen.

Alle Reden und eine Fotostrecke werden kurz nach der Konferenz auf der Website http://ec.europa.eu/agriculture/events/milk-conference-2010/index_en.htm veröffentlicht. Außerdem soll ein Video der Konferenz ins Netz gestellt werden.

Anlage: Entwicklung der Milchpreise in den wichtigsten Erzeugermitgliedstaaten seit 2000.

Anlage – Entwicklung der Milchpreise

Die Graphik zeigt die Entwicklung der Ab-Hof-Milchpreise in den wichtigsten Erzeugermitgliedstaaten seit Januar 2000 und vor allem die außergewöhnlich hohen Preise im Jahr 2007/08 und die außergewöhnlich niedrigen Preise im Frühjahr 2009. Jüngsten Zahlen zufolge haben sich die durchschnittlichen Erzeugerpreise in den wichtigsten Erzeugermitgliedstaaten auf etwa 28 Cents je Liter erholt, was in der Nähe des saisonalen Durchschnitts in normalen Jahren liegt. Die Graphik zeigt auch, dass es bei den Milchpreisen einen deutlichen Abwärtstrend gibt, was aber im Zusammenhang mit der (nun entkoppelt gewährten) Milchprämie von 3,5 Cents je Liter gesehen werden sollte, die bei der GAP-Reform 2003 als Ausgleich für die niedrigeren institutionellen Preise beschlossen und ab 2004 schrittweise eingeführt wurde.

Figures and graphics available in PDF and WORD PROCESSED


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