Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

IP/10/336

Brüssel, den 22. März 2010

Weltwassertag 2010: ein wichtiger Tag für Europas Gewässer

Heute ist der Weltwassertag, und die Kommission schließt sich der Forderung der Vereinten Nationen an die Regierungen an, der Wasserqualität in ihrer Politik einen höheren Stellenwert zu geben. Der 22. März ist aber auch ein wichtiges Datum für die Wasserwirtschaft in Europa, da die Mitgliedstaaten gemäß der Wasserrahmenrichtlinie bis heute ihre Pläne für die Bewirtschaftung der europäischen Flusseinzugsgebiete vorlegen müssen. Die meisten Mitgliedstaaten kommen mit den Plänen gut voran, wenngleich einige wenige von ihnen erheblich geringere Fortschritte verzeichnen. Ein Jahrzehnt nach Erlass der Rechtsvorschriften überprüft die Kommission deren Anwendung und plant, bis 2012 ein Konzept für den Schutz der europäischen Gewässer vorzulegen.

Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, erklärte: „Der Weltwassertag ist ein wichtiger Tag für das Kernstück der europäischen Wasser­gesetzgebung – die Wasserrahmenrichtlinie ‑; denn heute läuft die Frist ab, bis zu der die Mitgliedstaaten ihre Pläne für die 110 europäischen Flusseinzugsgebiete vorlegen müssen. Diese Pläne werden unser wichtigstes Instrument sein, mit dem wir für die europäischen Gewässer bis 2015 einen guten Zustand erreichen wollen. Europa hat eine strikte Wassergesetzgebung, und es kommt nun darauf an zu prüfen, wie diese in der Praxis funktioniert. Der steigende Wasserbedarf für konkurrierende Verwendungszwecke und die Auswirkungen des Klimawandels bedeuten für die Wasserressourcen eine zunehmende Belastung. Wir planen daher ein Reihe von Überprüfungen unserer Politik, auf deren Grundlage wir dann bis 2012 ein Konzept für den Schutz der europäischen Gewässer ausarbeiten werden.“

Ein integriertes Konzept für die Wasserpolitik

Mit der im Jahr 2000 erlassenen Wasserrahmenrichtlinie wurde ein europäischer Rahmen für den Schutz aller Wasserkörper in der Europäischen Union ‑ Flüsse, Seen, Küstengewässer und Grundwasser – geschaffen mit dem Ziel, bis 2015 einen guten Zustand der Wasserressourcen zu erreichen. Da sich Gewässersysteme häufig über mehrere Mitgliedstaaten erstrecken, liegt der Schwerpunkt auf einem integrierten Konzept für die Bewirtschaftung der Flusseinzugsgebiete. Die Richtlinie enthält klare Fristen für die einzelnen Schritte, die im Hinblick auf eine nachhaltige, integrierte Wasserwirtschaft erforderlich sind, und die Mitgliedstaaten müssen bis 22. März 1020 ihre Pläne für die 110 europäischen Flusseinzugsgebiete vorlegen.

Die meisten Mitgliedstaaten sind mit den Plänen gut vorangekommen und haben in den vergangenen Monaten die vorgeschriebenen öffentlichen Anhörungen zu den Planentwürfen durchgeführt. In einer kleinen Zahl von Staaten gibt es allerdings erhebliche Verzögerungen. Die Kommission wird die Situation genau beobachten und gegebenenfalls rechtliche Schritte unternehmen.

Die Kommission wird nun die Pläne für die 110 Einzugsgebiete prüfen, und diese Analyse wird – zusammen mit der Überprüfung der Strategie zum Umgang mit Wasserknappheit und Dürre und einer Untersuchung der Empfindlichkeit von Umweltressourcen wie Wasser, Biodiversität und Böden gegenüber klimatischen Auswirkungen und vom Menschen verursachten Belastungen ‑ in das für 2012 geplante Konzept für den Schutz der europäischen Gewässer mit einfließen.

Eine belastete Ressource

Die europäische Wasserpolitik befasst sich auch mit der Verfügbarkeit von Wasser. Das Verhältnis zwischen Wasserbedarf und Verfügbarkeit hat in vielen Teilen Europas, die mit zunehmender Wasserknappheit zu kämpfen haben, einen kritischen Punkt erreicht. Auch Dürre wird ein immer verbreiteteres Phänomen, da mehr und mehr Regionen unter Veränderungen des Wasserkreislaufs und der Niederschlagsmuster zu leiden haben. Der Klimawandel wird diese negativen Folgen mit größter Wahrscheinlichkeit noch verstärken, so dass in ganz Europa und den benachbarten Ländern mit immer häufigeren und schwereren Dürreperioden zu rechnen ist. Die EU hat daher eine Strategie zum Umgang mit Wasserknappheit und Dürre ausgearbeitet, und die Europäische Kommission sucht nach Möglichkeiten, um Wasser in der EU sparsamer und effizienter zu verwenden.

Hintergrund: Weltwassertag

Der Weltwassertag (22. März) ist eine Initiative, die aus der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (United Nations Conference on Environment and Development - UNCED) von 1992 in Rio de Janeiro hervorgegangen ist. Am 22. März 2005 eröffnete die UN zudem eine neue Internationale Aktionsdekade zum Thema Wasser. Mit der Dekade „Wasser für das Leben 2005-2015“ sollen die Durchführung von Wasserprogrammen und die Beteiligung von Frauen ein höheres politisches Profil erhalten. Die UN hofft, dass die Dekade die Chancen erhöhen wird, internationale wasserpolitische Ziele und die Ziele der Milleniumserklärung der Vereinten Nationen zu verwirklichen.

Weitere Informationen

http://ec.europa.eu/environment/water/water-framework/index_en.html

http://ec.europa.eu/environment/water/participation/map_mc/map.htm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website