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IP/10/286

Brüssel, 17. März 2010

Indikatoren zeigen: Europa braucht mehr Innovationen

Die meisten EU-Mitgliedstaaten haben bis 2008 beständig ihre Innovationsleistung gesteigert. Der heute veröffentlichte Europäische Innovationsanzeiger (EIS) 2009 macht jedoch deutlich, dass die Wirtschaftskrise diese Entwicklung möglicherweise bremst. Die ersten Anzeichen lassen erkennen, dass die EU-Staaten, die ohnehin eine niedrigere Innovationsleistung erbringen, am stärksten betroffen sind, wodurch sich der Annäherungsprozess der letzten Jahre möglicherweise umkehrt. Letzte Statistiken zeigen unterdessen, dass sich die EU schwer tut, zur Innovationsleistung der USA aufzuschließen. Sie liegt jedoch nach wie vor deutlich vor den aufstrebenden Volkswirtschaften Brasiliens, Russlands, Indiens und Chinas, wenngleich China schnell aufholt.

„Der Innovationsanzeiger ist ein äußerst wertvolles Zeugnis der Entwicklung der Innovationsleistung. Das Gesamtbild ist positiv. Es gibt jedoch einige besorgniserregende Zeichen, die wir sehr ernst nehmen müssen, wenn wir die Maßnahmen ausarbeiten, mit denen wir die gerade in unserer Strategie Europa 2020 dargelegten Ziele erreichen möchten. Mehr Investitionen in Forschung und Innovation sind der Schlüssel dazu, die Krise hinter uns zu lassen und nachhaltigen Wohlstand zu erreichen. Deshalb hält die Kommission an der Zielvorgabe von 3 % des BIP für Investitionen in Forschung und Entwicklung in Europa fest und schlägt realistische nationale Ziele vor, die streng überwacht werden müssen“, betonten Vizepräsident Antonio Tajani, Kommissar für Industrie und Unternehmen, und Máire Geoghegan-Quinn, die Kommissarin für Forschung, die in der neuen Kommission eine ressortübergreifende Innovationsstrategie leitet.

Der EIS 2009 enthält 29 Indikatoren im Zusammenhang mit Innovation, für die Daten zu den Jahren 2007 und 2008 öffentlich verfügbar sind, und Trendanalysen für alle 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Kroatien, Serbien, die Türkei, Island, Norwegen und die Schweiz. Die 29 Indikatoren lassen sich in drei Kategorien unterteilen: Potenzial (Fachkräfte, finanzielle Mittel und Förderung), Tätigkeit der Unternehmen (Investitionen der Unternehmen, Vernetzung und Unternehmergeist, Durchsatz) und Erträge (Innovatoren und gesamtwirtschaftliche Auswirkungen). Die Auswirkungen der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise sind hier noch nicht voll berücksichtigt.

Die 27 EU-Mitgliedstaaten werden in vier Ländergruppen unterteilt:

  • Wie in den Vorjahren gehören Dänemark, Deutschland, Finnland, Schweden und das Vereinigte Königreich der Führungsgruppe an. In diesen Ländern steigt die Leistung jedoch in Deutschland und Finnland am schnellsten, während Dänemark und das Vereinigte Königreich stagnieren.

  • Belgien, Estland, Frankreich, Irland, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Slowenien und Zypern sind die Verfolger. Estland, Slowenien und Zypern gehörten dieser Gruppe 2008 noch nicht an, sind jedoch aufgrund ihrer stetigen Verbesserungen in den letzten Jahren aufgestiegen.

  • Griechenland, Italien, Litauen, Malta, Polen, Portugal, Slowakei, Spanien, die Tschechische Republik und Ungarn sind die mäßig innovativen Länder.

  • Bulgarien, Lettland und Rumänien sind die Aufholländer, deren Innovationsleistung deutlich unter dem Durchschnitt aller 27 EU-Staaten liegt. Diese drei Länder schließen jedoch allesamt schnell die Lücke zu diesem Durchschnittswert, und Bulgarien und Rumänien weisen unter allen Mitgliedstaaten die stärkste Leistungssteigerung auf.

Zusammenfassungen über die Innovationsleistung der einzelnen 27 Mitgliedstaaten enthält das MEMO/10/82.

Figures and graphics available in PDF and WORD PROCESSED

Hintergrundinformationen:

Der Europäische Innovationsanzeiger wird im Auftrag der Generaldirektion Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission vom Maastricht Economic and Social Research and Training Centre on Innovation and Technology (UNU-MERIT) erstellt. Er wird durch den European Innovation Progress Report ergänzt, in dem die Entwicklung und die Maßnahmen der Innovationspolitik in den 27 Mitgliedstaaten der EU untersucht werden.

Die vollständigen Berichte sind abrufbar unter:

http://www.proinno-europe.eu/metrics (auf Englisch)

Nähere Informationen finden Sie in MEMO/10/82.


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