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Brüssel, den 24. März 2010

Umwelt: Preis der Europäischen Mobilitätswoche 2009 geht an Gävle

Gävle hat den Preis der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) 2009 erhalten. Nach Auffassung eines unabhängigen Sachverständigengremiums hat die schwedische Küstenstadt am meisten dafür getan, um während der EMW 2009 Initiativen für eine umweltfreundliche Mobilität zu fördern. Ebenfalls ausgezeichnet wurden León in Spanien und Ivanić-Grad in Kroatien. Die Auszeichnungen wurden von EU-Umweltkommissar Janez Potočnik gestern Abend bei einem Festakt in Brüssel überreicht.

Kommissar Potočnik erklärte: „Aufgrund der Belastungen unserer Umwelt müssen wir akzeptieren, dass wir Mobilität nicht als Selbstverständlichkeiten betrachten können und nach neuen Möglichkeiten suchen müssen, wie wir mobil sein und zugleich etwas für unseren Planeten, unsere eigene Gesundheit und unsere Wirtschaft tun können. In der Europäischen Mobilitätswoche kommt diese Erkenntnis perfekt zum Ausdruck.“

Europäische Mobilitätswoche 2009

2181 europäische Städte mit zusammen über 200 Millionen Einwohnern haben an der Europäischen Mobilitätswoche 2009 (16. bis 22. September) teilgenommen. Das Thema lautete „Verbesserung des Stadtklimas“, so dass die Veranstaltungen vor allem lokalen Anstrengungen zum Klimaschutz gewidmet waren. Den Preis erhält diejenige kommunale Behörde, die nach dem Urteil der Jury am meisten dafür getan hat, um die Öffentlichkeit für Fragen der nachhaltigen Mobilität zu sensibilisieren und Projekte durchzuführen, mit denen eine Umstellung zu einem nachhaltigen städtischen Verkehr erreicht werden soll. Die Siegerstadt wurde von einem unabhängigen Gremium von Verkehrsexperten ausgewählt, das 29 Bewerbungen prüfte und elf kommunale Behörden, die sich während der EMW 2009 ganz besonders hervorgetan hatten, in die engere Auswahl aufnahm.

Gewinner: Gävle

Die Ostseestadt Gävle förderte die Mobilitätswoche mit einer Kombination von traditionellen Aktivitäten und neuen sozialen Medien. Unter anderem wurden Seminare am Arbeitsplatz zur Förderung von nachhaltigen Fortbewegungsmöglich­keiten durchgeführt, am Hauptbahnhof wurde an Pendler kostenlos Schokolade verteilt, und am autofreien Tag fand das Radrennen „Gästrikeloppet 2009“ statt. Mit der 20 Jahre alten Ingrid Bergström Nilsson hatte Gävle zudem seine eigene Bloggerin, die den Bezirk mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereiste und über ihre Erlebnisse berichtete. Medienstudenten produzierten ein Videotagebuch über die Veranstaltungen der Woche, das zu Werbezwecken verwendet wurde. Außerdem richtete Gävle besondere Parkplätze für Elektroautos mit Aufladestationen ein und installierte an Bushaltestellen neue Fahrradständer, um eine aktive Fortbewegung zu fördern.

Finalist: Ivanić-Grad

Die 30 km östlich von Zagreb gelegene kroatische Kleinstadt Ivanić-Grad wurde für die Förderung von nachhaltiger städtischer Mobilität mit begrenzten Mitteln ausgezeichnet. Das Programm stellte mit einer Reihe von Thementagen große Umwelt- und Mobilitätsfragen in den Mittelpunkt. So gab es einen „Umwelttag“, auf dem ein lokales Abfallbewirtschaftungsprojekt vorgestellt wurde, einen Tag „Mobilität und Gesundheit“ mit der Möglichkeit, kostenlos den Blutdruck messen zu lassen, einen Tag „Energieeffizienz“ mit einem Informationsstand, auf dem Energiespar­projekte von Ivanić-Grad präsentiert wurden, und einen Tag „Zugänglichkeit für Alle“, der den Bedürfnissen von Personen mit eingeschränkter Mobilität gewidmet war. Außerdem sagte Ivanić-Grad zu, ein Umweltüberwachungsprogramm für Lärm, Luft‑, Wasser- und Bodenqualität einzuführen. Es ist dies das dritte Mal, dass eine kroatische Stadt bei der Mobilitätswoche ins Finale eingezogen ist. Im Jahr 2007 war Koprivnica der Gesamtsieger.

Finalist: León

León in Zentralspanien bot ein umfangreiches Programm mit Aktivitäten zur Förderung von nachhaltiger städtischer Mobilität. Die Jury war besonders von der umfassenden Zusammenarbeit und Konsultation mit den maßgeblichen Akteuren der Stadt (Lokalpolitiker, Händler, Schulen, gemeinnützige Vereinigungen u. a.) beeindruckt. Zu den Aktivitäten gehörten ein „Fitnessstudio auf der Straße“ zur Förderung von sportlicher Betätigung, Schadstoff- und Lärmtests an Fahrzeugen durch ein mobiles Inspektionsteam sowie eine Freilichtvorführung von Al Gores Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“. Außerdem gab es einen autofreien Tag mit kostenloser Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Als Zeichen für sein Engagement zugunsten einer nachhaltigen städtischen Mobilität hat León als permanente Maßnahme u. a. in der Altstadt und im Universitätsviertel neue Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h verhängt und in direkter Nachbar­schaft zu einer gut besuchten Herberge einen neuen öffentlichen Fahrradverleih eingeführt.

Europäische Mobilitätswoche 2010

Die EMW 2010 findet vom 16. bis 22. September statt. Sie steht unter dem Motto „Travel smarter, live better“ und ist den Zusammenhängen zwischen Verkehr und Gesundheit gewidmet.

http://www.mobilityweek.eu/


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