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IP/10/333

Brüssel, 22. März 2010

Wiederaufbau in Haiti: Kommissar Piebalgs veranstaltet eintägige Konferenz mit NRO

Kommissar Andris Piebalgs veranstaltet morgen eine eintägige Konferenz über den Wiederaufbau in Haiti, zu der etwa 50 NRO aus Haiti, Europa und den USA sowie Vertreter der haitianischen Regierung erwartet werden. Die Konferenz ist Teil der Arbeiten und Konsultationen der Gebergemeinschaft im Vorfeld der internationalen Geberkonferenz „Towards a new Future for Haiti“, die am 31. März in New York stattfindet. Die Teilnehmer wollen gemeinsame Prioritäten festlegen und beraten, wie es am besten gelingen kann, die Hilfsmaßnahmen der NRO in Haiti mit der Wiederaufbau- und Entwicklungsstrategie der haitianischen Regierung zusammenzuführen. Am 23. März wird Kommissar Piebalgs ferner einen Dialog mit der Zivilgesellschaft und lokalen Behörden über ihre Rolle in der europäischen Entwicklungspolitik eröffnen.

„Alle Akteure auf allen Ebenen müssen gemeinsam am Wiederaufbau in Haiti arbeiten. Die Bewältigung dieser Aufgabe bedarf nicht allein der Hilfe staatlicher Stellen und internationaler Organisationen, sondern auch der Ressourcen und des Sachverstands der NRO. Auf der morgigen Wiederaufbau-Konferenz können die Prioritäten festgelegt und die Initiativen der NRO mit der Strategie der haitianischen Regierung abgestimmt werden“, so der EU-Kommissar für Entwicklung Andris Piebalgs.

Seit dem Erdbeben vom 12. Januar fließt internationale Hilfe in nie da gewesenem Umfang nach Haiti. Die Europäische Kommission hat zu Beginn des Wiederaufbaus am 2. März eine erste Tranche in Höhe von 100 Mio. EUR für Regierungsgebäude, Schulen, Straßen und technische Hilfe bereitgestellt. Insgesamt hat die Kommission über 300 Mio. EUR für Haiti vorgesehen.

Sollen die Herausforderungen, denen Staat und Bevölkerung in Haiti beim Wiederaufbau gegenüberstehen, gemeistert werden, müssen jetzt alle haitianischen Behörden, die Zivilgesellschaft, die Geber, die NRO und die Privatwirtschaft zusammenarbeiten. Die EU verfügt über große Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit mit Haiti und bindet seit langem auch die Zivilgesellschaft in die Entwicklungsaufgaben ein. Für die morgige Konferenz haben sich die Europäische Kommission und die teilnehmenden NRO aus Europa, den USA und Haiti vier Ziele gesteckt:

  • Festlegung der dringlichsten Aufgaben für NRO in Haiti,

  • Klärung der Rolle der NRO in diesem Rahmen,

  • Abstimmung der Maßnahmen der NRO untereinander und mit den Prioritäten der haitianischen Regierung,

  • Einigung der verschiedenen Stellen über ihre jeweilige Rolle.

Die Zivilgesellschaft ist weltweit ein wesentliches Element der Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Kommission. Kommissar Piebalgs wird am 23. März einen Strukturierten Dialog mit der Zivilgesellschaft und lokalen

Behörden eröffnen, um ihren Beitrag zur EU-Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen. Zwei Ziele werden damit verfolgt:

  • Einvernehmen über die wichtigsten Fragen hinsichtlich der Rolle von Organisationen der Zivilgesellschaft sowie von lokalen und regionalen Behörden in der Entwicklungspolitik ,

  • wirksamere Einbindung dieser Stellen bei der Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und enstprechende Anpassung der Modalitäten der Kommission.

Der Dialog wird durch Veranstaltungen und Diskussionen im Internet weltweit auf mehreren Ebenen geführt. Informations- und Wissensaustausch sollen angeregt werden und das gegenseitige Verständnis und Vertrauen fördern. Nach der Eröffnung am 23. März in Brüssel wird der Dialog  im Rahmen von Konferenzen und im Internet bis zu einer Schlusskonferenz im Frühjahr 2011 fortgeführt.

Das Amt für Zusammenarbeit der Europäischen Kommission, EuropeAid, hat 2007 eine Datenbank für die Registrierung potenzieller Antragsteller („Potential Applicant Data On-line Registration“, kurz „PADOR“) eingerichtet, um NRO sowie Organisationen der Zivilgesellschaft und lokalen Behörden den Zugang zu EU-Mitteln für die Entwicklungszusammenarbeit zu erleichtern. Durch PADOR müssen Organisationen, die sich auf Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen bewerben, ihre Daten und Unterlagen nur einmal einreichen. PADOR erleichtert auch den Zugriff auf Informationen über antragstellende Organisationen. Bislang sind über 23 000 Organisationen in der Datenbank registriert.

Ferner richtet die Europäische Kommission derzeit eine Auskunftsstelle für die Zivilgesellschaft ein („Civil Society Helpdesk“, kurz „CISOCH“), die alle Informationen über und für die Zivilgesellschaft verwaltet. Sie soll als Anlaufstelle für Fragen zur Zusammenarbeit zwischen EuropeAid und der Zivilgesellschaft dienen und u. a. Verfahren, Fachsprache und Arbeitsmethoden verständlicher machen.

Weitere Informationen:

EU-Delegation in Haiti:

http://ec.europa.eu/delegations/haiti/index_fr.htm

Kooperationsprogramme EU-Haiti:

http://ec.europa.eu/europeaid/where/acp/country-cooperation/haiti/haiti_en.htm

Strukturierter Dialog:

http://ec.europa.eu/europeaid/who/partners/civil-society/structured-dialogue_en.htm

PADOR

http://ec.europa.eu/europeaid/work/onlineservices/pador/index_en.htm


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