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Fusionskontrolle: Kommission verweist Übernahme der griechischen Kraftstoff- und Bitumensparte von Shell durch Motor Oil an Griechenland

European Commission - IP/10/281   15/03/2010

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IP/10/281

Brüssel, 17. März 2010

Fusionskontrolle: Kommission verweist Übernahme der griechischen Kraftstoff- und Bitumensparte von Shell durch Motor Oil an Griechenland

Die Europäische Kommission hat die Prüfung des Übernahmevorhabens von Motor Oil (Griechenland), das die Kontrolle über die Geschäfte von Shell im griechischen Mineralölsektor erwerben möchte, auf der Grundlage der EU‑Fusionskontrollverordnung an die griechische Wettbewerbsbehörde verwiesen. Im Rahmen des Vorhabens soll ferner mit dem britischen Unternehmen Shell Overseas Holdings Limited (SOHL) ein Joint Venture für die Belieferung griechischer Flughäfen mit Flugkraftstoffen gegründet werden. Die Kommission ist zu dem Ergebnis gekommen, dass sich das geplante Rechtsgeschäft lediglich auf den griechischen Kraftstoff- und Bitumenmarkt auswirken wird und folglich am sinnvollsten von der griechischen Wettbewerbsbehörde, die den Verweisungsantrag gestellt hatte, geprüft werden sollte.

Am 27. Januar 2010 ging bei der Kommission die Anmeldung eines Zusammenschlussvorhabens ein, der zufolge Motor Oil die alleinige Kontrolle über zwei in Griechenland ansässige Unternehmen der Royal Dutch Shell Group – Shell Gas Commercial and Industrial sowie Shell Hellas – erwerben will. Gleichzeitig beabsichtigen Motor Oil und die britische Tochter der Royal Dutch Shell, Shell Overseas Holdings Limited (SOHL), ein Joint Venture zu gründen, das griechische Flughäfen mit Flugkraftstoffen beliefern soll.

Am 18. Februar 2010 beantragte die griechische Wettbewerbsbehörde die Verweisung des Falls an Griechenland. Zur Begründung führte sie an, dass die beteiligten Unternehmen im Zuge des Vorhabens hohe Anteile an mehreren griechischen Einzelhandelsmärkten für Kraftstoffe erwerben würden und dass auf den Einzel- und Großhandelsmärkten für Kraftstoffe und Bitumen erhebliche Beeinträchtigungen des Wettbewerbs drohten. Sie machte geltend, dass es sich bei mehreren betroffenen Märkten um lokale Märkte handele, so dass sie die Auswirkungen des Vorhabens auf den Wettbewerb sachnäher prüfen könne.

Die Kommission stellte fest, dass der Antrag der griechischen Wettbewerbsbehörde mit Artikel 9 der EU-Fusionskontrollverordnung im Einklang steht und dass Griechenland in der Tat am besten in der Lage ist, die Auswirkungen der geplanten Übernahme auf die griechischen Märkte zu bewerten. Daher hat sie das Vorhaben an Griechenland verwiesen, wo es nun nach den griechischen Fusionskontrollvorschriften geprüft wird.

Weitere Informationen zu diesem Vorhaben unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_5637


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